Rastenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Sömmerda | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Kölleda | |
| Höhe: | 205 m ü. NN | |
| Fläche: | 35,42 km² | |
| Einwohner: |
2665 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 75 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99636 | |
| Vorwahlen: | 036377, 036378 (Bachra) | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÖM | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 68 042 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 99636 Rastenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Schäfer (FDP) | |
| Lage der Stadt Rastenberg im Landkreis Sömmerda | ||
Rastenberg ist eine Stadt im thüringischen Landkreis Sömmerda. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda an.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Die Stadt liegt an der südwestlichen Abdachung der Finne mit Übergang in das Ackerbaugebiet des Thüringer Beckens. Die Landesstraße 1057 verbindet Rastenberg mit dem Umland. Das Flüsschen Lossa durchfließt von Norden kommend im Bogen die östliche Altstadt, südlich mündet der Rollbach.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt besteht neben der Kernstadt aus den Ortsteilen Bachra, Roldisleben, Rothenberga und Schafau. Zur Kernstadt zählt außerdem die Siedlung Finneck.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
Die Ersterwähnung der Stadt findet sich bereits im Jahre 1070. In diese Zeit fällt vermutlich der Bau der Raspenburg (1070 bis 1078) durch die Wettiner. Um die Erbauer der Burg gibt es widersprüchliche Angaben. Es ist anzunehmen, dass es die Söhne Ludwigs des Bärtigen, Ludwig der Springer oder dessen Bruder Heinrich Raspe, waren. Die Burg lag nahe der Via Regia, der Handelsstraße Erfurt-Naumburg (Saale), und stand um 1313 im Ruf einer Raubritterburg. Sie wurde deshalb 1321 durch Friedrich den Gebissenen mit Hilfe der Mühlhäuser und Erfurter Kaufleute zerstört. In der Blütezeit der Burg existierte auch ein Nonnenkloster, das jedoch in der Reformationszeit aufgelöst wurde.
Das erloschene, sich nach dem Ort benennende ritterliche Burgmannengeschlecht von Rastenberg wird urkundlich ab 1252 fassbar.
Am 28. Oktober 1464 bekam Rastenberg von den Söhnen des sächsischen Kurfürsten Friedrich der Sanftmütige, Ernst und Albrecht, das Stadtrecht nochmals ausdrücklich bestätigt.
Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges zählte Rastenberg 150 Haushaltungen und 545 Einwohner - dies war das Ergebnis einer Visitation am 12. Juli 1650. Die beiden bereits 1646 entdeckten eisenhaltige Heilquellen erweckten beim damaligen Bürgermeister Hickethier die Hoffnung, in der Stadt einen Kurbetrieb eröffnen zu können, doch schon 1648 versiegten diese ersten Mineralquellen wieder - wahrscheinlich als Folge von Bauarbeiten. Mit neu erbohrten Quellen fand die Stadt bis 1822 ein gewisses Einkommen durch Badebetrieb. Zwischen 1907 und 1924 wurden Kalisalze in den nahegelegenen Kalischächten bei Billroda, Lossa und Bernsdorf abgebaut.[3]
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 280 Kriegsgefangene aus Frankreich sowie Frauen und Männer aus Polen, der Sowjetunion, Serbien und Belgien Zwangsarbeit verrichten: im Rittergut Rothenberga, in der Mälzerei und bei anderen städtischen Betrieben und Handwerkern von Rastenberg, auf dem Stadtgut und im Staatsforst Revier Hardisleben.[4]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
In Rastenberg steht die Raspenburg.
Das Waldschwimmbad Rastenberg wurde 1925 eingeweiht. Es hat eine Wasserfläche von 5000 m² und liegt in idyllischen Lage mitten im Hochwald und steht unter Denkmalschutz.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):
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Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Leun in Hessen
- Rastenfeld in Österreich
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Schulen und Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
- Staatliche Grundschule Rastenberg
- Staatliche Regelschule Rastenberg (Wurde 2004 geschlossen. Der Regelschulbetrieb läuft nun über die RS Prof. Gräfe Buttstädt.)
- Stadtbibliothek Rastenberg
Tourismus [Bearbeiten]
Touristische Anziehungspunkte sind das Waldschwimmbad im historischen Stil und der oberhalb des Bades gelegene große Campingplatz sowie die zahlreichen abwechslungsreichen Wanderwege durch die Wälder in der Umgebung von Rastenberg. Der Kurbetrieb, der Rastenberg im 19. Jh. bekannt gemacht hatte, wurde mit dem Abriss des Kurhauses im Jahre 2005 bis auf Weiteres eingestellt.
Literatur [Bearbeiten]
- Andreas Vogel: Rastenberg. Historisches in Bildern, Horb am Neckar, Geiger-Verlag 1994, ISBN 3-89264-919-7
- Hans Moes: Eckartsberga, Rastenberg, Bad Sulza, Leipzig, VEB Bibliograph. Institut 1961.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Stadtteile von Rastenberg auf der Webseite der Stadt Abgerufen am 6. März 2012
- ↑ Frank Boblenz: Rastenberger Gesundbrunnen im 17. Jahrhundert (Teil 1). In: Sömmerdaer Heimatheft. 8, Sömmerda 1996, S. 74-77.
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 273, ISBN 3-88864-343-0
Weblinks [Bearbeiten]
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