Eggenthal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Eggenthal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eggenthal
Eggenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eggenthal hervorgehoben
47.91472222222210.511388888889713Koordinaten: 47° 55′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eggenthal
Höhe: 713 m ü. NHN
Fläche: 28,1 km²
Einwohner: 1311 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 87653,
87782 (Sonderhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08347
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 124
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Römerstr. 12
87653 Eggenthal
Webpräsenz: www.eggenthal.de
Bürgermeister: Harald Polzer (Freie Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Eggenthal im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild

Eggenthal ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Geografie[Bearbeiten]

Eggenthal liegt in der Region Allgäu.

Es existieren die Gemarkungen Bayersried und Eggenthal. Daneben gibt es die Ortschaften Romatsried und Holzstetten sowie mehrere kleine Weiler. In Romatsried befindet sich der Burgstall Romatsried, ein möglicherweise schon in der Bronzezeit besiedelter Ort.

Geschichte[Bearbeiten]

Eggenthal dürfte mit der Römerstation Navoa oder Nawe identisch sein. Noch im Mittelalter tauchen beide Ortsnamen - Eggenthal und Nawe - nebeneinander auf. Der Ort liegt an der Römerstraße Augsburg-Kempten. Vermutlich haben vor den Römern bereits die Kelten hier gesiedelt. Die Herren von Eggenthal werden zwischen 1130 und 1457 urkundlich bezeugt. Um 1300 kaufte Bischof Wolfhart von Augsburg die Burg von Eggenthal für seine dortige Kirche. 1316 befindet sie sich als kemptisches Lehen im Besitz der Ritter von Rohrbach, 1366 verkaufen sie sie an die Herren von Schwarzenburg. Eggenthal gehörte später zur Reichsabtei Irsee und kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an Bayern. Der Bauernkrieg 1525, der Dreißigjährige Krieg und die Pest zogen den Ort und seine Bewohner beträchtlich in Mitleidenschaft. 1628 entstand auf dem Seelenberg ein Pestfriedhof und in der Folge die Maria Seelenkapelle südlich des Ortes. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Bis zur Gebietsreform 1972 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Kaufbeuren, seither zum Landkreis Ostallgäu. Eggenthal bildet mit den Nachbargemeinden Baisweil und Friesenried die Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Bayersried eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1124 Einwohner
  • 1987: 1186 Einwohner
  • 2000: 1284 Einwohner
  • 2003: 1296 Einwohner
  • 2005: 1290 Einwohner
  • 2006: 1281 Einwohner
  • 2007: 1283 Einwohner
  • 2010: 1284 Einwohner
  • 2011: 1293 Einwohner

Eggenthal wuchs zwischen 1988 und 2008 um 99 Einwohner bzw. ca. 8%

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Harald Polzer (Freie Wählervereinigung).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 464 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 80 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Rot auf grünem Grund ein silberner Meilenstein mit dem Wort NAWE auf dem Sockel, begleitet von zwei fünfmal von Silber und Schwarz geteilten Streitkolben mit goldenen Stielen.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Kapelle Maria Seelenberg in Eggenthal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 115 und im Bereich Handel und Verkehr sieben sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 38 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 364. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.628 ha. Davon waren ha Ackerfläche und 1.592 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 36 Kindern

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eggenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)