Bremische Evangelische Kirche

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Karte
Karte der Bremischen Evangelischen Kirche
Basisdaten
Leitung: Präsidentin des Kirchenausschusses:
Edda Bosse
Schriftführer:
Renke Brahms
Mitgliedschaft: UEK, Reformierter Bund
Kirchengemeinden: 61
Gemeindeglieder: 218.000
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 40 %
Offizielle Website: www.kirche-bremen.de/

Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Gemeinden im Gebiet der Städte Bremen und Bremerhaven. Obwohl sie sich in Verfassung und Struktur von anderen Landeskirchen unterscheidet, kann sie aufgrund der historischen Verbindung mit der Freien Hansestadt Bremen zu den Landeskirchen gezählt werden. Sie ist eine von 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und besitzt wie die anderen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihr Sitz ist in Bremen.

Die Kirche hat 219.930 Gemeindeglieder (Stand 1. Juli 2012) in 61 Kirchengemeinden (Stand 1. Januar 2010). Sie ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD und gehört daher zur Union Evangelischer Kirchen. Ferner ist sie Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

Gebiet[Bearbeiten]

Das Gebiet der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) umfasst im Wesentlichen die Stadt Bremen. Ferner gehört die „Vereinigte Protestantische Gemeinde zur Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche“ in Bremerhaven zur Bremischen Evangelischen Kirche. Die übrigen Kirchengemeinden der Stadt Bremerhaven, die ihrerseits zur Freien Hansestadt Bremen gehört, sind Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers bzw. der Ev.-ref. Landeskirche (Leer). Diese Gebiete wurden zwar im Jahr 1939 mit der Stadt Bremerhaven vereinigt, hingegen kam es zu keiner kirchlichen Vereinigung mit Bremen. Im Bremer Norden gehört die Ev.-ref. Kirchengemeinde Rekum trotz Zugehörigkeit zur Freien Hansestadt Bremen nicht zur BEK.

Die Grenzen der Kirchengemeinde in Mahndorf gehen über die Landesgrenze in das Gebiet des Landkreises Verden. Auch die beiden Gemeinden St. Magni und St. Martini (Bremen-Lesum) im Stadtbezirk Bremen-Nord greifen auf niedersächsisches Territorium (Landkreis Osterholz) über und unterhalten dort Filialkirchen. Die reformierte Gemeinde in Blumenthal sowie die lutherische Gemeinde in Aumund (Menkestraße) beziehen auch Bereiche der Ortschaft Beckedorf mit ein.

Besondere Struktur der BEK innerhalb der EKD[Bearbeiten]

Seit einer Verordnung von 1860 – erlassen durch den Bremischen Senat als damals oberstem Kirchenherrn (Summepiskopat) der evangelischen Kirche in Bremen – ist es den Bewohnern in den evangelischen Gemeinden Bremens freigestellt, sich für die jeweilige Wohnsitzgemeinde oder für eine andere städtischen Gemeinde zu entscheiden.[1] Es wurde damit ein Wechsel vom Parochial- zum Personalgemeindeprinzip vollzogen. Diese Aufhebung des Wohnsitzprinzips verstärkte den „Atomisierungsprozess“[1] (Ernst Rolffs, 1917) innerhalb der evangelischen Kirche in Bremen noch zusätzlich.

Ein Übertritt zu einer Gemeinde eigener Wahl kann heute wenig aufwändig durch Ausfüllen eines leicht erhältlichen Übertrittsformulars vollzogen werden.

Überdies hat die BEK heute die besondere Struktur, dass ihre Gemeinden, die selbständige juristische Personen in der Rechtsform einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts sind, jeweils ihre eigene Gemeindeverfassung, ihr eigenes Bekenntnis und ihre eigene Ordnung haben; ferner können sie ihre Rechte und Pflichten gegenüber der Gesamtkirche ruhen lassen.[2] Damit kommt jeder evangelischen Gemeinde in Bremen der Status einer Einzelkirche zu, die – lose zusammengeschlossen – über den Dachverband BEK in der EKD vertreten sind.

Geschichte[Bearbeiten]

Bremen[Bearbeiten]

Am 9. November 1522 wurde in Bremen die erste reformatorische Predigt gehalten – von Heinrich von Zütphen in einer Kapelle der St.-Ansgarii-Kirche. Von da an war die Hansestadt Bremen über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. 1534 wurde vom Prediger Johann Timann eine Kirchenordnung erarbeitet und durch Luther genehmigt. Danach gab es verschiedene Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Anhängern Melanchthons, die 1561 zur Ausweisung des Dompredigers Albert Hardenberg führte. Danach blieb der Dom für 77 Jahre geschlossen. Er gehörte politisch zum Erzstift Bremen und nicht zur Stadt Bremen. 1581 schloss sich Bremen unter Federführung von Christoph Pezel der Genfer Reformation an. 1595 erhielt Bremen eine neue Kirchenordnung nach der deutsch-reformierten Form (den Consensus Bremensis).

Um 1600 wurde der Heidelberger Katechismus eingeführt. 1638 wurde der Dom durch Friedrich von Dänemark, Administrator des Erzstifts, wieder für die lutherische Lehre geöffnet. Durch Zuzug wuchs die lutherische Domgemeinde. Ab 1651 unterstand der Dom der schwedischen, seit 1715 dem kurhannoverschen Generaldiözese Bremen-Verden mit Konsistorium in Stade. Außer dem Dom waren auch einige Landgemeinden Bremens lutherisch. 1803 kam auf Grund des Reichsdeputationshauptschlusses der Dom zur Stadt Bremen, die vergeblich versuchte, die Domgemeinde zu zerschlagen. 1830 erhielt die Gemeinde eine neue Verfassung, die letztendlich von der Stadt Bremen anerkannt wurde. Erst mit der Einführung eines einheitlichen Gesangbuchs in Bremen im Jahre 1873 gab es eine Verwaltungsunion zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden, die den konfessionellen Streit der Gemeinden im Wesentlichen beilegen konnte.

1934 ernannte der Reichsbischof Ludwig Müller den Domprediger Heinz Weidemann, Mitglied der NSDAP von 1933 bis 1943, zum Landesbischof von Bremen; er blieb Landesbischof bis 1941.

Aufgrund der reformierten Tradition der BEK ist bis heute ein Vertreter dieser „Landeskirche“ als Delegierter im Moderamen des Reformierten Bundes vertreten.

1963 war die BEK Gründungsmitglied des Diakonischen Werks Bremen e.V. in der Bremer Diakonie.

Bremerhaven[Bearbeiten]

Mitte des 19. Jahrhunderts gründete die Stadt Bremen etwa 60 Kilometer nördlich auf einem angekauften Gebiet die Stadt Bremerhaven. Da diese Stadt durch Zuzug sowohl lutherische als auch reformierte Gemeindeglieder beherbergte, wurde die dortige Kirchengemeinde als unierte Gemeinde gegründet. Sie blieb bis heute die einzige Kirchengemeinde in Bremerhaven, die zur Bremischen Evangelischen Kirche gehört.

Leitung der „Landeskirche“[Bearbeiten]

Da Bremen als Freie Reichsstadt reichsunmittelbar war (unabhängig gegenüber allen Amtsträgern außer dem König bzw. Kaiser) und als Republik bis heute als eigenes Bundesland weiter besteht, konnte sie auch ihre kirchlichen Angelegenheiten allein regeln. Die bremischen Kirchengemeinden waren überwiegend reformierte Gemeinden und sind bis heute in Glaubens-, Gewissens- und Lehrfragen autonom. Dies liegt am reformierten Amtsverständnis überhaupt. Daher gibt es in Bremen im Grunde kein eigentliches Oberhaupt der Kirche. Die Kirche unterstand bis 1920 dem bremischen Senat und wurde von diesem nach außen vertreten. Nach der Verfassung der Bremische Evangelische Kirche vom 14. Juni 1920 besteht der Vorstand des Kirchentages (Zitat:) „…aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten und einem Schatzmeister, die nicht Pfarrer sein dürfen, und einem Schriftführer, der Pfarrer sein muss und Inhaber einer Gemeindepfarrstelle der Brem. Evang. Kirche sein soll… Der Stellvertreter des Schriftführers muss Pfarrer sein. Der Vorstand des Kirchentages ist gleichzeitig Vorstand des Kirchenausschusses.“

Die Vertretung der Kirche nach außen sowie die Verwaltungsgeschäfte und die Ausführung der Beschlüsse des Kirchentages obliegen dem Kirchenausschuss.

