Dieter Lenzen
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Dieter Lenzen (* 27. November 1947 in Münster in Westfalen) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und seit 2003 Präsident der Freien Universität Berlin.
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[Bearbeiten] Leben
Lenzen studierte nach dem Abitur ab 1966 an der Westfälischen Wilhelms-Universität die Fächer Erziehungswissenschaft, Philosophie sowie Deutsche, Englische und Niederländische Philologie. Sein Studium schloss er 1970 mit dem Magister ab, 1973 folgte die Promotion. Im Anschluss daran war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Bildungsforschung des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums tätig.
1975 wurde Lenzen in Münster Professor für Erziehungswissenschaft und war mit 28 Jahren jüngster Hochschullehrer in Deutschland. 1978 folgte er einem Ruf auf eine C4-Professur an die Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich Philosophie der Erziehung. 1993 war er Gastprofessor an der Universität Tokio, und 1994 an den japanischen Universitäten von Hiroshima, Kyoto und Osaka.
Von 1994 bis 1998 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und von 1999 bis 2003 erster Vizepräsident der Freien Universität Berlin, deren Präsident er seit dem 15. Juni 2003 ist. Am 21. Februar 2007 wurde er für eine zweite Amtszeit gewählt.
Lenzen ist Vorsitzender des Aktionsrat Bildung. Seit Mai 2007 ist er Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).
Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
[Bearbeiten] Wirken
Lenzens Forschungsschwerpunkte und wissenschaftliche Publikationen umfassen die Bereiche Philosophie der Erziehung, Empirische Bildungsforschung, Erziehungswissenschaftliche Systemforschung, Historische Anthropologie der Erziehung und die Erziehungswissenschaftliche Medienrezeptionsforschung.
[Bearbeiten] Kontroversen
Öffentlicher Kritik ausgesetzt war Lenzen, nach seiner Interview-Äußerung, der Intelligenzquotient türkischer Migranten sei geringer als der der deutschen Bevölkerung. Er berief sich dabei auf eine Studie der Universität Hannover, in der vom Intelligenzquotient allerdings nicht die Rede war. [1]
[Bearbeiten] Mitgliedschaften und Funktionen
- Mitglied der Jury des Europäischen Sozialfonds (für die Republik Österreich)
- Gutachter des Research Council for Culture and Society der Academy of Finland
- Mitglied des Kuratoriums des Bildungswerks der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg
- Mitglied im Kuratorium des Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)
- Mitglied des Kuratoriums der Berliner URANIA
- Mitglied im Stiftungsrat des Deutschen Herzzentrums Berlin
- Mitglied im Kuratorium des Max-Delbrück-Centrums
- Mitglied der Schulstandortkommission Brandenburg
- Mitglied im Rundfunkrat des RBB – Rundfunk Berlin Brandenburg
- Vorsitzender des Aktionsrat Bildung
- Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, Berlin
- Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
- Policy Fellow des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA), Bonn
- Mitglied der High Level Expert Group on Science Education der Europäischen Kommission
- Mitglied des Fördervereins sowie Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
[Bearbeiten] Literatur
- Marion Schmidt: Der Pate. Financial Times 19. November 2008, Porträt anlässlich der Auszeichnung „Hochschulmanager des Jahres“
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Dieter Lenzen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
[Bearbeiten] Einzelnachweise
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lenzen, Dieter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Erziehungswissenschaftler und seit 2003 Präsident der Freien Universität Berlin |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1947 |
| GEBURTSORT | Münster (Westfalen) |

