Das ist das Ende

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Filmdaten
Deutscher Titel Das ist das Ende
Originaltitel This Is the End
Das-ist-das-ende-logo.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 107[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 16 [2]
JMK 16[3]
Stab
Regie Seth Rogen
Evan Goldberg
Drehbuch Seth Rogen
Evan Goldberg
Produktion Seth Rogen
Evan Goldberg
James Weaver
Musik Henry Jackman[4]
Kamera Brandon Trost
Schnitt Zene Baker
Besetzung

Das ist das Ende (Originaltitel: This Is the End) ist eine US-amerikanische Fantasy-Filmkomödie. Sie basiert auf dem Kurzfilm Jay and Seth versus the Apocalypse, den Jason Stone, Seth Rogen und Evan Goldberg bereits 2007 realisierten. Die Hauptdarsteller des Films sind Seth Rogen, James Franco, Jonah Hill, Jay Baruchel, Danny McBride und Craig Robinson, die in fiktiven Rollen sich selbst spielen.[6]

Handlung[Bearbeiten]

Jay Baruchel reist nach Los Angeles, um seinen alten Freund und Schauspielkollegen Seth Rogen zu besuchen. Rogen überredet Baruchel, auf die Party von James Franco zu gehen, wo sich viele berühmte Personen mit Drogen vergnügen oder Sex haben. Da sich Baruchel auf der Party nicht wohl fühlt, gehen er und Rogen in einen nahe gelegenen Laden, um Zigaretten zu kaufen.

In dem Laden beginnt die Erde zu beben und einige Menschen werden durch einen blauen Lichtstrahl aus dem Geschäft nach oben gebeamt. Rogen und Baruchel laufen verängstigt aus dem Laden und inmitten von Explosionen, Autounfällen und einem Massenchaos zurück zu Francos Party, wo zunächst niemand etwas von dem Chaos bemerkt hat. Als auch in Francos Haus die Erde zu beben beginnt, laufen die Gäste panisch nach draußen. Sie bemerken die brennenden Hollywood Hills und einen riesigen Abgrund in der Erde. Ein Großteil der Partygäste fällt dort hinein oder wird bei den apokalyptischen Geschehnissen getötet. Rogen, Baruchel, Franco, Jonah Hill und Craig Robinson scheinen als einzige überlebt zu haben. Sie entschließen sich, zurück ins Haus zu gehen und erst einmal dort zu bleiben in dem Glauben, dass sie als berühmte Schauspieler bald gerettet würden.

Danny McBride, der nicht eingeladen war und unbemerkt von den anderen Gästen zur Party gekommen und dort eingeschlafen ist, wacht am nächsten Morgen als Erster auf. Er hat von den Geschehnissen nichts mitbekommen und hält die Erzählungen der Anderen für einen Scherz. Daher achtet er auch nicht auf die wichtigen Vorräte an Nahrungsmitteln und Wasser. Erst als ein fremder Mann um Hilfe bittet und ins Haus möchte, ihm jedoch sein Kopf abgetrennt wird, glaubt McBride den Anderen. Die Gruppe vertreibt sich die Zeit mit Drogen und einem selbstgedrehten Film. Innerhalb der Gruppe kommt es immer wieder zu Konflikten und auch die Freundschaft zwischen Baruchel und Rogen gerät ins Wanken. Baruchel denkt im Gegensatz zu den Anderen, die Geschehnisse draußen seien die biblische Apokalypse.

Per Zufall dringt Emma Watson in das vermeintlich verlassene Haus ein und ist zunächst froh, dass außer ihr noch jemand am Leben ist und sie ein Dach über dem Kopf hat. Als die Gruppe vor ihrem Zimmer jedoch darüber diskutiert, dass die Situation dazu führen könnte, dass die einzige Frau im Haus vergewaltigt wird, und man darin übereinkommen will, dies eben nicht zu tun, glaubt Watson, sie sei vom Regen in die Traufe gekommen. Sie zwingt die Gruppe unter Androhung von Gewalt, ihr die wenigen Vorräte zu überlassen und flieht dann mit diesen.

Als das Wasser ausgeht, muss welches aus dem Keller, der nur von außen zugänglich ist, geholt werden. Robinson wird dafür ausgelost. Er kommt jedoch mit leeren Händen zurück, da er von einem Monster verfolgt worden sei und die Kellertür klemme. Schließlich schaffen sie es, sich zum Wasser durchzugraben. Doch McBride verschwendet das Meiste davon, sodass die anderen beschließen, ihn aus dem Haus zu werfen. McBride will daraufhin mit einer Waffe gegen die Gruppe vorgehen, doch die ist nur mit Platzpatronen gefüllt. Zornerfüllt verlässt er das Haus.

Robinson und Baruchel durchsuchen das Nachbarhaus, als die Lebensmittel knapp werden. Dort werden sie von einem dämonischen Monster verfolgt. Robinson und Baruchel kommen verängstigt in Francos Haus zurück. Gemeinsam versuchen sie den von einem Dämonen besessenen Hill zu exorzieren. Dabei geraten erst Hill und dann das Haus in Brand. Die Gruppe muss es allerdings verlassen, da es nach dem Brand einzustürzen droht. Draußen werden sie von einem weiteren riesigen Dämon angegriffen. Robinson will sich für die Gruppe opfern, damit die anderen fliehen können. Unerwartet wird er jedoch durch einen blauen Lichtstrahl vom Himmel gerettet. Der Rest der Gruppe kann fliehen, wird aber von Kannibalen überfallen, die von McBride angeführt werden. Nun will auch Franco sich opfern, damit er, wie Robinson, in den Himmel darf. Der Plan scheint zu funktionieren, Franco fliegt durch einen blauen Strahl in Richtung Himmel; doch der Lichtstrahl erlischt, als Franco die Kannibalen höhnisch beschimpft. Der Hilflose wird von ihnen aufgefressen.

Nun taucht ein gigantisch großer Satan auf und greift die übrig gebliebenen Rogen und Baruchel an. Diese beteuern ihre Freundschaft und erwarten den Tod. Doch nun erscheint auch über Baruchel ein blauer Lichtstrahl und reißt ihn in den Himmel, Rogen hält sich an ihm fest. Auf halbem Weg scheint die Kraft des Strahls nicht für beide auszureichen und sie drohen in den Rachen Satans zu fallen. Rogen entscheidet sich dafür loszulassen, da sie sonst beide sterben würden. Für dieses Opfer erscheint auch für ihn ein blauer Lichtstrahl.

Robinson, der jetzt ein Engel ist, heißt Baruchel und Rogen im Himmel willkommen. Er erklärt ihnen, dass der Himmel ein Paradies sei, in dem jeder Wunsch wahr wird. Baruchel wünscht sich, dass sich die Backstreet Boys wieder vereinigen. Der Film endet daher mit einer lärmenden himmlischen Party, auf der die Band den Song „Everybody (Backstreet's Back)“ singt.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film kam am 12. Juni 2013 in die US-amerikanischen Kinos, in Deutschland lief er ab dem 8. August 2013, in der deutschsprachigen Schweiz ab dem 11. September 2013[7] und in Österreich ab dem 11. Oktober 2013[8].

Produktion[Bearbeiten]

Seth Rogen und Evan Goldberg gaben auf Reddit bekannt, dass sie schon immer einen Film drehen wollten, in dem Schauspieler sich selbst spielen und etwas Außergewöhnliches geschieht.[9] Der Film basiert außerdem auf dem Kurzfilm Jay and Seth versus the Apocalypse, der 2007 von Jason Stone, Seth Rogen und Evan Goldberg realisiert wurde.[10]

In einem Interview im Guardian erzählt Evan Goldberg (Drehbuch und Co-Director), dass Being John Malkovich großen Einfluss auf den Film hatte. Außerdem seien er und Seth Rogen große Fans der Larry Sanders Show, in der sich Prominente gleichfalls oft selbst spielen.[11]

Während der Produktion hieß der Film The Apocalypse[10], später wurde er in The End of the World umbenannt, da 20th Century Fox die Rechte des Titels The Apocalypse hat. Im Dezember 2012 gab Seth Rogen via Twitter bekannt, dass The End of The World endgültig in This is the End (deutsch: Das ist das Ende) umbenannt wurde. [12]

Besetzung und deutsche Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation wurde von Berliner Synchron nach einem Dialogbuch von Tobias Müller und Oliver Müller unter der Regie von Robin Kahnmeyer vorgenommen.[13]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Seth Rogen Seth Rogen Tobias Kluckert
Jay Baruchel Jay Baruchel Konrad Bösherz
James Franco James Franco Kim Hasper
Craig Robinson Craig Robinson Matti Klemm
Jonah Hill Jonah Hill Tobias Müller
Danny McBride Danny McBride Michael Iwannek
Emma Watson Emma Watson Gabrielle Pietermann
Michael Cera Michael Cera Nicolás Artajo
Rihanna Rihanna
Jason Segel Jason Segel Dennis Schmidt-Foß
David Krumholtz David Krumholtz
Paul Rudd Paul Rudd Norman Matt
Mindy Kaling Mindy Kaling Nadine Leopold
Martin Starr Martin Starr
Kevin Hart Kevin Hart
Christopher Mintz-Plasse Christopher Mintz-Plasse Fabian Hollwitz
Aziz Ansari Aziz Ansari
Evan Goldberg Evan Goldberg
Channing Tatum Channing Tatum
Kopfloser Mann Brian Huskey
Backstreet Boys Backstreet Boys

