Kitakyūshū

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Kitakyūshū-shi
北九州市
Kitakyūshū
Geographische Lage in Japan
Kitakyūshū (Japan)
Red pog.svg
Region: Kyūshū
Präfektur: Fukuoka
Koordinaten: 33° 50′ N, 130° 50′ O33.833333333333130.83361111111Koordinaten: 33° 50′ 0″ N, 130° 50′ 1″ O
Basisdaten
Fläche: 487,88 km²
Einwohner: 963.051
(1. November 2014)
Bevölkerungsdichte: 1974 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 40100-5
Symbole
Baum: Eibe
Blume: Azalee, Sonnenblume
Rathaus
Adresse: Kitakyūshū City Hall
1-1, Jōnai
Kokura-Kita-ku, Kitakyūshū-shi
Fukuoka 803-8501
Webadresse: www.city.kitakyushu.jp
Lage Kitakyūshūs in der Präfektur Fukuoka
Lage Kitakyūshūs in der Präfektur

Kitakyūshū (jap. 北九州市, -shi; wörtlich: „Nord-Kyūshū“) ist eine Großstadt in der Präfektur Fukuoka auf der japanischen Insel Kyūshū. Die Stadt ist ein wichtiger Teil des Raumes Kanmon-Kitakyūshū und wird zunehmend in die Region Fukuoka integriert.

Kitakyūshū hat das Image einer verschmutzten Industriestadt, was in den 1960er Jahren der Fall war – aber heutzutage ist sie eine der fortschrittlichsten in Sachen Umgang mit Verschmutzung und Recycling-Technik.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Teilstadt Kokura war am 9. August 1945 für den US-amerikanischen Major Charles Sweeney das Ziel für die von ihm im Flugzeug mitgeführte Atombombe Fat Man. Das Ziel sollte im Sichtflug angegriffen werden, jedoch verhinderten Rauchschwaden aus den am Vortag mit Brand- und Sprengbomben angegriffenen Yawata Stahlwerken in Kitakyushu, die vom Westwind nach Kokuro getrieben wurden, eine klare Sicht. Sweeny brach den Angriff nach dem 3. Versuch ab und bombardierte das Ausweichziel Nagasaki um 11:02 Japanische Normalzeit (JST).

Die Stadt entstand am 10. Februar 1963 aus der Fusion der Städte Moji (門司市, -shi), Kokura (小倉市, -shi), Tobata (戸畑市, -shi), Yahata (八幡市, -shi) und Wakamatsu (若松市, -shi).

Kultur[Bearbeiten]

Schriftsteller[Bearbeiten]

Der Schriftsteller Matsumoto Seichō wurde in Kokura geboren. Ein ihm gewidmetes Museum befindet sich in der Innenstadt. Der Romanautor Mori Ōgai lebte hier mehrere Jahre. Sein Haus in Kokura ist der Öffentlichkeit geöffnet, dort schrieb er das Kokura Nikki (Kokuraer Tagebuch). Der Schriftsteller Hino Ashihei wurde im Stadtteil Wakamatsu geboren. Sein Geburtshaus kann besichtigt werden.

Naturschönheiten[Bearbeiten]

  • Hiraodai (平尾台): Karstplateau
  • Berg Sarakura (皿倉)
  • Kawachi (河内): Reservoir

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Fraktionsstärken im Stadtparlament
(Stand: Februar 2013)[1]
       
Von 61 Sitzen entfallen auf:

Seit 2007 ist Kenji Kitahashi, ein langjähriger DSP-Unterhausabgeordneter, Bürgermeister von Kitakyūshū. Er wurde 2007 mit Unterstützung von DPJ, SDP und NVP gewählt, 2011 ohne formale Unterstützung aber auch ohne Gegenkandidaten großer Parteien gegen nur einen KPJ-Kandidaten im Amt bestätigt.

Der Stadtrat von Kitakyūshū (Kitkyūshū-shigikai) hat 61 Mitglieder und wurde zuletzt im Januar 2013 neu gewählt. Die Liberaldemokratische Partei siegte mit 19 Mandaten, die Demokratische Partei fiel auf sieben Sitze zurück.[2]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Rathaus von Kitakyūshū

Zu den Stadtbezirken (, -ku) gehören:

  • Kokura-Kita (小倉北)
  • Kokura-Minami (小倉南)
  • Moji (門司)
  • Tobata (戸畑)
  • Yahata-Higashi (八幡東)
  • Yahata-Nishi (八幡西)
  • Wakamatsu (若松)

Pläne, die Stadt Nakama im Jahr 2005 zu einem Stadtbezirk Kitakyūshūs zu machen, wurden 2004 aufgegeben, da man sich in Nakama nicht mit der daraus resultierenden verringerten politischen Autonomie zufriedengeben wollte.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nippon Steel ist auch heute ein wichtiger Arbeitgeber, aber die Werke Yahata und Tobata haben gegenüber den 1960er Jahren an Bedeutung verloren. Kitakyūshū ist auch der Standort des Stammwerkes des Industrieroboter- und Elektromotorenherstellers Yaskawa (in Yahata).

Verkehr[Bearbeiten]

Aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage am Südufer der Kammon-Straße, ist Kitakyūshū ein wichtiges Verkehrsdrehkreuz zwischen Honshū und Kyūshū und hat einen großen Hafen.

Zuglinien in Kitakyūshū sind:

In der Stadt besteht der ÖPNV im Wesentlichen aus Bussen und der Einschienenbahn Kitakyūshū. Kitakyūshū ist der größte Fährhafen im westlichen Japan. Fährverbindungen gibt es zwischen Kitakyūshū und Shimonoseki, Matsuyama, Tokushima, Kōbe, Ōsaka, Tōkyō, Ulsan (Korea), Busan (Korea) und den Inseln der Stadt.

Im Raum Kanmon-Kitakyūshū sind drei Pendlerverbindungen: Trans-Dokaiwan Ferry, The Kanmon Straits Ferry, and The Kanmon Straits Liner.

Ein neuer 24-Stunden Flughafen Kitakyūshū wurde am 16. März 2006 auf einer künstlichen Insel im Meer eröffnet. Von dort bestehen vorwiegend Inlandsverbindungen nach Tokyo, aber auch Flüge nach Shanghai.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtparlament Kitakyūshū: Abgeordnete nach Fraktion
  2. 自民19人全員当選、第3極躍進…北九州市議選. In: Yomiuri Online. 28. Januar 2013, archiviert vom Original am 9. Februar 2013, abgerufen am 4. März 2013 (japanisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kitakyūshū – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien