Vitrolles-en-Lubéron

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Vitrolles-en-Lubéron
Wappen von Vitrolles-en-Lubéron
Vitrolles-en-Lubéron (Frankreich)
Vitrolles-en-Lubéron
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Apt
Kanton Pertuis
Gemeindeverband Communauté de communes Territoriale Sud-Luberon
Koordinaten 43° 49′ N, 5° 36′ OKoordinaten: 43° 49′ N, 5° 36′ O
Höhe 345–940 m
Fläche 16,15 km2
Einwohner 218 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km2
Postleitzahl 84240
INSEE-Code

Hauptstraße von Vitrolles

Vitrolles-en-Lubéron ist eine französische Gemeinde mit 218 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton Pertuis im Arrondissement Apt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitrolles-en-Lubéron liegt im Südosten des Départements Vaucluse rund 15 Kilometer nordöstlich der Stadt Pertuis.[1] Nachbargemeinden in Vaucluse sind Peypin-d’Aigues in Westen, Grambois im Süden und La Bastide-des-Jourdans im Osten. Die nördliche Grenze wird von den Gemeinden Montjustin und Céreste im Département Alpes-de-Haute-Provence gebildet.

Im Norden der Gemeinde erhebt sich das Gebirge vom Grand Luberon mit dem Luberon-Regionalpark, zu dem die Gemeinde selbst jedoch nicht gehört. Markante Gipfel sind der Boufaou (834 m), der Grand-Colle (819 m), der Groupa-Tassière (782m) und der Piégros (765 m). Mehrere Gebirgsbäche durchfließen die Gemeinde in nord-südlicher Richtung und bilden zusammen den Torrent de Saint-Pancrace, der bei Grambois in die Èze mündet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die quer durchs Ortszentrum verlaufende Route départementale D33 ist eine der wenigen Passstraßen, mit denen sich der Grand Luberon überqueren lässt. Sie geht auf der gegenüberliegenden Seite in die D31 über und führt nach Céreste im Département Alpes-de-Haute-Provence.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Vitrolles geht auf das lateinische Wort vitrolea („Glaswaren“) zurück. Gefundene römische Dachziegel (tegulæ) am Fuße des Hügels von Castellas deuten auf die Anwesenheit einer gallo-römischen Villa hin. Auf dem Mont Piégros wurde ein Kopf der Göttin Minerva entdeckt, der sich nun im Musée Borely in Marseille befindet. Aufgrund zahlreicher Epidemien und plündernden Söldnerbanden wurde das Dorf Ende des 15. Jahrhunderts von seinen Bewohnern vollständig aufgegeben. 1504 siedelten sich neue Familien aus Gap an und gründeten rund um der mittelalterlichen Kirche am Fuße von Castellas das heutige Dorf. 1793 erhielt die Gemeinde zunächst den Namen Vitroles-d’Aigues, 1801 wurde sie dann in Vitrolles umbenannt.[2] Der heutige Name existiert seit dem 11. August 1996.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2007
Einwohner 61 50 59 72 137 145 175 179

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St-Etienne
  • Romanische Pfarrkirche St-Etienne
  • Château du Gran-Pré (17. Jahrhundert)
  • Kirche St-Siméon (heute in einen Bauernhof umgewandelt)
  • Ölmühle
  • Taubenturm
  • Renaissance-Pilaster und -Ruinen
  • Oratoire St-Philomène mit Statue

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marie-Christine Mansuy u. a.: Parc Naturel Régional du Luberon (= Encyclopédies du Voyage). Gallimard Loisirs, Paris 2010, ISBN 978-2-7424-2737-6, S. 147.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vitrolles-en-Lubéron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Gemeinde auf annuaire-mairie.fr
  2. Vitrolles-en-Lubéron – Le nom. Cassini (EHESS); abgerufen am 14. Oktober 2012 (französisch).
  3. L'histoire de Vitrolles en Luberon. paysdaigues.fr; abgerufen am 8. Oktober 2012 (französisch).