Bad Klosterlausnitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saale-Holzland-Kreis | |
| Höhe: | 320 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,6 km² | |
| Einwohner: |
3.437 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 207 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07639 | |
| Vorwahl: | 036601 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 74 003 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Markt 3 07639 Bad Klosterlausnitz |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gabriele Klotz | |
| Lage der Gemeinde Bad Klosterlausnitz im Saale-Holzland-Kreis | ||
Bad Klosterlausnitz ist eine Gemeinde im Osten des Saale-Holzland-Kreises im deutschen Bundesland Thüringen und Erfüllende Gemeinde für weitere neun Gemeinden der Umgebung.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Der neben der Stadt Hermsdorf gelegene Kurort Bad Klosterlausnitz ist das Zentrum des Thüringer Holzlandes. Wie der Name schon andeutet sind hier große Waldflächen mit Nutzgehölzen zu finden. Aufgrund des Holzreichtumes gab es hier eine bedeutende holzverarbeitende Industrie, vor allem Leitern wurden in großer Stückzahl hergestellt und weitflächig vertrieben. Bis Ende der 1990er Jahre konnte sich der Produktionsstandort trotz der bereits verfügbaren Leitern aus Eisen und Profilstahl durchsetzen, verlor seine Bedeutung jedoch in der Folgezeit mit dem flächendeckenden Vertrieb von Aluminiumleitern.
Bad Klosterlausnitz liegt auf einem Plateau zwischen den Tälern der Saale im Westen und der Weißen Elster im Osten. Durch die Plateaulage gibt es in den umgebenden Wäldern verbreitet Moorflächen, deren Erde seit 1929 für Heilzwecke genutzt und auch heute noch in den Kliniken des Ortes eingesetzt wird.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Bobeck, die Stadt Hermsdorf, Schleifreisen, Tautenhain, Waldeck und Weißenborn im Saale-Holzland-Kreis sowie Kraftsdorf im Landkreis Greiz.
[Bearbeiten] Klima
Durch die Plateaulage auf ca. 350 Metern über dem Meeresspiegel ist es 1–2 Grad kühler und regnerischer als in den benachbarten Tälern der Saale und Weißen Elster.
[Bearbeiten] Geschichte
1137 wurde das seit 1132 bestehende Frauenkloster Lausnitz, das nach den Regeln des Augustinerordens lebte, erstmalig in einem Bestätigungsbrief von Papst Innozenz II. erwähnt. Ab 1526 ist das Dorf Lausnitz neben dem Kloster bekannt. Seit 1661 trägt der Ort den Namen des Klosters – Klosterlausnitz –, das 1526 aufgehoben wurde.[2] Von Kloster Lausnitz aus wurde die Entwicklung des Handwerkes gefördert; denn die zum Stift gehörende Glashütte im Tautenhainer Forst wurde 1137 gegründet und beschäftigte Leibeigene und Hörige, die Tafelglas produzierten. Die Klosterlausnitzer Glashütte ist die älteste dieser Art in Ostthüringen.[3]
1719 bis 1722 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Klosters ein Jagdschloss von Herzog Friedrich II. (Sachsen-Gotha-Altenburg) errichtet, weil sich im großen Waldgebiet viel Wild, mehrere Wildgehege und -gatter befanden. Alte Gebäude wurden abgebrochen und das Material für den Neubau verwendet.
1849 richtete man im linken Flügel des Jagdschlosses eine Schule ein. 1860 wurden Teile dieses Flügels für den geplanten Neubau einer Kirche nieder abgebrochen. Der Neubau der heute noch stehenden Kirche dauerte etwa bis 1866. 1871 wurde im Jagdschloss ein Forstamt eingerichtet. 1888/89 wurde das Jagdschloss abgerissen.[4].
Nachdem im Jahr 1876 die Bahnstrecke Weimar – Gera eingeweiht worden war, konnte sich in Klosterlausnitz Fremdenverkehr entwickeln. Der Ort war Luftkurort und beliebte Sommerfrische. Im Zusammenhang mit der seit 1929 angewandten Nutzung der Moorerde für Heilzwecke verlieh die Landesregierung dem Ort am 19. September 1932 den Titel „Bad“.
[Bearbeiten] Bevölkerung
| Entwicklung der Einwohnerzahl | |
|---|---|
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Daten jeweils zum (31. Dezember); Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik
[Bearbeiten] Religion
Neben der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde, deren Gotteshaus die ehemalige Klosterkirche ist, besteht in Bad Klosterlausnitz auch eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, die in der Kirche am Klosterwald ihre Gottesdienste feiert.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,9 % zu folgendem Ergebnis:[5]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | Sitze |
| CDU | 53,3 % | 9 |
| Die Linke | 19,9 % | 3 |
| SPD | 15,5 % | 2 |
| Gewerbeverband Holzland | 11,3 % | 2 |
[Bearbeiten] Erfüllende Gemeinde
Bad Klosterlausnitz ist erfüllende Gemeinde für die Gemeinden:
[Bearbeiten] Partnerstädte
Bad Klosterlausnitz unterhält vertraglich geschlossene Städtepartnerschaften mit Langenselbold (Hessen) und Deidesheim (Rheinland-Pfalz). Des Weiteren werden partnerschaftliche Beziehungen mit Tihany (Ungarn) und Mondelange (Frankreich) gepflegt.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Wahrzeichen des Ortes ist die große romanische ehemalige Klosterkirche, die 1180 geweiht wurde. Nach Aufhebung des Klosters im Gefolge der Reformation verfiel die Kirche zusehends. In ihrer heutigen Form wurde sie in den Jahren 1863–1866 wieder aufgebaut. Der Ostteil ist noch original romanisch, der Westteil wurde entsprechend angepasst.
Ein wichtiges Ereignis ist in Klosterlausnitz das Maibaumsetzen. Schon seit mehr als 300 Jahren wird zum Pfingstfest der Maibaum gesetzt.[6]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Bad Klosterlausnitz besitzt eine Anschlussstelle an der Bundesautobahn 9 (Anschlussstelle 23 Bad Klosterlausnitz) und eine Anschlussstelle an der Bundesautobahn 4 (Anschlussstelle 56b Hermsdorf Ost). Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich an der Mitte-Deutschland-Verbindung in Hermsdorf.
Klosterlausnitz liegt am Radfernweg Thüringer Städtekette.
[Bearbeiten] Kurpark
An der nordwestlichen Peripherie des Ortes befindet sich ein größerer Park sowie regional bedeutende Kliniken (Schwerpunkt Rehabilitation), u. a. die Algosklinik.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Rudolf Meinhold (1911–1999), Geophysiker und Erdölgeologe
- Hans-Joachim Herbst (1918–1995), deutscher Landespolitiker (FDP Schleswig-Holstein)
- Michael Hirte (* 1964), Gewinner Das Supertalent 2008, wohnt seit 2011 im Ort
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ H. von Hintzenstern: Gebaut wie für die Ewigkeit... Verlagshaus Thüringen 1996, ISBN 3-89683-104-6, S. 68.
- ↑ W. Mägdefrau: Thüringer Städte und Städtebünde im Mittelalter... Verlag Rockstuhl, 2002 Bad- Langensalza, ISBN 3-936-030-34-0, S. 43.
- ↑ H. Laß: Jagd- und Lustschlösser des 17. und 18. Jahrhunderts in Thüringen. Michael Imhof Verlag, 2006, ISBN 3-86568-092-5, S. 339.
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik
- ↑ O.V.: Von Eisenberg nach Stadtroda. Kleine Thüringer Bibliothek Verlagshaus Thüringen, ISBN 3-86087-036-X, S. 12.
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.bad-klosterlausnitz.de/
- http://www.klosterlausnitz-regional.de/
- http://www.celenus-kliniken.de/cms/front_content.php?idcat=39
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