Werner Peters (Schauspieler)

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Werner Peters (* 7. Juli 1918 in Werlitzsch; † 30. März 1971 in Wiesbaden) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten]

Peters bekam Schauspielunterricht bei Lina Carstens (1935-37) in Leipzig. Sein erstes Engagement führte ihn als jugendlicher Komiker mit 18 Jahren nach Stralsund. Danach arbeitete er am Alten Theater in Leipzig und bis 1939 in Mainz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Peters von Erich Engel an die Münchner Kammerspiele geholt und 1947 von Wolfgang Langhoff nach Ost-Berlin an die Kammerspiele und das Deutsche Theater verpflichtet. Seine erste Filmrolle spielte Peters dann in Zwischen gestern und morgen (1947). Zwischen 1948 und 1955 drehte Werner Peters bei der ostdeutschen DEFA, darunter seinen bekanntesten Film, die Adaption des Heinrich Mann-Romans Der Untertan (1951) in der Regie von Wolfgang Staudte.

Für die Rolle des opportunistisch nach oben katzbuckelnden und nach unten tretenden Diederich Heßling erhielt Peters den Nationalpreis der DDR. Dieser Rollentyp sollte Peters während seiner weiteren Filmkarriere stetig anhaften. Staudtes Film wurde in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit der Adenauer-Ära erst 1957 und da auch nur in um 12 Minuten beschnittener Fassung freigegeben. Bis er ungekürzt gezeigt werden konnte, mussten nochmals rund 30 Jahre vergehen. Weitere bekannte Filme aus Peters DEFA-Zeit sind Der Biberpelz (1949), Die Geschichte vom kleinen Muck (1953) und Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse (1954).

Seit 1955 lebte Peters in der Bundesrepublik, zunächst in Düsseldorf, dann in Berlin. Hier spielte er zuerst in Hotel Adlon (1955) von Josef von Baky und in Der 20. Juli (1955) von Falk Harnack mit. 1958 gründete Werner Peters in Berlin das Synchronstudio Rondo-Film. In den darauffolgenden Jahren war Peters ein viel beschäftigter Schauspieler in deutschen und internationalen Filmen, überwiegend als negativer Charakter in Nebenrollen besetzt.

Zu den bekanntesten Filmen gehören Nachts, wenn der Teufel kam (1957) mit Mario Adorf, Das Herz von St. Pauli (1957) mit Hans Albers, Das Mädchen Rosemarie (1958) mit Nadja Tiller, Der Greifer (1958) mit Hansjörg Felmy. Rosen für den Staatsanwalt (1959) mit Walter Giller und Martin Held führte Peters wieder mit Regisseur Wolfgang Staudte zusammen.

Die 1960er-Jahre waren außerordentlich produktiv für Werner Peters. Er wirkte unter anderem in jeweils vier Doktor Mabuse- und Edgar-Wallace-Filmen sowie in der Johannes-Mario-Simmel-Verfilmung Es muß nicht immer Kaviar sein (1961). Im Fernsehen war Werner Peters unter anderem Gast in den Serien Das Kriminalmuseum und Dem Täter auf der Spur. Neben der Schauspielerei schrieb er die Dialoge zu Mit Schirm, Charme und Melone.

Darüber hinaus fand Peters auch noch die Zeit, verschiedenen Darstellern internationaler Filme seine markante Stimme als Synchronsprecher zu leihen. In der 1963 hergestellten Neusynchronisation des Klassikers Der dritte Mann sprach er Orson Welles. Er lieh seine Stimme auch Rod Steiger, Walter Slezak, Mickey Shaughnessy, George C. Scott, Donald Pleasence, Van Heflin, Dan Duryea, Ernest Borgnine, Jack Carson und vielen anderen. Selbst sein deutscher Kollege Friedrich Joloff (bekannt aus der Serie Raumpatrouille) musste einmal mit seiner Stimme vorliebnehmen, in Geheimakte M (1959).

Peters, der ab 1966 mit Ursula Burow verheiratet war und einen Sohn hatte, starb während der Premierentour zu seinem letzten Spielfilm Die Tote aus der Themse an einem Herzinfarkt. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Heerstraße im Berliner Ortsteil Westend.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

  • 1953: Wehe, wenn sie losgelassen
  • 1958: Besuch aus der Zone
  • 1958: Der Tod auf dem Rummelplatz
  • 1960: Der Hauptmann von Köpenick
  • 1962: Jeder stirbt für sich allein
  • 1964: Hafenpolizei: Reisebegleiterin gesucht
  • 1965: Der Fall Klaus Fuchs
  • 1965: Das Kriminalmuseum: Der Ring
  • 1966: Blue Light
  • 1968: Istanbul Express
  • 1969: Fragestunde
  • 1969: Dem Täter auf der Spur: Das Fenster zum Garten
  • 1969: Zehn kleine Negerlein
  • 1969: Spion unter der Haube
  • 1970: Dem Täter auf der Spur: Frau gesucht
  • 1970: Novellen aus dem wilden Westen: Der Prozeß
  • 1970: Pater Brown: Das Attentat
  • 1971: Graf Luckner

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von Werner Peters