Eisenberg (Allgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eisenberg
Eisenberg (Allgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eisenberg hervorgehoben
47.610.6818Koordinaten: 47° 36′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Seeg
Höhe: 818 m ü. NN
Fläche: 13,63 km²
Einwohner:

1.167 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87637
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 125
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Pröbstener Straße 9
87637 Eisenberg
Webpräsenz: www.eisenberg-allgaeu.de
Bürgermeister: Alfons Stapf (Überpart.Wgem./ CSU/Fr.Wgem.)
Lage der Gemeinde Eisenberg im Landkreis Ostallgäu
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Moritz in Zell
Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Speiden

Eisenberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Eisenberg liegt in der Planungsregion Allgäu. Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Eisenberg. Zur Gemeinde Eisenberg gehören die Ortsteile Baumgarten – Eisenberg (ehemals die Ortsteile Pröbsten und Eisenburg) – Holz – Hummel – Kögelhof – Lieben – Oberdolden – Oberreuten – Osterreuten – Schweinegg – Speiden – Stockach – Unterdolden – Unterreuten – Weizern – Zell.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Herrschaft Eisenberg war ursprünglich Eigentum der Herren von Hohenegg. 1382 übergab Bertold von Hohenegg seinen Besitz an Herzog Leopold III. von Österreich (1351–1386), um ihn anschließend für sich und seine Erben als Lehen wieder zu erhalten. Erbin war seine Tochter Anna, die vor 1376 den Friedrich von Freyberg ehelichte.

Im 15. Jahrhundert spalteten sich zwei selbständige Besitzkomplexe ab: Ca. 1420 die Herrschaft Freyberg-Eisenberg-Hohenfreyberg mit dem Amtmannsitz in Zell und 1467 die Herrschaft Freyberg-Eisenberg-Hopferau mit dem Amtmannsitz in Hopferau. Der eisenbergische Amtmann wohnte im Schlösschen in Weizern. Dort hatten die Freiherrn von Freyberg-Eisenberg zu Eisenberg ein Niedergericht für ihren Herrschaftsbereich eingerichtet.

Mit der Rheinbundakte 1806 kam Eisenberg zu Bayern und im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

[Bearbeiten] Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Silber und Blau; oben schräg gekreuzt ein gestürztes rotes Schwert mit goldenem Griff und eine rote Lanze mit goldener Spitze und abhängendem rotem Fähnchen, darin ein durchgehendes goldenes Balkenkreuz; unten drei, zwei zu eins gestellte goldene Kugeln. Schwert und Lanze sind die Insignien von St. Moritz, dem Patron der Pfarrkirche. Der geteilte Schild mit den drei goldenen Kugeln ist das Wappen der Familie von Freyberg, der ehemaligen Ortsherrschaft.

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeister ist Alfons Stapf (Überpart. Wgem./CSU/Fr.Wgem.).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 389 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 44 T€.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Durch Zuzug ist die Einwohnerzahl in den letzten Jahren immer weiter angewachsen. 1970 wurden 742, 1987 dann 870 und im Jahr 2000 1.173 Einwohner gezählt.

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 56 und im Bereich Handel und Verkehr 33 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. In den sonstigen Wirtschaftsbereichen waren 103 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 337. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 944 ha (mit zu 100% Dauergrünfläche). Eine wichtige Erwerbsquelle ist auch der Fremdenverkehr.

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Der Pfarrort ist Zell mit der Pfarrkirche St. Moritz. Im Ortsteil Speiden steht die Wallfahrtskirche Maria Hilf mit einer sehenswerten Rokokoausstattung. Oberhalb von Zell befinden sich die beiden Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg. Auf Gemeindegebiet liegt außerdem der Burgstall Gschrift und das Geotop Nr. 777A023 47.59866846888910.594725608889 (aufgelassener Steinbruch mit Reiselsberger Sandstein)[2].

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten mit 25 Kindergartenplätze
  • Grundschule mit 7 Lehrern und 124 Schüler
  • Burgenmuseum Eisenberg: Exponate aus den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg

[Bearbeiten] Literatur

  • Albert Guggemos: Eisenberg im Wandel der Zeit. Gemeinde Eisenberg, 2006

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Eisenberg (Allgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Geotopkataster Bayern - Reiselsberger Sandstein am Schrofeneck
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