Villarino de los Aires

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Gemeinde Villarino de los Aires
Villarino de los Aires – Landschaft am Duero
Villarino de los Aires – Landschaft am Duero
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Villarino de los Aires
Villarino de los Aires (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Salamanca
Comarca: La Ribera
Koordinaten 41° 16′ N, 6° 28′ W41.269166666667-6.4691666666667605Koordinaten: 41° 16′ N, 6° 28′ W
Höhe: 605 msnm
Fläche: 102,64 km²
Einwohner: 908 (1. Jan. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 8,85 Einw./km²
Postleitzahl: 37160
Gemeindenummer (INE): 37364 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Villarino de los Aires www.villarinodelosaires.es/ Ayuntamiento de Villarino de los Aires

Villarino de los Aires ist eine nordwestspanische Gemeinde (municipio) in der Provinz Salamanca in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Das Dorf Cabeza de Framontanos gehört zur Gemeinde von Villarino.

Lage[Bearbeiten]

Villarino de los Aires liegt im äußersten Nordwesten der Provinz Salamanca in einer Höhe von ca. 600 Metern ü. d. M. in der felsigen Landschaft des Naturparks Arribes del Duero nahe der vom Fluss Duero gebildeten Grenze zu Portugal. Der nur etwa zehn Kilometer Luftlinie, aber ca. 23 Kilometer Fahrtstrecke entfernte Nachbarort Fermoselle befindet sich in der Provinz Zamora. Die Provinzhauptstadt Salamanca ist etwa 84 Kilometer (Fahrtstrecke) in südwestlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1900 1950 1960 1970 1981 1991 2000
Einwohner 2.125 1.790 1.501 2.113 1.587 1.301 1.067

Im Jahr 1900 hatte der Ort noch über 2.100 Einwohner. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft ist die Bevölkerungszahl seitdem auf den derzeitigen Tiefststand zurückgegangen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft, vor allem die Anpflanzung von Weinreben, Oliven- und Obstbäumen, spielt traditionell die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Kleinstadt. Im Jahr 1970 wurde der auf dem Gemeindegebiet befindliche Staudamm der Almendra-Talsperre fertiggestellt. Daneben fungiert der Ort bis heute als Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum für die Dörfer und Weiler in der Region. Einnahmen aus dem Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort war nach seiner Rückeroberung (reconquista) aus den Händen der Mauren und der anschließenden Wiederbevölkerung (repoblación) Grenzstadt zu Portugal. Er wurde im Jahr 1296 vorübergehend vom portugiesischen König Dionysius eingenommen. Während der Herrschaft der kastilischen Könige Alfonso XI., Pedro I. und Enrique II. bildeten sich unabhängige Grundherrschaften (señorios) heraus und die Kleinstadt wurde befestigt; ihre Blütezeit erlebte sie im 15. und 16. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der Ort verfügt über ein hübsches Ortsbild mit zum Teil verwinkelten Gassen.
  • Die beiden Kirchen Iglesia de San Sebastián und Iglesia Santa María la Mayor stammen aus dem 15./16. Jahrhundert.
  • Das Rathaus (ayuntamiento) aus dem 18. Jahrhundert hat einen Treppengiebel und einen dreibogigen Portikus im Erdgeschoss.
  • In der Umgebung befinden sich mehrere auf Wanderungen erreichbare Aussichtspunkte (Mirador de la Falla und Mirador del Duero) mit Blicken in das Tal des Duero.
  • Ein Ausflug führt zu einer von Granitfelsen umgebenen keltischen Festung des Teso de San Cristóbal. Archäologen haben hier einen steinernen Mauerring rekonstruiert.
  • Die Mündung des Río Tormes in den Río Duero befindet sich etwa vier Kilometer nordwestlich des Ortes. Von hier sieht man die Staumauer der unter portugiesischer Kontrolle stehenden Talsperre Bemposta.
  • Die Staumauer der Almendra-Talsperre befindet sich etwa 15 Kilometer (Fahrtstrecke) östlich.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • José Rico Martín (1915–1937), General und Mitverschwörer gegen Franco, wurde in Villarino de los Aires geboren.
  • José-Miguel Ullán (1944–2009), Schriftsteller und lange Zeit im französischen Exil lebend, wurde in Villarino de los Aires geboren.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Villarino de los Aires – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).