Der Präsident oder die Präsidentin übt das Amt nebenberuflich aus und muss ein Laie sein. Der Schriftführer und Stellvertretender Schriftführer sind die obersten theologischen Repräsentanten und Sprecher der Kirchenleitung. Das Amt unterscheidet sich in den Befugnissen und Kompetenzen von dem eines Bischofs, Präses oder Landessuperintendenten anderer Landeskirchen.

Präsidenten des Kirchenausschusses[Bearbeiten]

  • 1920–1932: Dr. Theodor Lürman, Senator (1903–1919)
  • 1932–1933: Dr. Rudolph Quidde (1861–1942), Jurist, Präsident der Bürgerschaft (1911–1918)
  • 1945–1946: Dr. Richard Ahlers, Rechtsanwalt, Bürgerschaftsabgeordneter (CDU)
  • 1946–1958: Dr. Ferdinand Donandt, Jurist
  • 1959–1969: Dr. Arnold Rutenberg, Präsident des Landgerichts
  • 1969–1976: Heinz Hermann Brauer, Leitender Oberstaatsanwalt.
  • 1977–1988: Eckart Ranft, Präsident des Finanzgerichts
  • 1989–2001: Heinz Hermann Brauer
  • 2001–2013: Brigitte Boehme, Richterin
  • Seit 2013: Edda Bosse, Journalistin

Schriftführer; Stellvertr. Schriftführer[Bearbeiten]

  • 1920–1926: Wilhelm Büttner
  • 1927–1932: Otto Hartwich
  • 1933–1938: Ernst Boche
  • 193300000: Heinrich Weidemann
  • 1945–1958: Erich Urban, Emil Hackländer
  • 1959–1964: Günter Besch; Heinz Gerth
  • 1965–1970: Günter Besch; Wilhelm Petzinna
  • 1971–1976: Heinz-Georg Binder; Hans-Jürgen Kalberlah, Wolf-Udo Smidt (ab 1. Januar 1973)
  • 1977–1982: Wolf-Udo Smidt; Theodor Immer
  • 1983–1988: Wolf-Udo Smidt; Theodor Immer, Johann Herlyn (ab 20. Mai 1987)
  • 1989–1995: Ernst Uhl; Johann Herlyn
  • 1995–2001: Louis-Ferdinand von Zobeltitz; Annette Niebuhr
  • 2001–2007: Louis-Ferdinand von Zobeltitz; Annette Quade
  • Seit 20070: Renke Brahms; Dr. Bernd Kuschnerus

Kirchentag[Bearbeiten]

Kirchenausschuss 2007

Als „Parlament“ hat die Bremische Evangelische Kirche einen Kirchentag (in anderen Landeskirchen heißt das Parlament „Landessynode“). Hier entsenden alle Kirchengemeinden ihre Vertreter, wobei die Anzahl der Delegierten je Gemeinde an deren Größe bemessen wird. Der Kirchentag tagt mindestens einmal im Jahr. Er setzt sich alle sechs Jahre („Session“) neu zusammen. Im gleichen Turnus wählt der Kirchentag aus seiner Mitte den aus 12 Mitgliedern bestehenden Kirchenausschuss als Verwaltungsgremium der Kirche. Vorsitzende/r des Kirchentags ist die Präsidentin oder der Präsident des Kirchenausschusses.

Außerdem unterhält der Kirchentag fünf ständige Ausschüsse: den Finanzausschuss, den Planungsausschuss, den Rechts- und Verfassungsausschuss, den Personalausschuss und den Ausschuss für Aufgaben der Gesamtkirche.

Verwaltung der BEK[Bearbeiten]

Die Bremisch Evangelischen Kirche hat rund 1900 Beschäftigte in der Verwaltung, den Gemeinden, Beratungsstellen und Kindertageseinrichtungen (Stand 2013).[3]

Die „Kirchenkanzlei“ („Haus der Kirche“) ist die Verwaltungsbehörde der Bremischen Evangelischen Kirche. Sie hat einen hauptamtlichen „Leiter der Kirchenkanzlei“, derzeit Johann Daniel Noltenius. Eine weitere Hierarchie der Kirche gibt es in Bremen nicht. Über den Einzelgemeinden gibt es keine sonstigen Gremien bzw. Institutionen wie in anderen Landeskirchen (z.B. Kirchenkreise).

Kirchengemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinden im Land Bremen sind über das Portal der BEK zu finden, wobei die Gemeinden in fünf Regionen zusammengefasst sind.[4] In Bremerhaven gehört nur die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche zur Bremischen evangelischen Kirche, alle anderen evangelischen Kirchen in Bremerhaven gehören zur Landeskirche Hannover. Die Reformierte Kirche in Rekum ist die einzige evangelische Kirche in der Stadt Bremen, die nicht zur BEK gehört. Von den Kirchengebäuden wird hier nur eine Auswahl beschrieben:

Gesangbücher[Bearbeiten]

Die Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten vor allem aus folgenden Gesangbüchern:

  • Gesangbuch der evangelisch-lutherischen Domgemeine zu Bremen, Bremen, ab 1779
  • Neues Bremisches Psalm- und Gesangbuch zur öffentlichen und besonderen Erbauung der Reformirten Stadt- und Landgemeinen, mit Hoch-Obrigkeitlicher Bewilligung, hrsg. von dem Bremischen Ministerio, Bremen, 1767 bzw. mit dem späteren Titel Evangelisches Gesangbuch, hrsg. vom Predigerverein der fünf reformierten Gemeinden im Herzogtum Bremen, Vegesack, ab 1857
  • Bremisches Psalm- und Gesangbuch – Neue durch einen Anhang vermehrte Ausgabe, Bremen, 1864
  • Christliches Gesangbuch zur Beförderung öffentlicher und häuslicher Andacht, Bremen, 1812
  • Gesangbuch zu gemeinschaftlicher und einsamer Andacht, Zunächst für die vereinigte evangelische Gemeine zu Bremerhaven, Bremerhaven, eingeführt im Februar 1857
  • Evangelisches Gesangbuch der Bremischen Gemeinden, Bremen, eingeführt im März 1873
  • Bremer Gesangbuch, Gütersloh, eingeführt 1917
  • Evangelisches Gesangbuch – Einheitsgesangbuch der Evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Schleswig-Holstein-Lauenburg, Mecklenburg, Hamburg, Lübeck, Eutin und der Bremischen Evangelischen Kirche, Hamburg, 1949
  • Evangelisches Kirchengesangbuch – Ausgabe für die Evangelische Kirche in Bremen, Hamburg, eingeführt im Advent 1950 auf Veranlassung des Kirchenausschusses der Bremischen Evangelischen Kirche
  • Evangelisches Gesangbuch – Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Niedersachsen und für die Bremische Evangelische Kirche, Hannover/Göttingen, eingeführt im Advent 1994

Informationszentrum der BEK in der Bremer Innenstadt („Kapitel 8“)[Bearbeiten]

Kapitel 8 ist das zentral in Bremens Innenstadt zwischen dem Dom und dem Konzerthaus Die Glocke gelegene Informationszentrum der BEK, das der Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche und auch als Beratungseinrichtung dient. Es steht allen vorbeikommenden Besucherinnen und Besuchern offen. Eine Pastorin der Bremischen Evangelischen Kirche steht hier zu Fragen nach verschiedenen Themen und über Aktivitäten innerhalb der BEK und ihrer Gemeinden zur Verfügung.[5]

