Dazaifu (Fukuoka)

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Dazaifu-shi
太宰府市
Dazaifu
Geographische Lage in Japan
Dazaifu (Fukuoka) (Japan)
Red pog.svg
Region: Kyūshū
Präfektur: Fukuoka
Koordinaten: 33° 31′ N, 130° 31′ O33.512777777778130.52388888889Koordinaten: 33° 30′ 46″ N, 130° 31′ 26″ O
Basisdaten
Fläche: 29,58 km²
Einwohner: 71.925
(1. Juli 2014)
Bevölkerungsdichte: 2432 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 40221-4
Symbole
Baum: Campherbaum
Blume: Ume
Rathaus
Adresse: Dazaifu City Hall
1-1-1, Kanzeon-ji
Dazaifu-shi
Fukuoka 818-0198
Webadresse: http://www.city.dazaifu.fukuoka.jp/
Lage Dazaifus in der Präfektur Fukuoka
Lage Dazaifus in der Präfektur

Dazaifu (jap. 太宰府市, -shi) ist eine japanische Stadt in der Präfektur Fukuoka. In der Nähe liegen die Städte Onojo und Chikushino. Die Stadt war schon Jahrhunderte vor ihrer offiziellen Gründung historisch bedeutsam.

Geschichte[Bearbeiten]

Dazaifu, das kaiserliche Amt zur Verwaltung von Kyūshū, wurde nach 663 vom heutigen Fukuoka hierher verlegt. Dazaifu beherbergte Botschaften von China und Korea. Korokan, ein Gästehaus für ausländische Gesandtschaften wurde errichtet. Von der Nara-Zeit über die Heian-Zeit bis hinein in die Kamakura-Zeit war Dazaifu eines der militärischen und kulturellen Zentren Japans. In der Heian-Zeit war die Stadt Ort des Exils für hochrangige Höflinge, unter anderem für den Gelehrten Sugawara no Michizane, der später zum Kami erhoben wurde und dessen Grab im Schrein Dazaifu Tenman-gū steht.

Siehe auch Hauptartikel: Dazaifu (Amt), zur Geschichte der Sonderververwaltungszone 673-1100.

In der Zeit der Mongoleninvasionen in Japan und dem Autoritätsverlust des Kaisers war Dazaifu politisch weniger bedeutsam. In der Muromachi-Zeit wurde das politische Zentrum von Kyūshū nach Hakata verlegt.

In mittelalterlichen Zeiten war Dazaifu die Bais des Shoni-Klans, bis diese durch die Ouchi vertrieben wurden. In der Edo-Zeit war Dazaifu Teil des Han Kuroda bis zur Abschaffung der Lehen 1873.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Nationalmuseum Kyūshū öffnete am 16. Oktober 2005. Es ist in einen Holz- und Glasgebäude in einer Hügellandschaft untergebracht und besitzt wichtige Sammlungen japanischer Artefakte mit Bezug auf die Geschichte von Kyūshū.

Temman-gu ist eine 905 errichtete Kultstätte des 903 in der Verbannung hier verstorbenen Staatsmannes Sugawara Michizane (Tenshin), der als Gottheit der Gelehrsamkeit besonders von Schülern und Studenten verehrt wird. Die Schreingebäude stammen aus 1591. Davor stehen eine Rinderstatue aus Bronze und ein Pflaumenbaum, der angeblich seinem Meister aus Kyoto hierher durch die Luft folgte.

Kōmyōzen-ji ist ein Zen-Tempel, der für seinen schönen Zen-Garten bekannt ist. Er wurde in der Kamakura-Zeit direkt neben dem Tenman-gū erbaut.

Der Tempel Kanzeon-ji der Tendai-Sekte wurde 746 erbaut und war einst das Zentrum des Buddhismus auf Kyūshū. Trotz mehrfacher Zerstörung (die heutigen Gebäude stammen von 1690) blieben eine Glocke aus der Nara-Zeit und wertvolle Skulpturen der Heian- sowie der Kamakura-Zeit erhalten. Unter diesen befindet sich eine Statue der Bato-kannon (Göttin der Gnade) und der Glücksgöttin Kichijo-ten. Westlich des Tempels sind freigelegte Fundamente des ehemaligen Gouverneurquartiers Tofuro zu sehen.

Der Teich im Tenmangu mit den Trommelbrücken

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]