Büchel (Thüringen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Büchel
Büchel (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Büchel hervorgehoben
51.24555555555611.160277777778130Koordinaten: 51° 15′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kindelbrück
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 6,52 km²
Einwohner: 233 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99638
Vorwahl: 036375
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Puschkinplatz 1
99638 Kindelbrück
Webpräsenz: www.buechelonline.de
Bürgermeister: Dirk Engelhardt
Lage der Gemeinde Büchel im Landkreis Sömmerda
Alperstedt Andisleben Beichlingen Bilzingsleben Büchel Buttstädt Buttstädt Eckstedt Ellersleben Elxleben Eßleben-Teutleben Frömmstedt Gangloffsömmern Gebesee Griefstedt Großbrembach Großmölsen Kölleda Großneuhausen Großrudestedt Günstedt Guthmannshausen Hardisleben Haßleben Henschleben Herrnschwende Kannawurf Kindelbrück Kleinbrembach Kleinmölsen Kleinneuhausen Kölleda Mannstedt Markvippach Nöda Olbersleben Ollendorf Ostramondra Rastenberg Riethgen Riethnordhausen (bei Erfurt) Ringleben (bei Gebesee) Rudersdorf Schillingstedt Schloßvippach Schwerstedt Sömmerda Sprötau Straußfurt Udestedt Vogelsberg Walschleben Weißensee Werningshausen Witterda Wundersleben ThüringenKarte
Über dieses Bild
Dorfkirche St. Ulrich (Lage→51.24792307222211.156208515278)

Büchel ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kindelbrück hat.

Geografie[Bearbeiten]

Büchel liegt am rechten Ufer der Lossa, die zum Einzugsbereich der Unstrut gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 9. Jh. erfolgte die Ersterwähnung im Besitzverzeichnis des Klosters Hersfeld als Buchilide. 1255 hielt der Graf von Beichlingen am langen Stein bei Büchel Gericht. In einer Urkunde des Beichlinger Grafen wird der Pfarrer Nicolaus von Büchel 1304 als Zeuge benannt. Im 15. Jh. gehörte Büchel zum Amt Sachsenburg. 1466 besaß das Kloster Frankenhausen das Patronatsrecht der Pfarrkirche zu Buchelde. Nach der Dämpfung des Bauernaufstandes mussten die Einwohner 1525 Strafe zahlen. 1539 hielt die Reformation Einzug in Büchel und Pfarrer Adam Schell musste sich damals der Visitation unterziehen. 1631 durchzog Schwedenkönig Gustav Adolf auf der Heerstraße die östliche Büchler Flur. Im 17. Jh. glaubte Pfarrer Martin Richter, aus der Bibel den Jüngsten Tag errechnet zu haben. Im Jahre 1795 wurde eine Bücheler Feuerspritze beim großen Kölledaer Stadtbrand erwähnt. 1833 brannte die alte Kirche St.Ulrich zum Schrecken der Einwohner bis auf die Grundmauern nieder. Von 1834–37 wurde der Kirchneubau inmitten des Dorfes im klassizistischen Stil errichtet. 1926 wurde eine Freiwillige Feuerwehr in Büchel gegründet. Am 11. April 1946 wurde Büchel von den Amerikanern, der 69. US InfDiv. besetzt. 1951 wurde der letzte Gutsbesitzer Karl Trümper enteignet und flüchtete in die Bundesrepublik.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1994 - 295
  • 1995 - 293
  • 1996 - 280
  • 1997 - 286
  • 1998 - 285
  • 1999 - 283
  • 2000 - 274
  • 2001 - 269
  • 2002 - 269
  • 2003 - 261
  • 2004 - 262
  • 2005 - 257
  • 2006 - 246
  • 2007 - 253
  • 2008 - 254
  • 2009 - 245
  • 2010 - 244
  • 2011 - 240
  • 2012 - 240
  • 2013 - 233

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Büchel setzt sich aus sechs Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, die alle der Freien Wählergemeinschaft angehören (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004).

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Dirk Engelhardt wurde am 7. Juni 2009 gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber mit grünem Wellenbord ein rotes Ulrichskreuz.“

Bedeutung: Das rote Kreuz ist ein Ulrichskreuz und symbolisiert die Ev. Kirche St. Ulrich zu Büchel inmitten der Gemeinde. Die Wellenlinie stellt den Damm, welcher die Gemeinde umgibt, dar.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Günther Lipp aus Ebern gestaltet und 2003 genehmigt.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Evangelische Kirche St. Ulrich zu Büchel, die 1834 vom Roßlebener Baumeister Schierlitz entworfen und gezeichnet wurde, zählt mit ihrem geschlossenen Ensemble im Stil des Klassizismus zu den besonderen Kirchbauten in Thüringen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Büchel ist durch die Bundesstraße 85 an das Fernstraßennetz der Bundesrepublik Deutschland angebunden.

Busverbindungen:

  • ÖPNV Sömmerda/Weimar-Linie 203 nach Griefstedt, Riethgen, Kindelbrück
  • ÖPNV Sömmerda/Weimar-Linie 205 nach Griefstedt, Riethgen, Weissensee, Sömmerda

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wappen Büchels

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Büchel (Thüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien