Arash (Musiker)

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Arash beim Eurovision Song Contest 2009

Arash (persisch ‏آرش‎ [ɒːˈraʃ], aserbaidschanisch Arəş; * 23. April 1978 in Teheran; eigentlich Alex Ārash Labāf) ist ein iranischer Sänger, der seit seiner Jugend im schwedischen Malmö lebt.

Leben[Bearbeiten]

Arash, der unter anderem persische und aserbaidschanische Wurzeln hat,[1][2] wurde – zunächst in seiner Wahlheimat, später auch in Deutschland – durch den Song Boro Boro (frei übersetzt: geh weg!) bekannt. Den Song schrieb er in einer Zeit, in der er kurzzeitig seine Stimme verloren hatte und ihn seine damalige Freundin verließ. Das Lied bezieht sich auf diese ehemalige Freundin. Der Titel greift auf europäisierte Stilelemente indischer und persischer Musik zurück, was mitunter als Versuch gedeutet wurde, rein kommerziell von der zur Veröffentlichungszeit herrschenden Popularität des Subkontinents zu profitieren. Der Titel erreichte in den schwedischen Single-Charts Platz 1 und schaffte auch in Deutschland den Einstieg in die Top-20.

2005 ist das Album Arash erschienen. In Deutschland hat dieses Album eine im Vergleich zur internationalen Version leicht geänderte Titelzusammenstellung und kam 2006 auf den Markt.

Im Jahre 2005 sang Arash gemeinsam mit der russischen Popband Blestjaschtschije den Song Wostotschnyje Skaski („Orientalische Märchen“). Im Song beschreibt Arash die Mädchen von Blestjaschtschije (darunter in dieser Zeit Anna Semenowitsch) als „meine vier Frauen‘‘.

2006 präsentierte er außerdem in Deutschland den Titel Temptation, mit dem er in der ersten Woche auf Platz 29 in die Charts einstieg. In diesem Song singt Rebecca Zadig den Refrain. Sie arbeitete auch an mehreren seiner Projekte mit. Der Song ist eine Coverversion von Baila Maria der arabisch-israelischen Band Alabina (mit ihrer Sängerin Ishtar) aus dem Jahr 1996. Die dritte Single Arash (featuring Helena) ist im Sommer 2006 erschienen.

Arash tourte lange zusammen mit DJ Aligator um die Welt und nahm mit ihm auch einige Songs auf, so zum Beispiel die inoffizielle Hymne des Iran zur WM 2006 (Iran, Iran).

Am 27. August 2008 kam sein Album Donya auf den Markt. Die gleichnamige Single war bereits seit März 2008 erhältlich und wurde mit Shaggy eingespielt. Das Musikvideo zum Titel wurde in Istanbul, Türkei aufgenommen. Auf dem Album findet sich auch der Titel Chori Chori wieder, den Arash zusammen mit der Sängerin Aneela aufgenommen hat und der bereits im September 2006 als Single unter dem Künstlernamen „Aneela feat. Arash“ erschienen war. Dieser Titel ist eine Coverversion des Hits Informer von Snow aus dem Jahre 1993. Musikalisch blieb sich Arash bei diesem Album treu. Neben Shaggy arbeitete er auch wieder mit Helena und Rebecca Zadig zusammen, die bereits an seinen letzten Projekten beteiligt gewesen waren. Mit Lumidee nahm Arash den Titel Kandi auf, der als Single unter dem Titel I Like You erschien.

2009 vertrat Arash Aserbaidschan zusammen mit der jungen Sängerin AySel beim Eurovision Song Contest in der russischen Hauptstadt Moskau. Ihr Wettbewerbstitel „Always“ („Immer“) unter anderem von Arash komponiert, erreichte den 3. Platz.[3] Bereits einen Tag vor dem Eurovision Song Contest am 15. Mai war die Single auf Platz 41 in die schwedischen Charts eingestiegen.[4]

Sein Song „Glorious“ war der offizielle Song der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2011.[5]

Als Vorbote zu Arashs viertem Studioalbum erschien im Februar 2013 die Single She Makes Me Go.[6] Die Zusammenarbeit mit Sean Paul schaffte auf Anhieb den Sprung in die deutschen Top 10. Es ist der bis dahin größte Erfolg Arashs in Deutschland.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[7] Anmerkungen
DE AT CH SE
2005 Arash 36
(9 Wo.)
17
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Februar 2005
2006 Crossfade (The Remix Album) Erstveröffentlichung: 1. April 2006
(Remix-Album)
2008 Donya 48
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. September 2008
2014 Superman Erstveröffentlichung: 4. November 2014

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[7] Anmerkungen
DE AT CH SE
2004 Boro Boro
Arash
11
(14 Wo.)
22
(16 Wo.)
8
(34 Wo.)
1
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2004
2005 Tike Tike Kardi
Arash
2
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2005
Temptation
Arash
29
(9 Wo.)
42
(12 Wo.)
2
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Oktober 2005
(feat. Rebecca Zadig)
2006 Arash
Arash
64
(4 Wo.)
20
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2006
Chori Chori
Donya / Mahi
47
(5 Wo.)
82
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. September 2006
(mit Aneela)
2008 Suddenly
Donya
8
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. September 2008
(feat. Rebecca Zadig)
2009 Always 96
(1 Wo.)
98
(1 Wo.)
3
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2009
(feat. AySel)
2012 She Makes Me Go 5
(28 Wo.)
8
(21 Wo.)
13
(19 Wo.)
55
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. September 2012
(feat. Sean Paul)
2014 Sex Love Rock N Roll (SLR) 52
(… Wo.)
68
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. August 2014
(feat. T-Pain)

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Erste: Eurovision Song Contest - Teilnehmer- Aserbaidschan: AySel & Arash. eurovision.ndr.de. Abgerufen am 17. Mai 2009.
  2. Interview mit BBC. BBC.co.uk. Abgerufen am 22. September 2009.
  3. Ergebnistabelle Finale 2009 (PDF) Eurovision.de. 17. Mai 2009. Abgerufen am 17. Mai 2009.
  4. swedishcharts.com - AySel & Arash - Always. swedishcharts.com. Abgerufen am 19. Mai 2009.
  5. „'Glorious' – official song for the Handball WCh 2011“ www.handball2011.com
  6. Produktdetails zu "Make Me Go" auf mix1.de; abgerufen am 4. März 2013
  7. a b Chartquellen: DE AT CH SE

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arash – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien