Zygmunt Bauman

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Zygmunt Bauman (2013)

Zygmunt Bauman (geboren am 19. November 1925 in Posen, Polen; gestorben am 9. Januar 2017 in Leeds, England) war ein polnisch-britischer Soziologe und Philosoph.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges lebte Bauman im westpolnischen Posen. Bei der deutschen Besetzung floh seine jüdische Familie[1] in die Sowjetunion. Dort besuchte er ein Internat und trat der kommunistischen Jugendorganisation Komsomol bei. 1942 begann Bauman ein Studium in Gorki. 1944 wurde er mobilisiert, als Inspektor der Miliz nach Moskau abkommandiert und später als Politoffizier bei einem aus deportierten Polen bestehenden Regiment der Polnischen Streitkräfte in der Sowjetunion eingesetzt.[1]

Zwischen 1945 und 1953 war er politischer Offizier (zuletzt als Major) im Korpus Bezpieczeństwa Wewnętrznego (Internes Sicherheitskorps des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit), das unter anderem den polnischen antikommunistischen Widerstand bekämpfte. Gleichzeitig war er in den Jahren 1945–1948 unter dem Decknamen „Semjon“ als Agent des Militärischen Informationsdienstes (Informacja Wojskowa) registriert.[2]

Zygmunt Bauman auf der re:publica 2015

Wegen der Westkontakte seines zionistische Positionen vertretenden Vaters wurde er 1953 entlassen. Er selbst lehnte dessen Positionen ab.

Nach 1956 promovierte er und habilitierte sich 1960 an der Universität Warschau. Dort war er bereits seit 1954 Dozent für Soziologie und wurde 1962 als Professor Nachfolger von Julian Hochfeld (1911–1966), der neben Stanisław Ossowski zu seinen akademischen Lehrern gehörte. Anfang Januar 1968 trat er aus Protest aus der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei aus, deren Mitglied er seit seinen Studienzeiten gewesen war. Nach den März-Unruhen 1968 und der einsetzenden antisemitischen Hetzkampagne verlor er seine Anstellung an der Universität Warschau und emigrierte nach Israel.

1971 erhielt Bauman einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der University of Leeds in Großbritannien, den er bis 1990 innehatte. Bis zu seinem Tod lebte Bauman als emeritierter Professor in Leeds und ging seiner Publikationstätigkeit nach. Er war 61 Jahre lang mit der Autorin Janina Bauman (gestorben 2009) verheiratet. Seit ihrem Tod lebte er mit Aleksandra Jasińska-Kania, der Tochter des ehemaligen polnischen stalinistischen Parteichefs Bolesław Bierut, zusammen.[3]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund politischer Ereignisse musste Bauman zweimal in seinem Leben auswandern bzw. flüchten. Vor den Nazis ist er zusammen mit seiner Familie 1939 in die Sowjetunion geflohen und kämpfte als polnischer Soldat gegen die Wehrmacht. Bauman hat tiefgreifende Erfahrungen mit Krieg, Nationalsozialismus, Stalinismus und Demokratie durchlebt, die er in seinen Theorien vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse thematisiert. Totalität, Überwachung, Herrschaft, Ausgrenzung und Anpassung sind immer wiederkehrende Themenmotive in seinen Werken.

Weltweit bekannt auch über die Grenzen seines Fachs hinaus wurde er seit Ende der 1980er Jahre vor allem mit Studien über den Zusammenhang zwischen der Kultur der Moderne und dem Totalitarismus, vor allem dem deutschen Nationalsozialismus und dem Holocaust. Für Bauman war der Holocaust einer von mehreren Wegen, die die europäische Aufklärung einschlagen konnte. Indem er den Holocaust zum integralen – grundsätzlich jederzeit wiederholbaren – Bestandteil der europäischen Moderne erklärte, gelang ihm gleichsam dessen „Historisierung“. In seine Arbeiten zur Entstehung des Holocaust aus der nach nationalen Kriterien geordneten Staatenwelt der Moderne flossen Thesen des Politologen Benedict Anderson ein.

Während Bauman in den 1990er Jahren zahlreiche Arbeiten zum Diskurs der Postmoderne vorlegte, befasste er sich zuletzt vor allem mit der neuartigen Kontingenz, die die Lebensverhältnisse der „liquiden“, also „verflüssigten“ Moderne kennzeichnet. Zur Betonung des „flüssigen“ Zustandes der Gegenwart charakterisiert Bauman den Unterschied zwischen der „schweren“ Moderne und der „leichten“ Postmoderne, exemplarisch an dem Phänomen der Macht. In Anlehnung an den Entwurf des Panopticon als Schlüsselmetapher moderner Machtverhältnisse von Michel Foucault bezeichnet Bauman den heutigen Zustand der Macht als „post-panoptisch“.[4] Macht bewegt sich für Bauman in der Postmoderne mit der Geschwindigkeit elektronischer Signale, ist also schwer greifbar, exterritorial und physisch unabhängig. Sie rinnt im Sinne von Bauman durch Raum und Zeit, aber vor allem hält sie sich nicht an die nationalen Grenzen, die einst in der Moderne durch Kriege, Grenzkontrollen und von Machtblöcken streng verteidigt wurden.

In seinem Werk Gemeinschaften entwickelt er diese Ansätze weiter: Die Eliten üben keine direkte Kontrolle mehr aus und die verpflichtende Kraft von Bindungen und Normen lässt nach. An deren Stelle treten die Versuchungen und Verlockungen des Überflusses: Die von außen gelenkte Marschkolonne wird vom Schwarm ersetzt. Die liquide Moderne kennt keine Vision eines gerechten Endzustands der Welt mehr. Die Eliten ziehen sich aus der Welt zurück, geben ihre Ambitionen zur Aufrechterhaltung der sozialen Normen und zur Schaffung einer neuen Ordnung auf und werden quasi exterritorial. Macht beruht nunmehr nicht mehr auf Herrschaft, sondern auf Gruppenidentität durch Distanzierung, auf dem Bestreben, sich abzugrenzen und oberflächliche Differenzen zur Geltungmachung individueller Rechte zu nutzen. Entlang der Differenzen bilden sich neue Gemeinschaften, die sich mit universalistischem Anspruch auf die Menschenrechte berufen. Eine Folge sind die heftigen "Anerkennungs-Kriege", also extreme Emanzipations- und Identitätskämpfe, welche die Postmoderne prägen: Die Verteidigung kleiner Gemeinschaften erscheint wichtiger als alle anderen Verpflichtungen und führt zu Ausgrenzungen und Einschränkungen der Freiheit.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauman erhielt 1989 den Amalfi-Preis sowie 1998 den Theodor-W.-Adorno-Preis. 2010 wurde er mit dem Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Kommunikation und Humanwissenschaften (gemeinsam mit Alain Touraine) geehrt. 2013 verweigerte Bauman die Annahme der Ehrendoktorwürde der Universität Breslau, nachdem es Vorwürfe gegeben hatte, er habe sich nie für seine Mitwirkung im stalinistischen Repressionsapparat entschuldigt.[6] 2014 verlieh ihm die Deutsche Gesellschaft für Soziologie den Preis für ein „hervorragendes wissenschaftliches Lebenswerk“; Laudator war Ulrich Beck.[7]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polnische Periode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1957: Zagadnienia centralizmu demokratycznego w pracach Lenina [Fragen des demokratischen Zentralismus in den Werken Lenins]. Warszawa: Książka i Wiedza.
  • 1959: Socjalizm brytyjski: Źródła, filozofia, doktryna polityczna [Der britische Sozialismus: Quellen, Philosophie, politische Doktrin]. Warszawa: Państwowe Wydawnictwo Naukowe.
  • 1960: Klasa, ruch, elita: Studium socjologiczne dziejów angielskiego ruchu robotniczego [Klasse, Bewegung, Elite: Eine soziologische Studie zur Geschichte der englischen Arbeiterbewegung]. Warszawa: Państwowe Wydawnictwo Naukowe.
  • 1960: Z dziejów demokratycznego ideału [Aus der Geschichte des demokratischen Ideals]. Warszawa: Iskry.
  • 1960: Kariera: cztery szkice socjologiczne [Karriere. Vier soziologische Skizzen]. Warszawa: Iskry.
  • 1961: Z zagadnień współczesnej socjologii amerykańskiej [Fragen der modernen amerikanischen Soziologie]. Warszawa: Książka i Wiedza.
  • 1962 (mit Szymon Chodak, Juliusz Strojnowski, Jakub Banaszkiewicz): Systemy partyjne współczesnego kapitalizmu [Parteisysteme des modernen Kapitalismus]. Warsaw: Książka i Wiedza.
  • 1962: Społeczeństwo, w którym żyjemy [Die Gesellschaft, in der wir leben]. Warsaw: Książka i Wiedza.
  • 1962: Zarys socjologii. Zagadnienia i pojęcia [Umriss der Soziologie. Fragen und Begriffe]. Warszawa: Państwowe Wydawnictwo Naukowe.
  • 1963: Idee, ideały, ideologie [Ideen, Ideale, Ideologien]. Warszawa: Iskry.
  • 1964: Zarys marksistowskiej teorii społeczeństwa [Umriss der marxistischen Gesellschaftstheorie]. Warszawa: Państwowe Wydawnictwo Naukowe.
  • 1964: Socjologia na co dzień [Soziologie für den Alltag]. Warszawa: Iskry.
  • 1965: Wizje ludzkiego świata. Studia nad społeczną genezą i funkcją socjologii [Visionen einer menschlichen Welt. Studien über die gesellschaftliche Genese und Funktion der Soziologie]. Warszawa: Książka i Wiedza.
  • 1966: Kultura i społeczeństwo. Preliminaria [Kultur und Gesellschaft. Preliminarien]. Warszawa: Państwowe Wydawnictwo Naukowe.

Britische Periode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: Between Class and Elite. The Evolution of the British Labour Movement. A Sociological Study. Manchester: Manchester University Press ISBN 0-7190-0502-7, (polnisches Original 1960)
  • 1973: Culture as Praxis. London: Routledge & Kegan Paul. ISBN 0-7619-5989-0.
  • 1976: Socialism: The Active Utopia. New York: Holmes and Meier Publishers. ISBN 0-8419-0240-2.
  • 1976: Towards a Critical Sociology: An Essay on Common-Sense and Emancipation. London: Routledge & Kegan Paul. ISBN 0-7100-8306-8.
  • 1978: Hermeneutics and Social Science: Approaches to Understanding. London: Hutchinson. ISBN 0-09-132531-5.
  • 1982: Memories of Class: The Pre-history and After-life of Class. London/Boston: Routledge & Kegan Paul. ISBN 0-7100-9196-6.
  • c1985 Stalin and the peasant revolution: a case study in the dialectics of master and slave. Leeds: University of Leeds Department of Sociology. ISBN 0-907427-18-9.
  • 1987: Legislators and interpreters – On Modernity, Post-Modernity, Intellectuals. Ithaca, N.Y.: Cornell University Press. ISBN 0-8014-2104-7.
  • 1988: Freedom. Philadelphia: Open University Press. ISBN 0-335-15592-8.
  • 1989: Modernity and The Holocaust. Ithaca, N.Y.: Cornell University Press. ISBN 0-8014-2397-X
    (dt. Übers. Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust, Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 1992. ISBN 3-434-50015-4.) Siehe dazu Thomas Etzemüller: Ambivalente Metaphorik. Ein kritischer Rückblick auf Zygmunt Baumans »Dialektik der Ordnung« (1989). In: Zeithistorische Forschungen 14 (2017), S. 177-183.
  • 1990: Paradoxes of Assimilation. New Brunswick: Transaction Publishers.
  • 1990: Thinking Sociologically. An introduction for Everyone. Cambridge, Mass.: Basil Blackwell. ISBN 0-631-16361-1.
    (dt. Übers. Vom Nutzen der Soziologie, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2000, ISBN 3-518-11984-2.)
  • 1991: Modernity and Ambivalence. Ithaca, N.Y.: Cornell University Press. ISBN 0-8014-2603-0.
    (dt. Übers. Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit, Hamburg: Junius, 1992, ISBN 3-88506-204-6.)
  • 1992: Intimations of Postmodernity. London, New York: Routhledge. ISBN 0-415-06750-2.
    (dt. Übers. Ansichten der Postmoderne, Hamburg: Argument-Verlag 1995, ISBN 3-88619-239-3.)
  • 1992: Mortality, Immortality and Other Life Strategies. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-1016-1.
    (dt. Übers. Tod, Unsterblichkeit und andere Lebensstrategien, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch-Verlag, 1994, ISBN 3-596-12326-7.)
  • 1993: Postmodern Ethics. Cambridge, MA: Basil Blackwell. ISBN 0-631-18693-X.
    (dt. Übers. Postmoderne Ethik, Hamburger Edition, Hamburg 1995, ISBN 3-930908-22-0.)
  • 1994: Dwa szkice o moralności ponowoczesnej [Zwei Skizzen über postmoderne Moral]. Warszawa: IK.
  • 1995: Life in Fragments. Essays in Postmodern Morality. Cambridge, MA: Basil Blackwell. ISBN 0-631-19267-0.
    (dt. Übers. Flaneure, Spieler und Touristen. Essays zu postmodernen Lebensformen, Hamburg: Hamburger Edition, 1997, ISBN 3-930908-30-1.)
  • 1996: Alone Again – Ethics After Certainty. London: Demos. ISBN 1-898309-40-X.
  • 1997: Postmodernity and its discontents. New York: New York University Press. ISBN 0-7456-1791-3.
    (dt. Übers. Das Unbehagen in der Postmoderne, Hamburg: Hamburger Edition 1999, ISBN 3-930908-45-X.) [Rezensionen: Gerd Roellecke in: FAZ, 23. März 1999; C. Geulen in: SZ, 27./28. März 1999]
  • 1997: Ciało i przemoc w obliczu ponowoczesności [Körper und Gewalt angesichts der Postmoderne]. Toruń: Wydawnictwo Naukowe Uniwersytetu Mikołaja Kopernika. ISBN 83-231-0654-1.
  • 1997: (mit Roman Kubicki, Anna Zeidler-Janiszewska) Humanista w ponowoczesnym świecie – rozmowy o sztuce życia, nauce, życiu sztuki i innych sprawach [Ein Humanist in der postmodernen Welt – Gespräche über die Kunst des Lebens, die Wissenschaft, das Leben der Kunst und andere Themen]. Warszawa: Zysk i S-ka. ISBN 83-7150-313-X.
  • 1998: Work, consumerism and the new poor. Philadelphia: Open University Press. ISBN 0-335-20155-5.
  • 1998: Globalization: The Human Consequences. New York: Columbia University Press. ISBN 0-7456-2012-4.
    (dt. Übers. Der Mensch im Globalisierungskäfig, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2003, ISBN 3-518-12125-1.)
  • 1999: In Search of Politics. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-2172-4.
    (dt. Übers. Die Krise der Politik. Fluch und Chance einer neuen Öffentlichkeit, Hamburg: Hamburger Edition 2000, ISBN 3-930908-60-3.)
  • 2000: Liquid Modernity. Cambridge: Polity Press ISBN 0-7456-2409-X.
    (dt. Übers. Flüchtige Moderne, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2003, ISBN 3-518-12447-1.)
  • 2001: Community. Seeking Safety in an Insecure World. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-2634-3.
    (dt. Übers. Gemeinschaften: Auf der Suche nach Sicherheit in einer bedrohlichen Welt, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2009, ISBN 978-3-518-12565-6.)
  • 2001: The Individualized Society. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-2506-1.
  • 2001 (mit Keith Tester): Conversations with Zygmunt Bauman. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-2664-5.
  • 2001 (mit Tim May): Thinking Sociologically, 2nd edition. Oxford: Blackwell Publishers. ISBN 0-631-21929-3.
  • 2002: Society Under Siege. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-2984-9.
  • 2003: Liquid Love: On the Frailty of Human Bonds, Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-2489-8.
  • 2003: City of fears, city of hopes. London: Goldsmith's College. ISBN 1-904158-37-4.
  • 2004: Wasted Lives. Modernity and its Outcasts. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3164-9.
    (dt. Übers. Verworfenes Leben. Die Ausgegrenzten der Moderne, Hamburg: Hamburger Edition 2005, ISBN 3-936096-57-0, Bonn: Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung 2005, ISBN 3-89331-649-3. Rezension von Jens Kastner: Der Staat und der Abfall. Jungle World 43/2006, 26. Oktober 2005.)
  • 2004: Europe: An Unfinished Adventure. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3403-6.
  • 2004: Identity: Conversations with Benedetto Vecchi. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3308-0.
  • 2005: Liquid Life. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3514-8.
    (dt. Übers. Leben in der flüchtigen Moderne, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2007, ISBN 978-3-518-12503-8.)
  • 2006: Liquid Fear. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3680-2.
  • 2006: Moralność w niestabilnym świecie [Moral in einer instabilen Welt]. Poznań: Księgarnia św. Wojciecha. ISBN 83-7015-863-3.
  • 2007: Liquid Times: Living in an Age of Uncertainty. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3987-9.
    (dt. Übers. Flüchtige Zeiten: Leben in der Ungewissheit, Hamburg: Hamburger Edition, 2008, ISBN 978-3-936096-92-7.)
  • 2007: Consuming Life. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-3979-8.
    (dt. Übers. Leben als Konsum, Hamburg: Hamburger Edition, 2009, ISBN 978-3-86854-211-0.)
  • 2008: Does Ethics Have a Chance in a World of Consumers? (Institute for Human Sciences Vienna Lecture Series). Cambridge, Mass.: Harvard University Press. ISBN 978-0-674-02780-0.
  • 2008: The Art of Life. Cambridge: Polity Press. ISBN 0-7456-4326-4.
    (dt. Übers. Wir Lebenskünstler, Berlin: Suhrkamp, 2010, ISBN 978-3-86854-211-0.)
  • 2009: Living on Borrowed Time: Conversations with Citlali Rovirosa-Madrazo. Cambridge: Polity. ISBN 978-0-7456-4738-8.
  • 2009 (mit Anna Zeidler-Janiszewska, Roman Kubicki): Życie w kontekstach. Rozmowy o tym, co za nami, i o tym, co przed nami [Leben in Kontexten. Gespräche über das, was hinter uns liegt, und das, was vor uns liegt]. Warszawa: Wydawnictwo Akademickie i Profesjonalne ISBN 978-83-61408-77-2.
    (dt. Auszüge des Buches veröffentlicht in: telegraph. ostdeutsche zeitschrift # 120/121 (Juni 2010))
  • 2009: Quel diverso che ci fa paura. La Repubblica 16. November 2009, p. 37
  • 2011: Jochen Rack: Leben und Konsum. Gespräch mit Zygmunt Bauman. In: Sinn und Form 4/2011, S. 532–543
  • 2013: Daten, Drohnen, Disziplin. Ein Gespräch über flüchtige Überwachung. Zygmunt Bauman und David Lyon. Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-12667-7.
  • 2015: Retten uns die Reichen. Herder, 2015, ISBN 978-3-451-31565-7.
  • 2016: Strangers at Our Door. Polity Press, Cambridge, ISBN 978-1-5095-1217-1.
    (dt. Übers. Die Angst vor den anderen. Ein Essay über Migration und Panikmache. Suhrkamp, Berlin, ISBN 978-3-518-07258-5..)
  • 2017: "Zygmunt Bauman. Das Vertraute unvertraut machen. Ein Gespräch mit Peter Haffner", Hoffmann und Campe, Hamburg 2017, ISBN 978-3-455-00153-2

Literatur zu Bauman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Englischsprachig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Kilminster, Ian Varcoe (Hrsg.): Culture, Modernity and Revolution: Essays in Honour of Zygmunt Bauman. Routledge, London 1995, ISBN 0-415-08266-8.
  • Peter Beilharz: Zygmunt Bauman: Dialectic of Modernity. London: Sage, 2000. ISBN 0-7619-6735-4
  • Dennis Smith, Zygmunt Bauman: Prophet of Postmodernity (Key Contemporary Thinkers). Polity Press, Cambridge 2000, ISBN 0-7456-1899-5.
  • Keith Tester: The Social Thought of Zygmunt Bauman. Palgrave MacMillan, Houndmills, Basingstoke 2004, ISBN 1-4039-1271-8.
  • Tony Blackshaw: Zygmunt Bauman (Key Sociologists). Routledge, London/New York 2005, ISBN 0-415-35504-4.
  • Keith Tester, Michael Hviid Jacobsen: Bauman Before Postmodernity: Invitation, Conversations and Annotated Bibliography 1953–1989. Aalborg University Press, Aalborg 2006, ISBN 87-7307-738-0.
  • Keith Tester, Michael Hviid Jacobsen, Sophia Marshman: Bauman Beyond Postmodernity: Conversations, Critiques and Annotated Bibliography 1989–2005. Aalborg University Press, Aalborg 2007, ISBN 87-7307-783-6.
  • Anthony Elliott (Hrsg.): The Contemporary Bauman. Routledge, London 2007, ISBN 0-415-40969-1.
  • Michael Hviid Jacobsen, Poul Poder (Hrsg.): The Sociology of Zygmunt Bauman: Challenges and Critique. Ashgate, London 2008, ISBN 0-7546-7060-0.

Deutschsprachig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Welzer (Hg.): Auf den Trümmern der Geschichte. Gespräche mit Raul Hilberg, Hans Mommsen und Zygmunt Bauman. edition diskord, Tübingen 1999, ISBN 3-89295-659-6.
  • Thomas Kron: Moralische Individualität. Eine Kritik der postmodernen Ethik von Zygmunt Bauman und ihrer soziologischen Implikationen für eine soziale Ordnung durch Individualisierung. Leske + Budrich, Opladen 2001, ISBN 3-8100-3097-X.
  • Andreas Hetzel: Zygmunt Bauman: Moderne und Ambivalenz/Ansichten der Postmoderne. In: Gerhard Gamm/Andreas Hetzel/Markus Lilienthal: Interpretationen. Hauptwerke „Sozialphilosophie“. Reclam, Stuttgart 2001, S. 290–311.
  • Matthias Junge / Thomas Kron (Hgg.): Zygmunt Bauman. Soziologie zwischen Postmoderne und Ethik. Leske + Budrich (utb), Opladen 2002, ISBN 3-8252-2221-7.
  • Jens Kastner: Politik und Postmoderne – Libertäre Aspekte in der Soziologie Zygmunt Baumans. Unrast Verlag, Münster 2002, ISBN 3-89771-403-5.
  • Matthias Junge: Zygmunt Bauman. In: Aktuelle Theorien der Soziologie. Hrsg. von Dirk Kaesler. C.H.Beck, München 2005, ISBN 3-406-52822-8.
  • Matthias Junge: Zygmunt Bauman: Soziologie in der Spannung zwischen Moderne und Postmoderne. Eine Einführung. VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14920-2.
  • Boris Krause: Solidarität in Zeiten privatisierter Kontingenz. Anstöße Zygmunt Baumans für eine Christliche Sozialethik der Postmoderne. Lit, Münster 2005, ISBN 3-8258-8880-0.
  • Thomas Kron / Melanie Reddig: Zygmunt Bauman. In: Stephan Moebius, Dirk Quadflieg (Hg.): Kultur. Theorien der Gegenwart. VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14519-3.
  • Peter Haffner: Zygmunt Bauman. Die Welt, in der wir leben. Liebe, Arbeit, Glück und Konsum. Das ganze Leben. Ein Gespräch mit Zygmunt Bauman. Das Magazin, Tamedia, Zürich 4. Juli 2015
  • Jens Kastner: Zygmunt Bauman. Globalisierung, Politik und flüchtige Kritik, Wien 2016, ISBN 978-3-85132-788-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Zygmunt Bauman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zygmunt Bauman im Munzinger-Archiv, abgerufen am 11. Januar 2017 (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Piotr Gontarczyk: Towarzysz „Semjon“. Nieznany życiorys Zygmunta Baumana. In: Biuletyn IPN 6/2006. Institut für Nationales Gedenken (IPN), S. 74–83, archiviert vom Original am 26. November 2013, abgerufen am 10. Januar 2017 (pdf; 7,9 MB, polnisch).
  3. Córka Bolesława Bieruta zdradza nieznane fakty nt. swojej rodziny. Onet.pl, 17. Dezember 2012, abgerufen am 10. Januar 2017 (polnisch).
  4. Zygmunt Bauman: Flüchtige Moderne. Frankfurt am Main 2003, S. 18.
  5. Zygmunt Bauman: Gemeinschaften. Frankfurt am Main 2009, S. 91 ff.; 172 f.
  6. Sabine Adler: Bürde statt Würde. Polen streitet über einen Ehrendoktor für den Philosophen Zygmunt Bauman. Deutschlandfunk-Sendung „Campus & Karriere“, 23. August 2013, abgerufen am 10. Januar 2017.
  7. Living in Times of Interregnum. 37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie: Abschlussvorlesung, 10. Oktober 2014, abgerufen am 10. Januar 2017.