Crossen an der Elster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Crossen an der Elster
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Crossen an der Elster hervorgehoben
50.97638888888911.977777777778176Koordinaten: 50° 59′ N, 11° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Heideland-Elstertal-Schkölen
Höhe: 176 m ü. NN
Fläche: 10,74 km²
Einwohner:

1.753 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07613
Vorwahl: 036693
Kfz-Kennzeichen: SHK
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 012
Gemeindegliederung: Kerngemeinde;
2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nöben 3
07613 Crossen
Bürgermeister: Jens Lüdtke (CDU)
Lage der Gemeinde Crossen an der Elster im Saale-Holzland-Kreis
Sachsen-Anhalt Gera Jena Landkreis Greiz Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Landkreis Sömmerda Landkreis Weimarer Land Saale-Orla-Kreis Albersdorf (Thüringen) Altenberga Bad Klosterlausnitz Bibra (bei Jena) Bobeck Bollberg Bremsnitz Bucha (bei Jena) Bürgel (Thüringen) Crossen an der Elster Dornburg-Camburg Eichenberg (bei Jena) Eineborn Eisenberg (Thüringen) Frauenprießnitz Freienorla Geisenhain Gneus Gösen Golmsdorf Graitschen bei Bürgel Großbockedra Großeutersdorf Großlöbichau Großpürschütz Gumperda Hainichen (Thüringen) Hainspitz Hartmannsdorf (bei Eisenberg) Heideland (Thüringen) Hermsdorf (Thüringen) Hummelshain Jenalöbnitz Kahla Karlsdorf (Thüringen) Kleinbockedra Kleinebersdorf (Thüringen) Kleineutersdorf Laasdorf Lehesten (bei Jena) Lindig Lippersdorf-Erdmannsdorf Löberschütz Mertendorf (Thüringen) Meusebach Milda Möckern (Thüringen) Mörsdorf (Thüringen) Nausnitz Neuengönna Oberbodnitz Orlamünde Ottendorf (Thüringen) Petersberg (Saale-Holzland-Kreis) Poxdorf (Thüringen) Quirla Rattelsdorf (Thüringen) Rauda Rauschwitz Rausdorf (Thüringen) Reichenbach (Thüringen) Reinstädt Renthendorf Rothenstein Ruttersdorf-Lotschen Scheiditz Schkölen Schleifreisen Schlöben Schöngleina Schöps (Thüringen) Schöps (Thüringen) Seitenroda Serba Silbitz St. Gangloff Stadtroda Sulza Tautenburg Tautendorf (Thüringen) Tautenhain Thierschneck Tissa Trockenborn-Wolfersdorf Tröbnitz Unterbodnitz Waldeck (Thüringen) Walpernhain Waltersdorf (Thüringen) Weißbach (Thüringen) Weißenborn (Holzland) Wichmar Zimmern (Thüringen) ZöllnitzKarte
Über dieses Bild

Crossen an der Elster ist eine Gemeinde im Nordosten des Saale-Holzland-Kreises in der Nähe von Eisenberg und ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Crossen liegt am Ufer der Weißen Elster.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Hartmannsdorf (bei Eisenberg), Heideland, Rauda und Silbitz im Saale-Holzland-Kreis sowie Wetterzeube im sachsen-anhaltischen Burgenlandkreis.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zu Crossen gehören die Ortsteile Ahlendorf (Ersterwähnung 1378), Tauchlitz (Ersterwähnung 20. September 1271) und Nickelsdorf (Crossen an der Elster) (Ersterwähnung 4. April 1109)[2]. Diese besitzen jedoch keinen eigenen Ortsbeirat.

[Bearbeiten] Geschichte

Am 31. März 995 wurde Crossen erstmalig urkundlich erwähnt.[3]

Im Crossener Rittergutswald weisen acht sichtbare Grabhügel auf die jungsteinzeitliche Besiedlung hin. Die Gräber gehörten zu einem Gräberfeld von elf Hügeln.[4]

Die Burg Crossen stand über dem linken Ufer der Weißen Elster nördlich der in die Elster mündenden Rauda. Sie wurde im Auftrag der Bischöfe von Naumburg-Zeitz zum Schutz des Elstertales errichtet. Schon 995 wurde Crossen im Gau Pozowa urkundlich erwähnt[5]. Jetzt steht auf dem Areal ein Schloss, gebaut von den Herren von Wolframsdorf. Der Bergfried und zwei künstliche Befestigungsgräben sind noch Zeugen der Vorgängeranlage.[6]

In der Gemarkung des Ortsteils Nickelsdorf nennt man den Westvorsprung des Mühlbergs „Nickelsburg“. Diese „Burg“ gehört zu den beeindruckendsten frühmittelalterlichen Anlagen. Sie hat noch drei Wälle, die den Sporn nach Nordosten abriegeln; der den Hang sichernde Wall ist auch noch gut erhalten. 1935/36 fand man bei Ausgrabungen früh- und hochmittelalterliche Funde sowie jungsteinzeitliche Keramik und Feuersteinartefakte. Es gibt noch einen Wall, der zur Jungsteinzeit gehörend eingeordnet wird.[7]

Am 1. Januar 1991 wurde der Name der Gemeinde von Krossen/Elster in Crossen an der Elster geändert.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Am 25. März 1994 wurde Ahlendorf eingemeindet.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember)
  • 1994 - 2222
  • 1995 - 2204
  • 1996 - 2176
  • 1997 - 2219
  • 1998 - 2167
  • 1999 - 2150
  • 2000 - 2077
  • 2001 - 2049
  • 2002 - 2007
  • 2003 - 1957
  • 2004 - 1941
  • 2005 - 1923
  • 2006 - 1892
  • 2007 - 1851
  • 2009 - 1810
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Schloss Crossen mit Bergfried
Kirche

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptsehenswürdigkeit des Ortes ist das barocke Schloss Crossen, das aber derzeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

[Bearbeiten] Geschichtsdenkmale

Neben der Schule befindet sich in einer kleinen Parkanlage das in DDR-Zeiten errichtete Denkmal für die Opfer des Faschismus. Es erinnert an die Widerstandskämpfer der Gemeinde. Dazu gehört der im KZ Bergen-Belsen ermordete Kommunist Willy Graumüller, an den der Name eines Wohngebietes erinnerte, das seit 1990 Teisker-Siedlung heißt.[8]

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Der Ort besitzt zwei Haltepunkte (Crossen Ort und Crossen an der Elster) an der Eisenbahnstrecke von Gera nach Leipzig. Eine Bahnverbindung nach Eisenberg existierte bis 1998.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Karl von Flemming (1783–1866), Rittergutsbesitzer und Beamter in sächsischen und preußischen Diensten
  • Wieland Rose (1959–2007), Bürgermeister von Crossen


[Bearbeiten] Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 14, 281 und 198.
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S.50
  4. Archäologischer Wanderführer Thüringen, Heft 9: Saale-Holzland-Kreis Ost. Gutenberg-Druckerei, Weimar 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 62.
  5. M.Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jena: Jenzig Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S.81.
  6. O.V.Archäologischer Wanderführer Thüringen, Heft 9: Saale-Holzland-Kreis Ost. Gutenberg-Druckerei, Weimar 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 61.
  7. Archäologischer Wanderführer Thüringen, Heft 9, Saale-Holzland-Kreis Ost. Gutenberg-Druckerei, Weimar 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S.64/65.
  8. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser, Band 8: Thüringen. Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 206.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Crossen an der Elster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen