Weikersdorf am Steinfelde

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Weikersdorf am Steinfelde
Wappen von Weikersdorf am Steinfelde
Weikersdorf am Steinfelde (Österreich)
Weikersdorf am Steinfelde
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 14,39 km²
Koordinaten: 47° 48′ N, 16° 9′ O47.80555555555616.143055555556307Koordinaten: 47° 48′ 20″ N, 16° 8′ 35″ O
Höhe: 307 m ü. A.
Einwohner: 1.057 (1. Jän. 2015)
Bevölkerungsdichte: 73 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2700, 2722
Vorwahl: 02638
Gemeindekennziffer: 3 23 34
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 115
2722 Weikersdorf am Steinfelde
Website: www.weikersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Rottensteiner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
15
4
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Weikersdorf am Steinfelde im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad Erlach Bad Fischau-Brunn Bad Schönau Bromberg Ebenfurth Eggendorf Felixdorf Gutenstein Hochneukirchen-Gschaidt Hochwolkersdorf Hohe Wand Hollenthon Katzelsdorf Kirchschlag in der Buckligen Welt Krumbach Lanzenkirchen Lichtenegg Lichtenwörth Markt Piesting Matzendorf-Hölles Miesenbach (Niederösterreich) Muggendorf Pernitz Rohr im Gebirge Schwarzenbach Sollenau Theresienfeld Waidmannsfeld Waldegg Walpersbach Weikersdorf am Steinfelde Wiesmath Winzendorf-Muthmannsdorf Wöllersdorf-Steinabrückl Zillingdorf Wiener Neustadt NiederösterreichLage der Gemeinde Weikersdorf am Steinfelde im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Weikersdorf am Steinfelde
Weikersdorf am Steinfelde
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Weikersdorf am Steinfelde ist eine Gemeinde mit 1057 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Weikersdorf am Steinfelde liegt im Süden des Industrieviertels in Niederösterreich. Wie schon der Name sagt, erstreckt sich die Gemeinde in der Ebene des Steinfeldes am Fuße der Hohen Wand. Ihre Fläche umfasst 14,22 Quadratkilometer. 44,84 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gliederung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Es existieren keine weiteren Ortschaften und Katastralgemeinden außer Weikersdorf am Steinfelde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Weikersdorf grenzen

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg, die Hauptort für das ganze Nord-Ost-Norikum war.

Später unter den Römern lag das heutige Weikersdorf dann in der Provinz Pannonia.

Weikersdorf wurde 1146 als „Wikkersdorf“ bzw. „Wicherisdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bezeichnung weist auf den althochdeutschen Namen „Wigheri“ (Kampfgenosse) hin, offenbar der Name des Gründers, Besitzers oder Rodungsführers.[1]

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Am 1. April 1945 stehen die russischen Stoßtruppen der 99. Garde-Schützen-Division unmittelbar vor Weikersdorf am Steinfelde. Ein sowjetischer Panzervorstoß kann von den deutschen Verteidigern abgewehrt werden. Danach erfolgt sowjetischer Artilleriebeschuss der Ortschaft. Dem damaligen Bürgermeister, Hermann Laferl, gelingt die Kontaktaufnahme zu den Russen und er kann die kampflose Übergabe des Ortes noch am 2. April 1945 vereinbaren.[2][3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Durch den Neubau von Genossenschaftswohnungen und Viertelhäusern konnte der Zuzug in den letzten Jahren forciert werden – somit sind im Jahr 2008 rund 1000 Einwohner in dieser schönen Gemeinde beheimatet.

Religion[Bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 89,7 % der Einwohner römisch-katholisch und 1,2 % evangelisch. 2,7 % sind Muslime, 0,9 % gehören orthodoxen Kirchen an. 4,8 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
76,02 %
(-4,08 %p)
23,98 %
(n. k.)
n. k.
(-19,9 %p)
2010

2015

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Bürgermeister Manfred Rottensteiner

Bürgermeister der Gemeinde ist Manfred Rottensteiner, Amtsleiterin Ernestine Werger.

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 15, Unabhängige Liste Weikersdorf 4.

Wappen[Bearbeiten]

Wappenweikersdorfamsteinfeld.jpg

Blasonierung: „In einem grünen Feld, das oben von einem mit einem grünen Föhrenzweig belegten goldenen Schildeshaupt und unten von einem schwarzen mit einem goldenen Kreuz belegten Schildesfuß begrenzt wird, ein goldener Zwerchhof mit geschlossenem Tor.“

Die aus dem Gemeindewappen abzuleitenden Farben der Gemeindefahne sind: Schwarz-Gelb-Grün.

Das Recht zur Führung eines Gemeindewappens wurde der Gemeinde Weikersdorf am Steinfelde vom niederösterreichischen Landtag am 3. Juli 1984 verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 gab es 32 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 75 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 gab es 467 Erwerbstätige am Wohnort, die Erwerbsquote lag bei 49,63 Prozent.

Weikersdorf hat sich zum Zentrum für Betriebsansiedlungen in dieser Region entwickelt. Die ideale Lage am Ortsrand und mit direktem Autobahnanschluss zur A2 (Südautobahn) zeichnen das Industriegebiet der Gemeinde aus.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Südostansicht der Pfarrkirche hl. Jakobus d. Ä.
„Steinfeldhof“ an der Hauptstraße
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weikersdorf am Steinfelde
  • Pfarrkirche: Besonders erwähnenswert ist die Pfarrkirche, geweiht dem hl. Jakobus den Älteren
Ursprünglich eine romanische Chorquadratkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, deren Kernsubstanz noch vorhanden ist. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts Bau des Turmes über dem Chorquadrat. Im 15./16. Jahrhundert wurde die Annenkapelle errichtet, die seit 1753 als Sakristei dient. Unter dem Wiener Domherr Franz Zeißler erfolgte 1753 ein Um- und teilweiser Neubau. So wurden unter anderem das dreijochige Langhaus errichtet, der Chor erhöht und der Turm um eine Glockenstube aufgestockt sowie ein barocker Turmhelm aufgesetzt.[4]
  • Steinfeldhof: Die Grundkonzeption stammt aus dem Jahre 1146.

Sport/Freizeit und Tourismus[Bearbeiten]

Ensemble um die Pfarrkirche

Weikersdorf am Steinfelde hat sich mit vielen Einrichtungen immer mehr als Naherholungszentrum profiliert. Die Gemeinde ist auch für die gemütlichen Heurigenschenken und Gasthöfe bekannt.

  • Weinwanderweg: Als südlichste Weinbaugemeinde von Niederösterreich und letzte Weinbaugemeinde in der Thermenregion NÖ Süd, die entlang der ehemaligen römischen Verbindungsstraße liegt, ist der Weinwanderweg ein besonderes Angebot.
  • markierte Wanderwege im angrenzenden Föhrenwald
  • markierte Radwege
  • markierte Reitwege
  • sportliche Angebote wie beispielsweise
    • Laufstrecke Steinfeld
    • Reitstall
    • Fußballplatz
    • Tennisplätze
    • Rollerbladesbahn
    • Eislaufplatz

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weikersdorf am Steinfelde – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chronik. Auf: Weikersdorf.at. Abgerufen 2. Juli 2011.
  2. Hans Egger und Franz Jordan: Brände an der Donau. Leopold Stocker Verlag, ISBN 3-7020-1053-X, Seite 184.
  3. Friedrich Brettner: Die letzten Kämpfe des II. Weltkrieges im südlichen Niederösterreich. Eigenverlag 1999, ISBN 3-9500669-2-6, Seite 90–91.
  4. Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau. Teil 2. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, Seite 2568 f. ISBN 3-85028-365-8.