Die Themen, über die von Fachkundigen informiert werde, umfassen nach Angaben von Kapitel 8 unter anderem Beratungsstellen, Evangelische Kindergärten, Kriegsdienstverweigerung, Sekten, andere Religionen, Jugendarbeit, Kircheneintritt, Fortbildungsangebote und Senioren-Aktivitäten, zudem auch Ferienaktionen für Jugendliche, Bildungsurlaube und Workshops, Kirchenmusik und Chöre, betreutes Wohnen im Alter sowie Initiativen arbeitsloser Menschen.[6] Auch werde über jeweils aktuelle Streitthemen in Bremen informiert[5]Kapitel 8 stelle sich der Diskussion über umstrittene Themen in Kirche und Gesellschaft.[7]

Überdies finden in den Räumen des Informationszentrums Veranstaltungen wie Kunstausstellungen statt.[8]

Segnung einer Partnerschaft von gleichgeschlechtlichen Paaren[Bearbeiten]

Zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare besteht in der BEK keine einheitliche Haltung. Aufgrund der besonderen Eigenständigkeit der Einzelgemeinden in der BEK kann jede Gemeinde weitestgehend selbst über ihren Umgang mit der Frage entscheiden, wobei viele Gemeinden in diesem Punkt öffentlich sehr zurückhaltend sind. Bereits seit 2002 finden in einzelnen Gemeinden Segnungen homosexueller Paare statt. Inzwischen bieten 15, also etwa ein Viertel der evangelischen Gemeinden in Bremen, die Segnung an. Sie geben seit September 2009 eigens dazu eine Informationsbroschüre heraus, die auch alle Anlaufstellen für interessierte Paare enthält und bei Kapitel 8, im Standesamt Bremen-Mitte und den Gemeinden ausliegt.[9] In der Bremischen St. Martini-Gemeinde hingegen wurde die Ablehnung der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in der Gemeindeordnung festgelegt.[10]

Die Internetseite der BEK weist für interessierte Paare ausdrücklich auf die Möglichkeit des Wechsels der Gemeindemitgliedschaft in eine Gemeinde hin, die ihnen eine Segnung anbieten kann. Wo die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in einer Gemeinde praktiziert werde, finde sie nach evangelischem Verständnis in einem ähnlichen Rahmen wie eine Trauung anlässlich der Eheschließung zwischen Mann und Frau statt. Es handele sich um einen Gottesdienst mit Gebeten, Worten aus der Bibel, Liedern, Musik, einer Ansprache und einer feierlichen Zeremonie, in der sich das Paar öffentlich das Ja-Wort gibt und Gottes Segen zugesprochen bekommt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Jung (Hrsg.): „Wir sind in die Irre gegangen“. Evangelische Kirche und Politik in Bremen 1933–45. (protexte Nr. 6). Bremen 1984

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bremische Evangelische Kirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Dietmar van Reeken: Lahusen - Eine Bremer Unternehmerdynastie 1816-1933. Edition Temmen, Bremen 1996, ISBN 978-3-86108-273-6, S. 27f.
  2. Georg Huntemann: Diese Kirche muss anders werden! Ende der Volkskirche - Zukunft der Bekenntniskirche.  Bad Liebenzell 1979, ISBN 3-88002-080-9, S. 85.
  3. Weser-Kurier vom 15. März 2013, S. 7: Protestanten wählen neue Spitze.
  4. http://www.kirche-bremen.de/orte/gemeinden_bek_ueberblick.php
  5. a b Internetseite der BEK: Weitere Infos und Anfahrtsplan.(Stand Februar 2010)
  6. Internetseite der BEK: Kapitel 8 - Evangelisches Informationszentrum. (Stand Februar 2010)
  7. bremen.de: Kapitel 8, Informationszentrum der Bremischen Evangelischen Kirche. (Stand Februar 2010)
  8. Internetseite der BEK: Veranstaltungen und Ausstellungen im Kapitel 8. (Stand Februar 2010)
  9. Bremer Anzeiger: Kirche segnet Homo-Paare. Neue Broschüre informiert über die „Trauung“ gleichgeschlechtlicher Paare. 23. September 2009.
  10. St. Martini: Gemeindeordnung. Ordnung des geistlichen Lebens in St. Martini, V. Kirchliche Trauung und christliche Ehe, Punkt 8.