Ostramondra
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Sömmerda | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kölleda | |
| Höhe: | 187 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,37 km² | |
| Einwohner: |
533 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 29 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99636 | |
| Vorwahl: | 036378 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÖM | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 68 041 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Markt 1 99625 Kölleda |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Axel Thomas (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Ostramondra im Landkreis Sömmerda | ||
Ostramondra ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kölleda hat.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Ostramondra liegt am Südrand der Finne zwischen Thüringer Pforte und dem nördlichsten Weinanbaugebiet Freyburg (Unstrut). Zu Ostramondra gehört der Ortsteil Rettgenstedt. Durch Ostramondra verläuft der Bach Schafau, in den der Litterbach von Norden kommend einmündet.
Geschichte[Bearbeiten]
Erstmals wurde Ostramondra im Jahr 876 erwähnt. Der Ort gehörte zur Grafschaft Stolberg in Lehnschaft der Herzöge von Sachsen. Die Grafen von Stolberg belehnten Hans Knauth 1461 mit Rittergut, Ort und Gerichtsbarkeit. Die adlige Familie Knauth hatte bis 1670 den Ort im Lehnsbesitz. Es folgten als Besitzer von Schloss und Rittergut die Grafen von Beichlingen, die Familien von Bünau, von Bischoffwerder und von Krosigk.
Im April 1945 besetzten US-Truppen den Ort. Sie besetzten auch das Schloss und verwiesen Karl-Dedo von Krosigk und dessen Schwester Elisabeth daraus. Nachdem die Amerikaner Anfang Juli 1945 von Roter Armee abgelöst worden waren, wurden beide 1945 entschädigungslos enteignet.
Das Wasserschloss stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde nach 1829 ausgebaut. Das Rittergut umfasste 438 ha und besteht aus sehr großen und soliden Wirtschaftsgebäuden. Zur DDR-Zeit beherbergte es eine große Schafzucht. Zur Zeit (2010) stehen die Gebäude weitgehend leer. Das Schloss ist restauriert und befindet sich mit Park in Privatbesitz.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 245 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus Russland, Polen, der Ukraine, Frankreich und Italien Zwangsarbeit verrichten: auf dem Rittergut und bei Bauern.[2]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl:
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Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Politik[Bearbeiten]
Gemeinderat[Bearbeiten]
Der Gemeinderat aus Ostramondra setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.
- HV 4 Sitze
- FFW 2 Sitze
- Schützen 2 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „In Grün schräg gekreuzt ein gestürztes goldenes Schwert und ein goldener Palmzweig, darüber eine silberne Lilie, darunter eine silberne Flachsblüte.“
Verkehr[Bearbeiten]
Die Bundesstraße 176 führt durch den Ort. Die nördlich vorbeiführende Finnebahn Laucha–Kölleda, die an der Ostramondra einen Haltepunkt besaß, ist nicht mehr in Betrieb. Auf der stillgelegten Strecke verläuft heute der Finne-Wanderweg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke[Bearbeiten]
- Wasserschloss Ostramondra mit Park
- Evangelische Schlosskirche St. Marien
- Wirtschaftsgebäude des früheren Rittergutes
- Evangelische Pfarrkirche St. Bonifatius im Ortsteil Rettgenstedt
- Hofanlagen und -Portale
Museum[Bearbeiten]
- Heimatstube
Denkmäler[Bearbeiten]
- Grabmal des Gutsherrn und preußischen Generalmajors Dedo von Krosigk (1856-1924) unter einer Baumgruppe östlich des Gutsparks
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Georg Friedrich Kauffmann (1679–1735), Organist und Komponist des Barock
- Hans Rudolf von Bischoffwerder (1741–1803), Berater Friedrich Wilhelms II. von Preußen
- Dedo von Krosigk (1856-1924), Gutsherr, preußischer Generalmajor, Rechtsritter des Johanniterordens
- Kurt Ritter (1909-1944), Kommunist und Widerstandskämpfer
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Band 8: Thüringen. Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 272.
Weblinks[Bearbeiten]
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