Berlin Recycling Volleys

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Berlin Recycling Volleys
Logo BR Volleys CMYK klein.jpg
Deutscher Volleyball-Verband
Vereinsdaten
Adresse Glockenturmstraße 3–5
14053 Berlin
Manager Kaweh Niroomand
Volleyball-Abteilung
Liga Bundesliga
Spielstätte Max-Schmeling-Halle [1]
Trainer Mark Lebedew
Co-Trainer Manuel Müller
Erfolge Deutscher Meister
1993, 2003, 2004, 2012, 2013, 2014
Pokalsieger
1994, 1996, 2000
letzte Saison Deutscher Meister
(Stand: 7. Mai 2014)

Die Berlin Recycling Volleys sind eine Volleyballmannschaft des Berliner Sportvereins SC Charlottenburg und spielen in der Bundesliga. Bis Sommer 2011 war das Volleyball-Team unter dem Namen SCC Berlin bekannt. 2014 wurde Berlin zum sechsten Mal deutscher Meister.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Volleyballteam SCC entstand 1991 durch die Vereinigung der Volleyballer vom SC Charlottenburg, vom VdS Berlin und vom SC Berlin. Viele Spitzenvolleyballer aus der DDR setzten beim SCC ihre Karriere in der Bundesliga fort: René Hecht, Franko Hölzig, Ronald Triller, Robert Dellnitz, André Barnowski und andere. Aber auch viele neue Nationalspieler spielten Ende der 1990er Jahre beim SCC: Marco Liefke, Stefan Hübner, Norbert Walter, Ilja Wiederschein, Frank Dehne, Björn Andrae und andere.

Team[Bearbeiten]

Der Kader für die Saison 2014/15 besteht aktuell aus zwölf Spielern. Ruben Schott besitzt noch einen Vertrag bis 2017, ist aber für ein Jahr an den CV Mitteldeutschland ausgeliehen.

Kader - Saison 2014/15
Name Nr. Nation Größe Geburtsdatum Position
Paul Carroll 12 AustralienAustralien Australien 2,05 m 16. Mai  1986 D
Felix Fischer 6 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,03 m 27. Feb. 1983 MB
Tomáš Kmeť 14 SlowakeiSlowakei Slowakei 2,02 m 01. Dez. 1981 MB
Robert Kromm 3 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,12 m 09. Mär. 1984 AA
Martin Kryštof 11 TschechienTschechien Tschechien 1,79 m 11. Okt. 1982 L
Sebastian Kühner 10 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,03 m 15. Mär. 1987 Z
Kawika Shoji 2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,92 m 11. Nov. 1987 Z
Erik Shoji 7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,84 m 24. Aug. 1989 L
Aleksandar Spirovski 4 SerbienSerbien Serbien 2,03 m 16. Aug. 1978 D
Scott Touzinsky 1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 2,00 m 22. Apr. 1982 AA
Christian Dünnes 16 DeutschlandDeutschland Deutschland 2,07 m 16. Juni 1984 D
Rob Bontje 17 NiederlandeNiederlande Niederlande 2,06 m 12. Mai  1981 MB

Positionen: AA = Annahme/Außen, D = Diagonal, L = Libero, MB = Mittelblock, Z = Zuspiel

Neuzugänge 2014
Spieler bisheriger Verein
Erik Shoji Hypo Tirol Innsbruck
Christian Dünnes VfB Friedrichshafen
Rob Bontje Jastrzębski Węgiel
Abgänge 2014
Spieler neuer Verein
Roko Sikiric Karriereende
Srećko Lisinac Skra Bełchatów
Ruben Schott Chemie Volley Mitteldeutschland
Florian Hecht unbekannt

Auch in der Saison 2014/15 ist der Australier Mark Lebedew, der 2010 den Slowenen Andre Urnaut ablöste, Cheftrainer der Berlin Recycling Volleys. Neuer Co-Trainer ist Manuel Müller. Mannschaftsarzt Oliver Miltner und Physiotherapeut Christian Schwan sind für die medizinische Betreuung zuständig.

Bundesliga[Bearbeiten]

Bundesliga-Team 2010/11

Der SCC Berlin ist seit Jahren einer der größten Konkurrenten des VfB Friedrichshafen auf nationaler Ebene. Sechs deutsche Meisterschaften konnten die Berliner bisher gewinnen (1993, 2003, 2004, 2012, 2013 und 2014). In der Saison 2004/05 verlor der SCC jedoch im Halbfinale überraschend gegen den neuen Vizemeister evivo Düren und wurde schließlich nur Vierter. Ein Jahr später konnten sich die Berliner nach einer erneuten Halbfinal-Niederlage gegen Düren den dritten Platz sichern. 2011 wurde der SCC zum vierten Mal nach 2000, 2002 und 2008 Vizemeister, während man 2009 und 2010 bereits im Halbfinale scheiterte. 2012 beendeten die Berlin Recycling Volleys im Playoff-Halbfinale die Erfolgsserie der Friedrichshafener (3:1 Siege) und setzten sich anschließend in einer der knappsten Finalserien der jüngeren Geschichte mit 3:2 Siegen gegen Generali Haching durch. 2013 und 2014 verteidigten die Berliner ihren Titel mit jeweils 3:1-Finalsiegen über den VfB Friedrichshafen.[2]

DVV-Pokal[Bearbeiten]

Der SCC Berlin konnte den DVV-Pokal in seiner Geschichte dreimal gewinnen (1994, 1996 und 2000). In der Saison 2004/05 verlor der SCC das Finale gegen den VfB Friedrichshafen. Anschließend scheiterten die Berliner vier Mal in Folge im Halbfinale, 2005/06 und 2007/08 erneut gegen Friedrichshafen, 2006/07 und 2008/09 am Moerser SC. Anschließend kamen die BR Volleys nicht mehr über das Viertel- bzw. Achtelfinale hinaus. Erst 2014 gelang wieder der Einzug ins Finale, in dem man erneut dem VfB Friedrichshafen unterlag.

