Tautenhain

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Tautenhain (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Tautenhain
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tautenhain hervorgehoben
50.92388888888911.918055555556330Koordinaten: 50° 55′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Holzland-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Klosterlausnitz (erfüllende Gemeinde)
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 8,91 km²
Einwohner: 1011 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07639
Vorwahl: 036601
Kfz-Kennzeichen: SHK, EIS, SRO
Gemeindeschlüssel: 16 0 74 098
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 3
07639 Bad Klosterlausnitz
Webpräsenz: www.bad-klosterlausnitz.de
Bürgermeister: Andreas Weisleder
Lage der Gemeinde Tautenhain im Saale-Holzland-Kreis
Sachsen-Anhalt Gera Jena Landkreis Greiz Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Landkreis Sömmerda Landkreis Weimarer Land Saale-Orla-Kreis Albersdorf (Thüringen) Altenberga Bad Klosterlausnitz Bibra (bei Jena) Bobeck Bollberg Bremsnitz Bucha (bei Jena) Bürgel (Thüringen) Crossen an der Elster Dornburg-Camburg Eichenberg (bei Jena) Eineborn Eisenberg (Thüringen) Frauenprießnitz Freienorla Geisenhain Gneus Gösen Golmsdorf Graitschen bei Bürgel Großbockedra Großeutersdorf Großlöbichau Großpürschütz Gumperda Hainichen (Thüringen) Hainspitz Hartmannsdorf (bei Eisenberg) Heideland (Thüringen) Hermsdorf (Thüringen) Hummelshain Jenalöbnitz Kahla Karlsdorf (Thüringen) Kleinbockedra Kleinebersdorf (Thüringen) Kleineutersdorf Laasdorf Lehesten (bei Jena) Lindig Lippersdorf-Erdmannsdorf Löberschütz Mertendorf (Thüringen) Meusebach Milda Möckern (Thüringen) Mörsdorf (Thüringen) Nausnitz Neuengönna Oberbodnitz Orlamünde Ottendorf (Thüringen) Petersberg (Saale-Holzland-Kreis) Poxdorf (Thüringen) Quirla Rattelsdorf (Thüringen) Rauda Rauschwitz Rausdorf (Thüringen) Reichenbach (Thüringen) Reinstädt Renthendorf Rothenstein Ruttersdorf-Lotschen Scheiditz Schkölen Schleifreisen Schlöben Schöngleina Schöps (Thüringen) Schöps (Thüringen) Seitenroda Serba Silbitz St. Gangloff Stadtroda Sulza Tautenburg Tautendorf (Thüringen) Tautenhain Thierschneck Tissa Trockenborn-Wolfersdorf Tröbnitz Unterbodnitz Waldeck (Thüringen) Walpernhain Waltersdorf (Thüringen) Weißbach (Thüringen) Weißenborn (Holzland) Wichmar Zimmern (Thüringen) ZöllnitzKarte
Über dieses Bild

Tautenhain ist eine Gemeinde im Osten des Saale-Holzland-Kreises und Teil der erfüllenden Gemeinde Bad Klosterlausnitz. Sie zählt zu den Holzlandgemeinden, welche dem Kreis einen Teil seines Namen gaben.

Geografie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Bad Klosterlausnitz, die Stadt Eisenberg, Silbitz und Weißenborn im Saale-Holzland-Kreis sowie die Stadt Bad Köstritz (OT Reichardtsdorf) und Kraftsdorf im Landkreis Greiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 13. Januar 1284 wurde der Ort urkundlich erstmals erwähnt.[2] Oberhalb des Himmelsgrundes 2 km östlich vom Ort auf dem Burgstädel befand sich eine Burg. Es war wohl ein hochmittelalterlicher Herrensitz.[3]

Auf dem Weg zur Schlacht bei Jena und Auerstedt zogen 1806 - von Köstritz kommend - Truppen Napoleons durch das Dorf, die eine defekte Kanone zurückgelassen haben. Nach dieser ist der Gasthof "Zur Kanone" benannt.

Tautenhain war bis 1974 Luftkurort.[4] Die Stationierung von Raketentruppen der NVA im nahegelegenen Wald auf 135 ha war Anlass, dem Ort den Besuch von Urlaubern zu entziehen. Die Einheiten der 3. Raketenbrigade waren vom Mai 1975 bis 1990 hier stationiert.

Im Ort war ab etwa 1960 das Bezirksinstitut für Landwirtschaft und später eine Folgeeinrichtung mit Experten, Technikern und Laboranten tätig. So wurde 1962 nach der Hochschulreform die landwirtschaftliche Bibliothek nach Auflösung der Landwirtschaftlichen Fakultät Jena nach Tautenhain verlegt. Am 31. Dezember 1991 wurde die Tautenhainer Einrichtung abgewickelt und die Bibliothek an die LUFA Jena mit Sitz in Zwätzen rückverlagert.[5] und [6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 1769
  • 1995 - 1769
  • 1996 - 1746
  • 1997 - 1672
  • 1998 - 1584
  • 1999 - 1492
  • 2000 - 1430
  • 2001 - 1393
  • 2002 - 1367
  • 2003 - 1319
  • 2004 - 1279
  • 2005 - 1249
  • 2006 - 1211
  • 2007 - 1169
  • 2008 - 1154
  • 2009 - 1124
  • 2010 - 1096
  • 2011 - 1081
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Dorfkirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das jährlich stattfindende Maibaumsetzen ist weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und für die jüngeren gibt es sogar ein Kinder-Maibaumsetzen.

Der Musikverein Tautenhain e.V. trägt sehr zur Kultur in der Holzlandgemeinde bei. Die 16 aktiven Musikerinnen und Musiker spielen neben der traditionellen Blasmusik auch moderne Arrangements.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer Verlag Rocksruhl Bad-Langensalza 2010 ISBN 978-3-86777-202-0 S.282
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche WohnplätzeJenzig-Verlag,2001,ISBN 3-910141-43-9,S.77
  4. O.V.: Touristen-Thüringen-Saaletal, O.V.:Touristen-Thüringen-Saaletal,Internet, 2011
  5. Heike Brückner: Geschichte und Bestand der Agrarwissenschaftlichen Bibliothek Jena,Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Naumburger Str. 98, 07743 Jena, 8. Geschichtsheft,2002,ISSN 0944-0348,S.98-108
  6. Karl Eggerer:,Zur Geschichte der Landwirtschaft Ostthüringens von 1945 bis 1989,Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Naumburger Str.98,07743 Jena, 3. Geschichtsheft,1996, ISSN 0944-0348,S.61-107

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tautenhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien