WWE

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World Wrestling Entertainment, Inc.

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Rechtsform Corporation
ISIN US98156Q1085
Gründung 1963
Sitz Stamford, Connecticut, USA
Leitung
  • Vince McMahon
    (Chairman, CEO, Eigentümer 42 %)[1]
  • Stephanie McMahon
    (CBO)
  • Paul „Triple H“ Levesque
    (EVP – Talent, Live Events, Creative)
  • George Barrios
    (CFO, CSO)
  • Kevin Dunn
    (EVP – Television Production, Executive Producer)
  • Michael Luisi
    (President – WWE Studios)
  • Michelle D. Wilson
    (CMO, CRO)
Mitarbeiterzahl

800 (2016)[2]

Umsatz 729,2 Millionen US-Dollar (2016)[3]
Branche Wrestling, Sport-Unterhaltung
Website wwe.com

Die World Wrestling Entertainment Inc. (WWE) ist ein an der New York Stock Exchange notiertes Medienunternehmen, das vor allem für die Veranstaltung von Wrestling-Shows und -TV-Sendungen bekannt ist und die sie seit 1980 offiziell als „Sports-Entertainment“ vermarktet. Hauptanteilseigner von WWE ist Vincent Kennedy McMahon.

Geschichte

Vorgeschichte

Roderick James „Jess“ McMahon war eigentlich ein Box-Promotor, der im amerikanischen Nordosten beheimatet war. Doch ab etwa 1933 veranstaltete McMahon erstmals Wrestlingshows im „Municipal Stadium“ in Freeport, Long Island. Durch seine Kontakte mit Wrestlinggeschäftsgrößen, wie Raymond Mondt und Ray Fabiani, wurde es seinem Sohn Vince McMahon sr. später möglich, Partnerschaften mit angrenzenden Promotern einzugehen.

1948 wurde Vince Manager der Turner Arena in Washington, D.C., 1952 erwarb er die Rechte an dieser Arena komplett. 1953 schließlich veranstaltete McMahon unter dem Banner von Capitol Wrestling Federation seine erste eigene Wrestlingshow und trat dem Dachverband National Wrestling Alliance bei. Er benannte 1955 die Arena in Capitol Arena um und 1956 wurden die Matches erstmals im DuMont-Network ausgestrahlt. Im gleichen Jahr intensivierte McMahon seine Zusammenarbeit mit Raymond Mondt in New York und am 26. November des Jahres veranstalteten sie ihre erste gemeinsame Show im Madison Square Garden.

1957 eröffnete McMahon in Washington ein zentrales Büro, von dem aus er alles steuerte. Als Organisation wurde die Capitol Wrestling Corporation (CWC) in das Register eingetragen. Teilhaber waren zunächst McMahon und Mondt zu gleichen Teilen. 1961 folgte schließlich die entsprechende Eintragung der Organisation in New York.[4]

Die NWA schuf im Oktober 1948 einen von allen Mitgliedsverbänden anerkannten NWA-World-Heavyweight-Wrestling-Champion-Titel, der weltweit verteidigt werden konnte. Seit dem 30. Juni 1961 war „Nature Boy“ Buddy Rogers der amtierende NWA-Weltmeister.[5] Buddy Rogers stand als NWA-Champion meist bei der CWC unter Vertrag.

Einige Mitglieder der NWA waren jedoch damit unzufrieden, dass es Rogers dadurch selten erlaubt wurde, den Titel auch außerhalb des amerikanischen Nordostens auszukämpfen. Mondt und McMahon wollten, dass Rogers seinen Titel auch weiterhin behielt, und dass dieser die von der NWA geforderte Kaution von 25.000 US-Dollar aufbringen sollte. Es entsprach der üblichen Praxis, dass alle NWA-Titelhalter eine Sicherheitskaution stellen mussten, welche verfiel, wenn sie nicht antraten. Rogers aber war seinerseits nicht bereit, diese Summe aufzubringen – zumal die Summe kurz zuvor von 10.000 auf ebendiese 25.000 US-Dollar erhöht worden war – und so musste er am 24. Januar 1963 im benachbarten Kanada seinen NWA-Championship-Titel an Lou Thesz abgeben.

World Wide Wrestling Federation (1963–1979)

Die ehemaligen Wrestling-Territorien in den USA und Kanada

Aus Protest gegen diese Entscheidung verließ die CWC den NWA-Dachverband und gründete im April des gleichen Jahres die neue Promotion „World Wide Wrestling Federation“ (WWWF), eine zu NWA in Konkurrenz stehende Liga, die kurzfristig unter dem Namen World Wide Wrestling Association mit der National Wrestling Association assoziiert war. Buddy Rogers wurde zum ersten regulären WWWF-Champion ernannt. Laut WWE-Geschichte gab es im April 1963 ein Wrestling-Turnier in Rio de Janeiro, bei dem sich Buddy Rogers im Finale gegen Antonino Rocca durchsetzten und somit erster WWWF-World-Heavyweight-Champion werden konnte. Die Wahrheit ist jedoch, dass der gesundheitlich angeschlagene Rogers (er hatte schon einige Zeit mit Herzproblemen zu kämpfen) den Titel kampflos zugestanden bekam. Bereits einen Monat später, am 17. Mai 1963, verlor Buddy Rogers seinen WWWF-Titel an Bruno Sammartino in weniger als 60 Sekunden.

Da die WWWF aber noch mit der NWA assoziiert war, saß Vince McMahon sr. (der Sohn Roderick McMahons) weiterhin im Aufsichtsrat der National Wrestling Alliance. Auch war die WWWF zu der Zeit noch an ihr Stammterritorium gebunden und durfte ihre Wrestler nicht landesweit antreten lassen. Mitte der 1960er-Jahre verließ Raymond Mondt die Promotion und diese ging nun in den alleinigen Besitz der Familie McMahon über.

Ende 1972 wurde die World Wide Wrestling Federation von Seiten der NWA wieder in den Dachverband aktiv eingebunden und so begann Vince McMahon sr. ab 1973, wieder unter dem alten Banner von NWA Capitol Wrestling Federation seine Shows abzuhalten. Auch wurde in diesem Jahr mit der heutigen Promotion World Wrestling Council auf Puerto Rico eine Suborganisation (engl. Affiliate) von WWWF aufgestellt.

World Wrestling Federation (1979–2002)

Vince McMahon (Chairman, CEO, Eigentümer 42 %)

Im März 1979 wurde die WWWF in World Wrestling Federation umbenannt und nun langsam zur größten Wrestling-Liga der Vereinigten Staaten, indem man begann, kleinere Regionalligen aufzukaufen. McMahon gründete die Firma Titan Sport Inc., die er als Eigentümer der Liga einsetzte.

1980 kaufte Vince McMahon die Titan Sport Inc. von seinem Vater, sowie 1982 auch die CWC. Vince McMahon hatte im Gegensatz zu seinem Vater, der diesbezüglich noch der NWA-Einstellung nahestand, erkannt, dass Wrestling in erster Linie Unterhaltung war. So begann er, die WWF landesweit zu einem sportlich angehauchten Show-Entertainment umzufunktionieren. Die WWF stand damals in unmittelbarer Konkurrenz zur AWA, die sich ebenfalls von der NWA getrennt hatte. Später konnte Vince McMahon diese Wrestling-Liga in seine WWF eingliedern.

Andere NWA-Mitgliedsverbände waren darüber verärgert, dass sich Vince McMahon nicht an das ungeschriebene Gesetz hielt, nur in seinem Territorium TV-Sendungen auszustrahlen. Nachdem McMahon einige finanzstarke Sender auf seine Seite gezogen hatte, liefen WWF-Sendungen wie „All American Wrestling“, „Wrestling Challenge“ und „Superstars of Wrestling“ in den ganzen Vereinigten Staaten und auch in Kanada. Da die WWF nun eine gewisse Größe erreicht hatte, benötigte sie aus ihrer Sicht die Mitgliedschaft in der NWA nicht mehr. So trat 1983 die World Wrestling Federation endgültig aus der National Wrestling Alliance aus.

Mit der Rückkehr Hulk Hogans aus der AWA wurde das Bild der WWF nochmals verändert. Nach 1984, als dieser sich zum ersten Mal den WWF-Heavyweight-Titel sichern konnte, wurde die gesamte WWF und deren Marketing rund um Hogan aufgebaut.

Mit der ersten „Wrestlemania“-Veranstaltung war es der WWF 1985 gelungen, die für die spätere Entwicklung des Wrestlings bedeutendste Großveranstaltung auf die Beine zu stellen. Sie wurde später das Vorbild anderer WWF-Großereignisse. Die Wrestlemania ähnelte zwar der NWA Starrcade, es traten dort aber vor allem die Superstars der WWF auf, während Starrcade zu der Zeit hauptsächlich noch aus Jobber–Kämpfen mit wenigen NWA-Stars bestand. Ab 1985 wurden die Sendungen der WWF auch in das nationale Kabelfernsehen aufgenommen und liefen nun in den gesamten Vereinigten Staaten. In der Folgezeit begann die sogenannte „Rock-’n’-Wrestling-Ära“, die das Unternehmen an die Spitze dieser Unterhaltungsart brachte. Die WWF hat mit ihrem amerikanischen Helden Hulk Hogan einen Publikumsliebling (Babyface) zum Zugpferd gemacht und der Fankult „Hulkamania“ war für das Unternehmen ein Segen. Hulk Hogan hatte die WWF Championship in seiner ersten Regentschaft 1474 Tage inne und diese Zeit wurde von vielen als das „Second Golden Age“ (zu Deutsch „Zweites Goldenes Zeitalter“) des Wrestlings bezeichnet.

Das Hauptquartier der WWE in Stamford, Connecticut (Titan Tower)

Doch fast zehn erfolgreiche Jahre später drohte ein Skandal. Es wurde bekanntgegeben, dass WWF-Superstars wie Hulk Hogan unter dem Verdacht des Steroid-Missbrauchs standen. Die WWF war gezwungen zu reagieren und machte daher 1993 den wesentlich kleineren Bret Hart zum neuen Zugpferd. Die WWF wurde schließlich zu einer Strafe von fünf Millionen US-Dollar verurteilt und die Organisation stand kurz vor dem Bankrott. Vince McMahon kürzte seinen Wrestlern und dem WWF-Personal ihre Gehälter um fast 40 Prozent, was dazu führte, dass viele ehemalige WWF-Superstars sich zwischen 1993 und 1995 bei der WCW verpflichteten. Um an frisches Geld für die Liga zu kommen, wurde die WWF schließlich in ein Börsen-notiertes Unternehmen umgewandelt.

Um den nun entstandenen Quotenkrieg gegen die WCW gewinnen zu können, begann 1997/98 die „Attitude-Ära“, die Superstars wie The Rock und Steve Austin hervorbrachte. Die WWF strahlte mehr Gewalt, Schimpfwörter und unerwartete Wendungen aus, um mit der WCW zu konkurrieren. Nachdem Bret Hart im Anschluss an den „Montreal Screwjob“-Vorfall zur WCW gewechselt war, nutzte Vince McMahon die resultierende Antipathie gegen ihn und schuf den Charakter des „Mr. McMahon“ mit dem Gimmick eines „skrupellosen Bösewichts“ und diktatorischen Herrschers der WWF. Er bevorzugte Heels, die „gut fürs Geschäft“ waren, und verabscheute „missratene“ Faces wie Steve Austin.

Dies führte schließlich zur Fehde zwischen Austin gegen McMahon und war, neben der Formierung der D-Generation X, die Grundlage der Attitude-Ära. Die Attitude-Ära kennzeichnet außerdem die Monday Night Wars, bei denen beide Wrestlingpromotions, WCW und WWF, Montag-Nacht-Shows hatten und gegeneinander um die Einschaltquoten kämpften. Viele neue Gesichter kamen zur WWF, wie Mick Foley, Chris Jericho, The Rock, Kane und der olympische Goldmedaillen-Gewinner von 1996 Kurt Angle. Auch wurde nun die Zielgruppe der WWF geändert: Standen vor dieser „Attitude-Ära“ hauptsächlich Kinder und Jugendliche im Fokus, wurden nun auch die Altersgruppen darüber ins Auge gefasst.

Um neue Zuschauer zu gewinnen, gründete die WWF im Jahr 2000 eine eigene Football-Liga. Diese wurde aber nach finanziellen Rückschlägen wieder eingestellt. 2001 konnte die World Wrestling Federation die Ligen World Championship Wrestling und Extreme Championship Wrestling erwerben und stieg damit zum weltweiten Marktführer im Wrestling-Bereich auf.

World Wrestling Entertainment (seit 2002)

Paul „Triple H“ Levesque (EVP – Talent, Live Events, Creative) und Stephanie McMahon Levesque (CBO)

Im Mai 2002 verlor die World Wrestling Federation einen Rechtsstreit gegen den World Wide Fund for Nature, einer internationalen Umweltorganisation, um die Verwendung des Kürzels „WWF“ und der Internet-URL „WWF.com“ und musste sich daraufhin in World Wrestling Entertainment (WWE) umbenennen.

Durch dieses Urteil wurde die WWE zu weitreichenden Maßnahmen gezwungen. So mussten bei allen DVDs, die nach 2002 produziert wurden und alte Szenen aus der WWF-Zeit enthalten (was auf den meisten Compilation-DVDs über bekannte Wrestler der Fall ist), das WWF-Logo aus der Attitude-Ära nachträglich verpixelt werden, sodass es entweder komplett unkenntlich ist oder nur noch ein „WW“, darstellt, d. h. die rechte Seite des Logos unkenntlich gemacht wurde. Auf Merchandising-Artikeln musste das WWF-Scratch-Logo der Attitude-Ära ausgetauscht werden, wenn diese nach 2002 produziert und verkauft wurden. Dieses Urteil betrifft allerdings nur das „Scratch-Logo“ der Attitude-Era, alle anderen WWF-Logos waren davon nicht betroffen und konnten auch nach 2002 verwendet werden, wie dies zum Beispiel bei der RAW „Old School“-Ausgabe am 15. November 2010 tat. Auch die Namen der Championships der Liga wurden dem Urteil entsprechend angepasst: so wurde beispielsweise die „WWF Championship“ zur „WWE Championship“.

Im August 2012 gab die WWE bekannt, dass man sich mit dem World Wide Fund For Nature darauf geeinigt habe, das alte „Scratch-Logo“ im Fernsehen wieder unverdeckt zeigen zu dürfen.[6] Dies hat im Hinblick auf das WWE Network, den hauseigenen Video-On-Demand-Service, eine nicht unerhebliche Bedeutung, da man sich so Kosten für die Bearbeitung des Videomaterials in den Archiven der WWE spart.

Kurz vor dem Gerichtsurteil gab es die Brand Extension, in der man den Kader in zwei Shows unterteilte: RAW und SmackDown. Von 2002 bis 2011 gab es den sogenannten WWE Draft, eine Art Besetzungswechsel, bei dem die Wrestler die Brands wechseln können. Der WWE Draft findet seit der Einführung des SuperShow-Konzeptes im Jahr 2011 nicht mehr statt, da alle Wrestler in allen Shows je nach Bedarf eingesetzt werden und auch alle Titel dort verteidigen können.

Im Mai 2006 gab man bekannt, dass man Extreme Championship Wrestling als dritten Brand einführen würde. Ab Juni lief die ECW-Show jeden Dienstagabend auf Syfy und seit Januar 2008 wurden alle Sendungen der WWE und den drei Rostern in HDTV produziert und gesendet. Am 16. Februar 2010 wurde die ECW endgültig eingestellt. Auf dem Sendeplatz wurde nun WWE NXT als neueste Sendung ausgestrahlt.

Seit Januar 2008 werden alle Shows der WWE in HDTV produziert und ausgestrahlt („presented in WWE HD“). Die HD-Versionen der WWE-Shows wurden von Januar 2012 bis April 2014 auch in Deutschland auf Sky und mittlerweile auf ProSieben MAXX (Monday Night RAW und SmackDown Live) ausgestrahlt.[7]

Neben den Wrestling-Shows produzieren die WWE Studios, eine Tochterfirma der WWE Inc. auch mehrere Kinofilme, unter anderem Der Hammer (No Holds Barred) mit Hulk Hogan, See No Evil mit Kane, The Marine mit John Cena, Die Todeskandidaten (The Condemned) mit Steve Austin, Zwölf Runden (12 Rounds) mit John Cena, The Marine 2 mit Ted DiBiase Jr. und The Marine 3 mit The Miz.

Ein WWE Wrestling Ring (Squared Circle), 2018

Anfang April 2011 wurde offiziell bekanntgegeben, dass das Unternehmen nur noch als WWE firmiert, sowohl auf DVD- und Blu-ray-Produktionen sowie bei Fernsehübertragungen und auf seiner Website. Damit will Vince McMahon der Marke einen neuen Anstrich geben und zunehmend mehr in die Medien- und Unterhaltungsbranche einsteigen. Zu diesem Zweck sollen einige Unternehmen in der Branche aufgekauft werden. Die WWE erhofft sich dadurch ein Wachstum des Geschäftsmodells.

Am 29. August 2011 gab die WWE bekannt, die bis dahin offiziell geltende Trennung der Kader zu lockern, so dass die Wrestler bei allen Shows und Veranstaltungen der WWE gemeinsam auftreten und die Titel in allen Shows verteidigt werden konnten. Dazu wurde aus der RAW-Show die „RAW SuperShow“, um das neue Konzept auch im Namen zu verdeutlichen. Bei der 1000. Folge von RAW am 23. Juli 2012 wurde der Zusatz „SuperShow“ wieder aus dem Sendungsnamen entfernt, das Konzept wird weiterhin aufrechterhalten.

Mit dem 19. Juli 2016 wurde, neben der Umwandlung von Smackdown in eine Live-Sendung, der WWE Draft wieder eingeführt, wodurch Raw und Smackdown Live erneut über unterschiedliche Kader verfügen.[8]

Seit dem 8. November 2013 betreibt WWE ein Büro in München. Dieses Büro vertritt das Unternehmen in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei der Veranstaltungsplanung und soll Anlaufpunkt für die Fans sein. Mit der Leitung wurde Stefan Kastenmüller beauftragt.[9][10]

Wöchentliche Shows

RAW hatte seine Premiere am 11. Januar 1993 auf dem Sender USA Network. SmackDown hatte seine Premiere am 29. April 1999 auf dem Sender UPN. Nach dem Aufkauf der WCW durch die WWE ging es schleichend bergab mit RAW, da die starke Konkurrenz fehlte und die Attitude-Era 2002 endete. Aus diesem Grund gab man SmackDown mehr und mehr das Image einer „Konkurrenzshow“ zu RAW, da man das Interesse der Fans durch die scheinbare Konkurrenz zwischen beiden Shows wieder etwas beleben wollte.

Show Tag Sender
Raw Montag USA Network
SmackDown Live Dienstag USA Network
205 Live Dienstag WWE Network
NXT Mittwoch WWE Network
Main Event Mittwoch Hulu Plus
Draft

Als die WWE ihren Kader 2002 auf die beiden Shows SmackDown und RAW aufteilte, wurde der erste Draft abgehalten. Zwischen 2004 und 2011 fand er jährlich statt. Mit der Wiedereinführung der Rostertrennung zwischen SmackDown und RAW im Jahr 2016 wurde auch der WWE Draft wieder eingeführt.

WWE Network

Verfügbarkeit des WWE Networks weltweit
  • verfügbar
  • nicht verfügbar
  • Im Januar 2014 startete der WWE Network genannte Video-On-Demand-Dienst in den Vereinigten Staaten und wurde Schritt für Schritt in weiteren Ländern zugänglich gemacht. Die Videoplattform enthält alle PPVs der WWE, WWF, ECW und WCW sowie fast alle Folgen von RAW und SmackDown und diverse Eigenproduktionen und strahlt alle PPVs der Promotion live aus.

    Das WWE Network startete in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 5. Januar 2016, da man hier zunächst den laufenden Vertrag mit ProSiebenSat.1 erfüllte, der der Mediengruppe aus Unterföhring die Exklusivausstrahlung der PPVs über Maxdome zusicherte. Der letzte auf Maxdome ausgestrahlte PPV war WWE Tables, Ladders and Chairs im Dezember 2015, danach zog sich Maxdome aus dem WWE-PPV-Geschäft zurück[11].

    Pay-Per-View Events

    Das Set von WrestleMania 34, 2018

    Die monatlichen Großveranstaltungen der WWE werden als Pay-per-View, kurz PPV, international im Fernsehen übertragen. PPVs machen ein Viertel des Gesamtumsatzes der WWE aus. In Deutschland kann man diese Großveranstaltungen auf dem WWE Network live sehen. Hervorzuheben sind dabei die vier ursprünglichen Großveranstaltungen (Royal Rumble, WrestleMania, SummerSlam, Survivor Series), die auch heute noch die aufwendigsten und größten des Jahres sind und auch als Big Four bezeichnet werden.