Europa-Pokal[Bearbeiten]

Nach mehreren Teilnahmen in der Champions League spielte der SCC Berlin in der Saison 2005/06 im CEV-Pokal. Vom 11. bis 13. November 2005 fand im spanischen Soria ein Vorrundenturnier statt, bei dem die Berliner auf den TSV Hartberg (Österreich), Schuvoc Halen (Belgien) und das Team des Gastgebers, Numancia Caja Duero Soria, trafen. Platz 2 bei diesem Turnier reichte nicht für die Qualifikation zur nächsten Runde. In der Saison 2006/07 spielte der SCC im Top Teams Cup. Beim Vorrundenturnier im niederländischen Doetinchem belegten die Berliner nach Niederlagen gegen die Gastgeber und Unicaja Almeria (Spanien) und nur einem Sieg gegen die Kroaten von OK Karlovac nur den dritten Platz und schieden damit aus. In der Saison 2007/08 erreichte der SCC mit Siegen gegen Doetinchem und Prvacina das Achtelfinale im Challenge Cup und verlor dort gegen AZS Olsztyn aus Polen. 2008/09 verloren die Berliner in der ersten Runde im „Golden Set” mit 11:15 gegen den griechischen Verein GC Lamia und schieden dann im Challenge Cup gegen CAI Teruel aus Spanien aus. 2009/10 erreichte der SCC im Challenge Cup nach einem 3:1-Sieg über VK Dukla Liberec den dritten Platz. 2010/11 kam man bis ins Achtelfinale des CEV-Pokals, wo man gegen Resovia Rzeszów aus Polen mit 2:3 und 1:3 unterlag. Im CEV-Cup 2011/12 kam man nach Siegen über Anorthosis Famagusta und Istanbul BBSK sogar bis ins Viertelfinale, in dem es gegen Acqua Paradiso Monza aus Italien zwei Niederlagen gab.

Jugend[Bearbeiten]

Die vom Verein als „SCC Juniors“ bezeichnete Nachwuchsabteilung wird von Stefan Meingast geleitet und besteht aus zwölf Jugendmannschaften von der A- bis zur F-Jugend, die alle in den höchsten Spielklassen vertreten sind. Die A-Jugend nimmt nicht am regulären Jugendspielbetrieb in Berlin teil, sondern bestreitet ausschließlich Meisterschaftsturniere (Berliner Meisterschaft, Regionalmeisterschaft Nordost, Deutsche Volleyballmeisterschaft der A-Jugend) und spielt im Erwachsenenspielbetrieb.

Im Zuge der Wende übernahm der Sportclub Charlottenburg 1991 das DDR-Jugendzentrum in Berlin-Marzahn. Auf diese Weise konnte der Fortbestand des Nachwuchszentrums gesichert und die Förderung von Kindern und Jugendlichen fortgesetzt werden. Von Beginn an bestand das Ziel darin, dass von den dort trainierenden Jugendlichen die Besten später in die Bundesligamannschaft integriert werden sollten. Aus den Jugendmannschaften sind unter anderem Björn Andrae, Norbert Walter, Manuel Rieke, Marcus Böhme, Denis Kaliberda und Sebastian Kühner hervorgegangen. Drei der 13 im Profikader der Saison 2013/14 stehenden Spieler stammen aus der eigenen Jugend.

Für ihre Nachwuchsarbeit wurde die Abteilung in den Jahren 1997 und 2005 durch den Deutschen Olympischen Sportbund mit dem Grünen Band für hervorragende Talentförderung im Verein ausgezeichnet. Im Trainerstab der Jugendabteilung sind mit Andreas Nestke, Frank Bachmann, Franko Hölzig (Berliner Landestrainer), Gil Ferrer Cutiño (Trainer am Bundesstützpunkt VC Olympia Berlin) und anderen Akteure mit direktem Bezug zur Volleyball-Bundesliga tätig. Die A-Jugend wurde in den Jahren 1995, 1997, 2000 und 2004 jeweils Deutscher Meister. Bei den B-Junioren gelang dies in den Jahren 1995, 1997, 1998, 2004, 2007 und 2009.

Die Heimstätten der Jugendmannschaften finden sich an den Stützpunkten im östlich gelegenen Stadtteil Berlin-Marzahn, zentral in Prenzlauer Berg und westlich in Berlin-Charlottenburg bzw. Westend.

Spielstätte[Bearbeiten]

Die Heimspiele finden in der Max-Schmeling-Halle statt. Beim 3. Finalspiel der Saison 2012/13 gegen den VfB Friedrichshafen am 2. Mai 2013 wurde dort mit 8553 Zuschauern ein Bundesliga-Rekord aufgestellt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.berlin-recycling-volleys.de/index.php?/20100804205/heimspiel/max-schmeling-halle.html
  2. Meister! Berlin holt Krimi-Titel Sport1, 5. Mai 2013, abgerufen am 5. Mai 2013
  3. volley.de, "Friedrichshafen wehrt den Meister-Matchball ab - Historischer Zuschauerrekord in der Max-Schmeling-Halle"

Weblinks[Bearbeiten]