Ansouis

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Ansouis
Wappen von Ansouis
Ansouis (Frankreich)
Ansouis
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Apt
Kanton Pertuis
Gemeindeverband Territoriale Sud-Luberon
Koordinaten 43° 44′ N, 5° 28′ OKoordinaten: 43° 44′ N, 5° 28′ O
Höhe 203–390 m
Fläche 17,63 km2
Einwohner 1.040 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 59 Einw./km2
Postleitzahl 84240
INSEE-Code
Website ansouis.fr

Blick auf Ansouis

Ansouis ist eine französische Gemeinde mit 1040 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Apt und zum Kanton Pertuis. Sie ist als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansouis befindet sich im Südosten des Départements Vaucluse und ist von den Gemeinden Vaugines, Cadenet, Villelaure, Pertuis, La Tour d’Aigues, Sannes und Cucuron umgeben. Die nächstgelegene Stadt ist Pertuis im Südosten (6 km).[2]

Im Norden der Gemeinde erhebt sich das Gebirge des Luberon mit dem Regionalen Naturpark Luberon, zu dem das Gemeindegebiet gehört. Südlich von Ansouis liegt das Tal der Durance.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortszentrum kreuzen sich mehrere Routes départementales. Die D56 nördlich aus Cucuron kommend verläuft weiter südöstlich nach Pertuis. Die D37 quert die Gemeinde auf südwest-nordöstlicher Achse und bietet Zugang zu den Gemeinden Villelaure und Sannes. Richtung Nordwesten kommt man über die D135 nach Cadenet und Lourmarin. Ganz im Osten streift die D9 von Cabrières-d’Aigues kommend die Gemeinde und führt weiter nach Pertuis. Von ihr gibt es eine Abzweigung der D135 Richtung Osten nach La Tour-d’Aigues.

Nächstgelegener Bahnhof ist der Bahnhof Pertuis, mit dem man Anschluss an die Städte Lyon, Marseille und Aix-en-Provence hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Herrengut von Ansouis wurde zum ersten Mal im 10. Jahrhundert erwähnt. Es ging im Jahr 1178 in den Besitz der Familie Sabran über, deren Nachfahren noch bis 2008 im Schloss residierten. Unterhalb des Schlosses entwickelte sich eine Siedlung, die im 14. Jahrhundert von einer neuen Stadtmauer umgeben wurde. Seit dem 18. Jahrhundert ist Ansouis für den Anbau von Kirschen, Pflaumen, Melonen und Rüben bekannt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009
Einwohner 520 525 536 612 892 1.033 1.105 1.117

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss, ehemalige Residenz der Familie Sabran (10. Jahrhundert). Ursprünglich als Burg errichtet, im 12. und 13. Jahrhundert umgebaut, weitere Umbauten im 15. und 19. Jahrhundert. Das heutige Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und besitzt zwei kleine Gartenparterres in barocker Manier.
  • Pfarrkirche St-Martin (13. Jahrhundert).
  • Stadtbefestigung
  • Musée des Arts et des Métiers du vin. Privatsammlung im Zentrum eines Weingutes. Es werden über 3000 einzigartige Objekte in einem kürzlich renovierten Gebäude gezeigt. In einer 400 m² großen Halle sind alte Weinpressen zu sehen.
  • Musée extraordinaire de Georges Mazoyer. In einem Gewölbekeller aus dem 15. Jahrhundert wurde von einem Künstler eine Unterwasserwelt eingerichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michel Albarède et al.: Vaucluse (= Encyclopédies du Voyage). Gallimard Loisirs, Paris 2007, ISBN 2-7424-1900-4, S. 298–299.
  • Marie-Christine Mansuy et al.: Parc Naturel Régional du Luberon (= Encyclopédies du Voyage). Gallimard Loisirs, Paris 2010, ISBN 978-2-7424-2737-6, S. 126.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ansouis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ansouis auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)
  2. Die Gemeinde auf annuaire-mairie.fr
  3. Michel Albarède et al.: Vaucluse. 2007, S. 298.