    Bis zum Jahr 1995 war die Anzahl der PPVs auf fünf begrenzt: Royal Rumble im Januar, WrestleMania im März oder April, King of the Ring im Juni, SummerSlam im August und die Survivor Series im November. Am 14. Mai 1995 veranstaltete die WWF In Your House: Premiere und brach damit die Tradition. Bis ins Jahr 1999 wurde zwischen den traditionellen PPVs ein In-Your-House-PPV mit jeweils einem neuen Untertitel veranstaltet (zum Beispiel In Your House: Mind Games 1996).

    Daraufhin startete die WWF die monatlichen PPVs mit einem jeweils festen Namen. Fast ein Jahr nach dem Rostersplit im Jahr 2002 wurden die PPVs zwischen den Rostern RAW und SmackDown aufgeteilt. Damit aber jedes Roster zusätzlich zu den Big Four die gleiche Anzahl an PPVs hatte, wurde King of the Ring abgeschafft. Die Zahl der Großveranstaltungen konnte auch variieren, da man zeitweise mit New Years Revolution (2005–2007), ECW One Night Stand (2005–2008), ECW November to remember (2006) oder Great American Bash (2004–2009) auf mehr als zwölf PPVs pro Jahr kam.

    Seit 2014 veranstaltet WWE mit dem Kader der hauseigenen Entwicklungsliga NXT Specials unter dem Namen NXT TakeOver. Diese werden zwar nach einem ähnlichen Konzept ausgetragen, jedoch nicht als PPV veröffentlicht.

    Nach der Rückkehr des Rostersplits am 19. Juli 2016 veranstalten RAW und SmackDown wieder ihre jeweils eigenen PPVs. Der erste reine SmackDown-PPV nach dem erneuten Rostersplit Backlash wurde am 11. September 2016, der erste RAW-PPV Clash of Champions zwei Wochen später am 25. September 2016 veranstaltet. An den Big Four sind weiterhin beide Brands beteiligt.

    Für diese Big Four-PPVs wurde zudem mit der Survivor Series im November 2016 ein neues Konzept eingeführt: Das Rahmenprogramm für die eigentliche Show startet nun mit einem NXT TakeOver-Special am Samstag, bevor am Sonntag der PPV stattfindet. Am darauffolgenden Montag folgt zunächst eine live gesendete RAW-Ausgabe, bevor eine Live-Ausgabe von SmackDown am Dienstag das Programm beschließt. Alle diese vier Veranstaltungen werden am gleichen Ort ausgetragen, womit die Big Four noch mehr als bisher über die anderen PPV-Events gestellt werden sollen.

    Pay-Per-View Events 2018

    Event[12] Datum Arena Ort Hauptkampf
    Royal Rumble 28. Januar 2018 Wells Fargo Center Philadelphia, PA 30-Woman-Royal-Rumble-Match
    Elimination Chamber 25. Februar 2018 T-Mobile Arena Las Vegas, NV Elimination Chamber Match
    Fastlane 11. März 2018 Nationwide Arena Columbus, OH AJ Styles (c) vs. John Cena vs. Kevin Owens vs.

    Sami Zayn vs. Dolph Ziggler vs. Baron Corbin

    WrestleMania 8. April 2018 Mercedes-Benz Superdome New Orleans, LA Brock Lesnar (c) vs. Roman Reigns
    Greatest Royal Rumble 27. April 2018 King Abdullah Sports City Stadium Dschidda, Saudi-Arabien 50-Man Royal-Rumble-Match
    Backlash 6. Mai 2018 Prudential Center Newark, NJ Roman Reigns vs. Samoa Joe
    Money in the Bank 17. Juni 2018 Allstate Arena Rosemont, IL Men's Money in the Bank Ladder Match
    Extreme Rules 15. Juli 2018 PPG Paints Arena Pittsburgh, PA Dolph Ziggler (c) vs. Seth Rollins
    SummerSlam 19. August 2018 Barclays Center Brooklyn, NY Brock Lesnar (c) vs. Roman Reigns
    Hell in a Cell 16. September 2018 TBA Nashville, TN Roman Reigns (c) vs. Braun Strowman
    Super Show-Down 6. Oktober 2018 Melbourne Cricket Ground Melbourne, Australien TBD
    Evolution 28. Oktober 2018 Nassau Veterans Memorial Coliseum Uniondale, New York TBD
    Crown Jewel 2. November 2018 King Fahd International Stadium Riyadh, Saudi-Arabien TBD
    Survivor Series 18. November 2018 Staples Center Los Angeles, CA TBD
    TLC: Tables, Ladders & Chairs 16. Dezember 2018 TBA San Jose, CA TBD

    Pay-Per-View Events 2019

    Event Datum Arena Ort Hauptkampf
    Royal Rumble 27. Januar 2019 Chase Field Phoenix, Arizona TBD
    WrestleMania 7. April 2019 MetLife Stadium East Rutherford, New Jersey TBD

    Entwicklungs-Liga

    NXT ist die Entwicklungsliga der WWE mit Sitz in Winter Park, Orlando, Florida. Sie wurde im August 2012 als Nachfolger für die Florida Championship Wrestling gegründet.

    Performance Center

    Das Performance Center ist die offizielle professionelle Wrestlingschule der WWE sowie eine Trainings-, Sportwissenschaft- und Sportmedizineinrichtung. Es befindet sich in Orlando, Florida in der Nähe von Full Sail University, Heimatbasis von NXT. Eröffnet wurde es am 11. Juli 2013 und es ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

    Roster

    Die Belegschaft umfasst professionelle Wrestler und Wrestlerinnen („Superstars“), Manager, Trainer, Ringrichter, Ringsprecher, Kommentatoren und administratives Personal. Die hauseigene Nachwuchs-Promotion NXT dient als Aufbauliga (Development-Liga) und Wrestlingschule für junge Talente.

    In den wöchentlichen Shows und bei PPVs kämpfen die Superstars um Titel. Diese sind die World-Titles, Midcard-Titles und Tag Team Titles. An die weiblichen Superstars werden die Women’s-Titles vergeben.

    Hall of Fame

    Im Jahre 1993 wurde die damalige WWF Hall of Fame mit ihrem ersten Mitglied, André René Roussimoff (André the Giant), der wenige Monate zuvor gestorben war, gegründet.

    Außerhalb des Wrestlings

    WWE Studios

    Seit 2002 erstellt und entwickelt die WWE auch Filme. Früher bekannt als WWE Films.

    WWE Music Group

    Stellt die Einzugsmusik der WWE Superstars her. Die Music Group veröffentlicht auch diese Titel.

    WWE Home Video

    Ist spezialisiert auf die Verteilung von VHS-, DVD- und Blu-ray Disc-Kopien von WWE-Pay-per-View-Veranstaltungen und Zusammenstellungen von Biografien.

    WWE Games

    Ist eine Serie von WWE Videospiele. Seit 2013 ist 2K Sports der offizielle Videospiel-Publisher. Die Spiele in der Serie werden hauptsächlich von der japanischen Firma Yukes entwickelt.

    WWE Books

    Veröffentlicht Biographien von und über WWE-Persönlichkeiten.

    WWE Magazine

    Ursprünglich veröffentlichte die WWE monatlich ein Magazin. Seit 2014 werden nur noch Sonderausgaben veröffentlicht.

    Siehe auch

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. Power-Wrestling.de – Linda McMahon tritt als Vorsitzende zurück und kandidiert
    2. http://corporate.wwe.com/news/media/economic_impact.jsp
    3. http://corporate.wwe.com/documents/q1-2012.pdf
    4. National Wrestling Alliance – The Untold Story of the Monopoly that Strangled Pro Wrestling. (Tim Hornbaker)
    5. genickbruch.com
    6. Meldung auf power-wrestling.de. (mittlerweile nicht mehr erreichbar)
    7. Sky-verliert-WWE-an-ProSiebenSat-1. – Meldung auf www.digitalfernsehen.de
    8. sport1.de: WWE Draft bei SmackDown Live: So läuft der Neustart|Wrestling. abgerufen am 27. Juli 2016
    9. de.wwe.com: Bericht zur Büroeröffnung in München. abgerufen am 5. Dezember 2013
    10. cagematch.de: Bericht zur Büroeröffnung in München. abgerufen am 6. Dezember 2013
    11. Maxdome zieht sich aus der WWE- und UFC-Liveübertragung zurück
    12. WWE Pay Per View Events 2018