Wiesentalbrücke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Koordinaten: 47° 37′ 47″ N, 7° 40′ 37″ O

A98 Wiesentalbrücke
Wiesentalbrücke
Nutzung Straßenbrücke
Überführt Bundesautobahn 98
Querung von Wiese
Unterführt Bundesstraße 317
Ort Lörrach
Konstruktion Auslegerbrücke
Gesamtlänge 1211 Meter
Höhe 32 Meter
Baukosten 39,1 Millionen DM[1]
(heutige Kaufkraft: 37,26 Mio. €)
Eröffnung 1983
Lage
Wiesentalbrücke (Baden-Württemberg)
Wiesentalbrücke

Die Wiesentalbrücke ist mit 1211 Metern die drittlängste Straßenbrücke Baden-Württembergs und gehört zu den längsten Straßenbrücken Deutschlands. Sie überquert als Teilstück der A 98 von der Lucke zum Homburger Wald den Fluss Wiese auf der Gemarkungsfläche der Stadt Lörrach. Die vierstreifige Autobahntrasse ist im Verlauf des Bauwerkes im Grundriss gekrümmt und steigt nach Süden zum Hang hin an.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1980 wurde mit dem Bau der Wiesentalbrücke begonnen, die am 12. April 1983 für den öffentlichen Verkehr freigegeben wurde. Der Eröffnung wohnten der damalige Bundesverkehrsminister Werner Dollinger und der Landeswirtschaftsminister Rudolf Eberle bei.

Im Jahr 2008 wurde sie für 1 Million Euro saniert.[3] 2010 gab die Stadt Lörrach die Fläche der Brückenpfeiler offiziell für legales Graffiti frei, das als Bridge-Gallery bekannt ist.[4][5][6] Seit Mitte 2012 wird die Brückenoberseite aufwendig saniert.[7]

Architektur und Bauweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiesentalbrücke bildet mit einer Höhe von bis zu 32 Metern ein Viadukt über das Wiesental. Sie besteht aus zwei Spannbetonüberbauten und 59 Brückenfeldern, die jeweils einen Hohlkastenquerschnitt aufweisen und ist auf 57 Pfeilern gegründet.[8] Die maximale Längssteigung beträgt 4 %. Die Schalung ist als Vorschubrüstung ausgebildet. Die für den Bau benötigten Rüstträger wurden über ein hydraulisches Lager verschoben.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kai Hendrik Schlusche: Graffiti unter der Autobahn; Die Bridge-Gallery in Lörrach. Verlag Waldemar Lutz, Lörrach 2011, ISBN 978-3-922107-91-0.
  • Kai Hendrik Schlusche: StreetArt Basel und Region, Die Hot-Spots im Dreiländereck. Verlag GUDBERG NERGER GmbH, Hamburg 2015, ISBN 978-3-945772-00-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wiesentalbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Straßenbaubericht 1979, S. 42. (pdf; 6,3 MB)
  2. Autobahnbrücken in Deutschland. auf: karl-gotsch.de
  3. Straßenbaubericht 2008, S. 19. (PDF; 2,9 MB)
  4. Kai Hendrik Schlusche, Stefan Dieterle: Graffiti am richtigen Platz. Die Bridge-Gallery im südbadischen Lörrach. (PDF; 1,2 MB) In: Stadt und Gemeinde Interaktiv. Zeitschrift des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Berlin/Bonn/Brüssel Nr. 6.2011, S. 268 ff.
  5. Kai Hendrik Schlusche: Kunst aus der Dose & Nie zu spät für Spraygeschichten. (PDF; 2,8 MB) In: Regio Magazin. August 2011, S. 7 ff; Badische Zeitschriften GmbH Freiburg
  6. Willi Adam: Graffiti an Brückenpfeilern: Bridge Gallery wird zur Attraktion. In: Badische Zeitung. 15. August 2011.
  7. Sanierung der Wiesentalbrücke der A 98 bringt Staus. In: Badische Zeitung. 21. Juni 2012.
  8. Gerhard Moehring, Otto Wittmann, Ludwig Eisinger; Geschichtsverein Markgräflerland e. V. (Hrsg.): 1250 Jahre Röttler Kirche: 751–2001. Uehlin, Schopfheim 2001, ISBN 3-932738-17-9, S. 14.
  9. Walter Jung, Gerhard Moehring (Hrsg.): Unser Lörrach 1981. Eine Grenzstadt im Spiegel der Zeit. 1981, S. 63, 65.