Baisweil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baisweil
Baisweil
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baisweil hervorgehoben
47.94510.541944444444676Koordinaten: 47° 57′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Eggenthal
Höhe: 676 m ü. NHN
Fläche: 26,28 km²
Einwohner: 1299 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87650
Vorwahl: 08340
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 114
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Baisweil
St.-Anna-Str. 24
87650 Baisweil
Webpräsenz: www.baisweil.de
Bürgermeister: Thomas Steinhauser (Bürgerblock / Fr.Wgem. Lauchdorf)
Lage der Gemeinde Baisweil im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild

