Waldegg

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Marktgemeinde
Waldegg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Waldegg
Waldegg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 35,73 km²
Koordinaten: 47° 53′ N, 16° 2′ OKoordinaten: 47° 52′ 42″ N, 16° 2′ 11″ O
Höhe: 402 m ü. A.
Einwohner: 2.019 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 57 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2724, 2753, 2754, 2755, 2761
Vorwahl: 02633
Gemeindekennziffer: 3 23 32
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Waldegg 246
2754 Waldegg
Website: www.waldegg.co.at
Politik
Bürgermeisterin: Katharina Trettler (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
14
5
14 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Waldegg im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreichLage der Gemeinde Waldegg im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Waldegg ist eine Marktgemeinde mit 2019 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldegg liegt im Industrieviertel in Niederösterreich an der B21 und Gutensteinerbahn. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 35,69 Quadratkilometer. 79,79 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Der Fluss Piesting durchfließt die Marktgemeinde Waldegg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Dürnbach (65)
  • Ober-Piesting (620)
  • Oed (151)
  • Peisching (150)
  • Reichental (204)
  • Waldegg (409)
  • Wopfing (420)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dürnbach, Oberpiesting, Oed, Peisching, Waldegg und Wopfing.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Waldegg dann in der Provinz Pannonia.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 64,1 % der Einwohner römisch-katholisch und 2,9 % evangelisch. 18,8 % sind Muslime, 1,0 % gehören orthodoxen Kirchen an. 11,7 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis. Mit 18,8 % Moslems war Waldegg im Jahr 2011 die österreichische Gemeinde mit dem höchsten Moslemanteil. Dies ergab sich durch die hier beheimatete Industrie. Der Anteil ist aber in den Jahren danach stetig zurückgegangen, sodass er 2007 nur mehr 11 % betrug.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1866 errichtete Bahnhof Waldegg steht unter Denkmalschutz
Pfarrkirche Wopfing
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waldegg

Ober-Piesting

  • Florianikreuz steht am höchsten Punkt des Hetzentales. Es wurde am 8. Mai 2004 für den Schutzpatron der Feuerwehren, den Heiligen Florian und zur Erinnerung an den größten dokumentierten Waldbrand im Piestingtal vom 1. bis zum 6. Jänner 1984, am Entstehungsort des damaligen Brandes, eingeweiht.

Waldegg

  • Burgruine Waldegg
  • Katholische Pfarrkirche Waldegg hl. Jakobus der Ältere: In erhöhter Lage und von einem alten Friedhof umgeben. Das barocke Bauwerk (Langhaus errichtet 1786; Turm 1792) hat einen gotischen Chor. 1985 wurden romanische Reste freigelegt. Der neugotische Hochaltar stammt aus dem Jahr 1899 und wurde nach einem Entwurf von F. Bail angefertigt. Die Orgel aus dem Jahr 1908 hat Franz Capek (1857–1938) gefertigt.[3]

Wopfing

  • Katholische Pfarrkirche Wopfing Zur schmerzhaften Mutter Gottes: Eine kleine Saalkirche direkt an der Durchzugsstraße. Das kurze barocke Langhaus wurde 1730/33 errichtet. Der eingezogene, gotische Chor mit Spitzbogenfenstern stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der hölzerne Dachreiter aufgesetzt und Rundbogenfenster im Langhaus eingebaut. 1999/2000 kam der Eingangsvorbau hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[11]
  • bis 1945 Johann Kuchner
  • 1945–1948 Franz Sponring
  • 1949–1953 Karl Postl
  • 1954–1971 Heinrich Wohlmuth
  • 1971–1982 Walter Welte
  • 1982–2002 Walter Eder
  • 2002–2010 Johann Klesl (SPÖ)
  • 2010–2021 Michael Zehetner junior (ÖVP)[12]
  • seit 2021: Katharina Trettler (ÖVP)[12]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 83, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 57. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 862. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,72 Prozent.

Unternehmen
  • Wopfinger Baustoffindustrie: Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis ins Jahr 1810 zurück. Seit 1911 sind die Wopfinger Stein- und Kalkwerke im Handelsregister eingetragen. Sie verarbeitet den im werkseigenen Kalksteinbruch abgebauten Kalkstein (jährliche Abbaumenge 1,1 Mio. t) zu Fertigputzen und Zementen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Waldegg befindet sich eine Volksschule.[13] Sowie eine LBS - Landesberufschule von Niederösterreich.[14]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Gemeinde

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt drei Freiwillige Feuerwehren, nämlich in Oed, Wopfing und Ober-Piesting.

Die FF Oed war bis 1928 die Betriebsfeuerwehr der Metallwarenfabrik Stein und wurde in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt.

Ca. von 1948 bis 1964 existierte in der Fabrik der Firma Zugmayer eine freiwillige Betriebsfeuerwehr.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Waldegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Lukas Kapeller, „Die wollen sich nicht anfreunden“, Der Standard, 22./23. September 2007, S 10. online-Version, abgerufen am 3. April 2017.
  3. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 2. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, Seite 2528, ISBN 3-85028-365-8
  4. Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 2. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, Seite 2743f, ISBN 3-85028-365-8
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Waldegg. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 15. September 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Waldegg. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 15. September 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Waldegg. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 15. September 2019.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Waldegg. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 15. September 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Waldegg. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 15. September 2019.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Waldegg. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 9. Februar 2020.
  11. Josef Mliner: Waldegg. In: Der niederösterreichische Bezirk Wiener Neustadt und seine Gemeinden. 2. Auflage. NÖ. Verlag GesmbH, Wiener Neustadt 1996, S. 225.
  12. a b Philipp Grabner: Waldegg: Wechsel: Trettler ist neue Bürgermeisterin. In: Niederösterreichische Nachrichten. 31. Mai 2021, abgerufen am 1. Juni 2021.
  13. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 3. Oktober 2020.
  14. LBS - Landesberufsschulen von Niederösterreich