Rezeption[Bearbeiten]

Erfolg[Bearbeiten]

Das ist das Ende hat seit seinem Kinostart in Nordamerika rund 96,5 Mio. US-Dollar eingespielt.[14] Am Eröffnungswochenende schaffte es der Film mit einem Einspielergebnis von über 20,7 Mio. US-Dollar auf Platz zwei hinter Man of Steel.[15]

Kritiken[Bearbeiten]

Das ist das Ende will nicht mehr sein als ein albernes Party Movie, in dem eine Gruppe befreundeter Komiker einmal richtig auf die Kacke haut. Mit treffsicheren Witzen und schlechtem CGI. Statt einer klassischen Handlung gibt es lediglich ein grobes Szenario, in dem die Darsteller wild improvisieren und dabei doch immer wieder bei ihren Pimmeln landen. Der Film lässt sich keine Fesseln anlegen. Er ist zugleich eine überdrehte Celebrity-Seifenoper mit gut geschmierter Situationskomik, ein Splatterfest und eine Hommage an die Niederungen der amerikanischen Popkultur. In diesem Sammelsurium aus verschiedenen Ideen und Cameos bleibt das dominierende Gestaltungsmittel, immer noch einen draufsetzen zu wollen. Für den Zuschauer kann das in dieser Dichte auch durchaus anstrengend werden. Irgendwie muss man den Film mit seinem pubertär anarchischen Charme aber dann doch sympathisch finden.“

Michael Kienzl, Critic.de[16]

„Rihanna stirbt als eine der ersten, dann folgt ihr halb Hollywood. In der Horror-Farce "Das ist das Ende" feiern junge US-Stars eine Koks- und Sex-Party, als plötzlich die Apokalypse beginnt. Alle Berühmtheiten spielen sich selbst, und fast alle landen verdient in der Hölle. Sehr lustig.“

Daniel Sander, Spiegel.de[17]

„An Banalität scheint das alles manchmal kaum zu übertreffen sein, die Chemie zwischen den Schauspielern bei den häufig scheinbar improvisierten Sequenzen passt allerdings dermaßen gut, dass aus der Bedeutungslosigkeit letztendlich meist Absurdität und daraus tatsächlicher Witz entsteht. Was komödiantisches Timing angeht, hat die Truppe Kollegen wie Adam Sandler, Kevin James und Co. sowieso längst meilenweit abgehängt.“

Thomas Zimmer, Filmjunkies[18]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das ist das Ende (2013). In: Internet Movie Database, Abgerufen am 26. Juli 2013
  2. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 5. September 2013
  3. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  4. Henry Jackman to Score. In: filmmusicreporter.com, 7. November 2012, Abgerufen am 26. Juli 2013
  5. Find out what the Backstreet Boys are doing in L.A. today. In: onlocationvacations.com, 24. Januar 2013, Abgerufen am 26. Juli 2013
  6. First Red-Band Clip and Poster for Seth Rogen’s THIS IS THE END. In: collider.com, 20. Dezember 2012, abgerufen am 26. Juli 2013
  7. Release Info. In: Internet Movie Database, abgerufen am 26. Juli 2013
  8. Trailer und Veröffentlichung von Sony Pictures Österreich. In: sonypictures.at, abgerufen am 25. August 2013
  9. Seth Rogen and Evan Goldberg: Ask us anything. In: reddit.com, abgerufen am 19. August 2013 (englisch)
  10. a b Aziz Ansari Joins Seth Rogen, Danny McBride, Jonah Hill and James Franco in THE APOCALYPSE. In: collider.com, abgerufen am 19. August 2013 (englisch)
  11. This is the End: why actors love to play themselves. In: theguardian.com, abgerufen am 19. August 2013 (englisch)
  12. ‘This Is The End’ Red-Band Teaser Clip and Poster: Seth Rogen’s End Of The World Comedy Debuts, Before Possible End Of The World. In: slashfilm.com, abgerufen am 19. August 2013 (englisch)
  13. Deutsche Synchronisation. In: synchronkartei.de, abgerufen am 26. Juli 2013
  14. This is the End (2013). In: boxofficemojo.com, abgerufen am 19. August 2013 (englisch)
  15. Weekend Box Office (June 14-16, 2013). In: boxofficemojo.com, abgerufen am 19. August 2013 (englisch)
  16. Michael Kienzl: Das ist das Ende. critic.de - die Filmseite, 24. Juli 2013, abgerufen am 26. Juli 2013.
  17. Daniel Sander: Horrorkomödie Horrorkomödie "Das ist das Ende": Zur Hölle mit Hollywood. spiegel.de, 8. August 2013, abgerufen am 19. November 2013.
  18. Thomas Zimmer: Das ist das Ende: Filmkritik. Filmjunkies.de. 8. August 2013. Abgerufen am 22. August 2013.