Claire Bloom

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Claire Bloom
Guy Pearce und Claire Bloom, Jan. 2011

Claire Bloom CBE[1] (* 15. Februar 1931 in London; eigentlich Patricia Claire Blume) ist eine britische Schauspielerin. Ihr Filmdebüt absolvierte sie 1952 neben Charlie Chaplin in Rampenlicht. Bis heute spielte sie in rund 120 Film- und Fernsehproduktionen, außerdem konnte sie insbesondere am Theater große Erfolge verbuchen.

Leben[Bearbeiten]

Claire Bloom wurde als Tochter des Kaufmanns Edward Max Blume und der Schriftstellerin Elizabeth Grew in London geboren. Nachdem ihre Mutter den Bildhauer Edward Bloom heiratete, nahm sie nicht nur dessen Familiennamen an, sondern wurde auch die Halbschwester des späteren Oscarprämierten Cutters John Bloom.[2] Bereits im Alter von nur 12 Jahren besuchte sie eine Schauspielschule. Ab 1946 spielte sie am Oxford Repertory Theatre, anschließend am Shakespeare Memorial Theatre in Stratford-upon-Avon und machte sich so schon in jungen Jahren als Theaterschauspielerin einen Namen.

Ihre erste Rolle beim Film spielte sie 1948 in The Blind Goddess, ihren Durchbruch als Filmschauspielerin hatte sie 1952 mit dem Chaplin-Film Rampenlicht, in dem sie für die weibliche Hauptrolle der jungen Tänzerin Terry besetzt worden war. Es folgten unzählige weitere Rollen, insbesondere in historischen und literarischen Verfilmungen sowie in Fernsehfilmen und -serien, darunter auch in Wiedersehen mit Brideshead als "Lady Marchmain".

Claire Bloom war dreimal verheiratet. Ihre 1959 geschlossene Ehe mit Rod Steiger wurde nach zehn Jahren 1969 geschieden. Nach einer weiteren gescheiterten Ehe mit dem Theaterproduzenten Hillard Elkins lebte sie von 1975 an mit dem Schriftsteller Philip Roth zusammen, den sie 1990 heiratete. 1995 wurde auch diese Ehe geschieden.

Claire Bloom schrieb über Philip Roth in ihren Memoiren, er sei "ein Psychopath, tablettenabhängig, voller Hass auf Frauen, paranoid, ein Sadist. Und krankhaft geizig". Sie habe ihn einmal gebeten, ein Drehbuch zu lesen, für einen Film, in dem sie auftreten sollte, und er habe ihr dafür 150 Dollar pro Arbeitsstunde abverlangt und darüber eine ordentliche Rechnung ausgestellt. Als sie es schließlich mit ihm nicht mehr ausgehalten und die Scheidung eingereicht habe, habe er per Anwalt eine Entschädigung in Höhe von 60 Milliarden (sic) Dollar verlangt; außerdem sei er darüber hinaus rachsüchtig gewesen: Im nächsten Roman nach der Scheidung ließ er eine äußerst unsympathische Figur auftreten, in der für jedermann Claire Bloom leicht zu erkennen war.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1981: Wiedersehen mit Brideshead (Brideshead Revisited)
  • 1981: Kampf der Titanen (Clash of the titans)
  • 1983: Getrennte Tische (Separate tables)
  • 1984: Straße der Freiheit (Ellis Island)
  • 1985: Ann and Debbie (TV)
  • 1986: Im Schatten der Götter (Shadows on the sun)
  • 1987: Sammy & Rosie tun es (Sammy and Rosie get laid)
  • 1987: Queenie
  • 1988: Silver Blade (The lady and the highwayman)
  • 1988: Schatten auf der Sonne (Shadow on the sun)
  • 1989: Verbrechen und andere Kleinigkeiten (Crimes and Misdemeanors)
  • 1992: Bounty Hunter – Eine Frau will Rache (It’s nothing personal)
  • 1994: Was bleibt, ist die Erinnerung (Remember)
  • 1994: Eine unerhörte Affäre (A village affair)
  • 1995: Geliebte Aphrodite (Mighty Aphrodite)
  • 1996: Daylight
  • 1997: Explosion des Schweigens (What the deaf man heard)
  • 2000: Tränen der Erinnerung (Yesterday’s children)
  • 2000: Criminal Instinct – Liebe bis in den Tod (Love and murder: Love and murder)
  • 2002: Das Buch Eva – Ticket ins Paradies (The book of Eve)
  • 2009: Doctor Who
  • 2010: The King’s Speech

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Claire Bloom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Queen Elizabeth II. Birthday Honours List 2013 S. 9 (PDF; 668 kB)
  2. filmreference.com
  3. Queen Elizabeth II. Birthday Honours List 2013 S. 9 (PDF; 668 kB)