Wiesmath

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Wiesmath
Wappen Österreichkarte
Wappen von Wiesmath
Wiesmath (Österreich)
Wiesmath
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 38,44 km²
Koordinaten: 47° 37′ N, 16° 17′ OKoordinaten: 47° 37′ 0″ N, 16° 17′ 0″ O
Höhe: 695 m ü. A.
Einwohner: 1.509 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 2811
Vorwahl: 02645
Gemeindekennziffer: 3 23 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 2
2811 Wiesmath
Website: www.wiesmath.at
Politik
Bürgermeister: Erich Rasner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
5
4
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Marktgemeinde Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreichLage der Gemeinde Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Wiesmath, mittig die Pfarrkirche Hll. Peter und Paul
Wiesmath, mittig die Pfarrkirche Hll. Peter und Paul
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Wiesmath ist eine Marktgemeinde mit 1509 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiesmath liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 38,44 km², 50,78 % der Fläche sind bewaldet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Wiesmath dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung Wiesmaths erfolgte im Jahr 1295 als „Wiesmarcht“. Um 1300 wurden die drei ältesten Häuser Wiesmaths erbaut: Beisteiner, Trimmel, Schrammel.

Im 17. Jahrhundert litt Wiesmath sehr unter den Türken und Kuruzen. Danach starb fast die gesamte Bevölkerung an der Pest. Zur Erinnerung wurde die Mariensäule errichtet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 97,9 % der Einwohner römisch-katholisch und 0,4 % evangelisch, 0,1 % sind Muslime, 1,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
54,15 %
(-16,35 %p)
25,28 %
(+3,47 %p)
20,57 %
(+12,88 %p)
2010

2015


Quelle: www.wiesmath.at

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 10, SPÖ 5, FPÖ 4 Sitze.

Bürgermeister
  • 2004–2015 Roland Weber (ÖVP)
  • seit 2015 Erich Rasner (ÖVP)[1][2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Wiesmath COA.jpg

Der Marktgemeinde Wiesmath wurde mit Beschluss der NÖ-Landesregierung vom 24. September 1991 ein Gemeindewappen verliehen.[3]

Blasonierung: „In blauem Schild, aus grünem Dreiberg hervorragend, ein halbes goldenes Rad, daraus wachsend ein goldener Mann mit Mantel und Kappe, der in seiner Rechten ein Schwert hält und seinen linken Arm in die Seite stemmt.“

Gleichzeitig wurden die vom Gemeinderat der Marktgemeinde Wiesmath festgesetzten Gemeindefarben „Blau-Gelb-Grün“ genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filialkirche St. Anna in Annaberg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wiesmath
  • Filialkirche hl. Anna in Annaberg: Die spätgotische Kirche wurde 1509 auf einer Kuppe eines Bergrücken errichtet und ist weithin sichtbar. In der Barockzeit wurde sie erweitert und umgebaut, unter anderem erhielt das Langhaus hohe Rundbogenfenster. Bei einem Brand 1775 wurde die Kirche stark beschädigt und 1783 im Zuge der Josephinischen Reformen gesperrt sowie verkauft und als Schafstall genutzt. Durch die Bemühungen des Pfarrers Mathias Gittler wurde die Kirche nach einer neuerlichen Weihe 1803 wieder eröffnet.[4] Nach schweren Kriegsschäden erfolgte 1946/47 der Wiederaufbau. 1955/56 wurde nach Plänen von Karl Simon der Westturm und die Vorhallen errichtet.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 58, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 147. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 722. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,96 %.

Wiesmath lag an der Grenze zu Ungarn, um 1780, Josephinische Landesaufnahme

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Johann Ernst (1869–1946), Landwirt und Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiesmath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde Wiesmath: Nachrichten, 1/2015 (pdf-Dokument, 2,28 MB; abgerufen am 24. August 2016)
  2. Gemeinde Wiesmath: Bürgermeister (abgerufen am 24. August 2016)
  3. NÖ-Landesregierung: Kundmachung über die Verleihung eines Gemeindewappens (…) für die Marktgemeinde Wiesmath (abgerufen am 7. Jänner 2012)
  4. Pfarre Wiesmath: Wallfahrtskirche St. Anna; abgerufen am 2. März 2014
  5. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denkmälerinventar. Niederösterreich südlich der Donau, Teil 2, M bis Z. Verlag Berger, Horn/Wien 2003. ISBN 3-85028-365-8. Seiten 2697–2698.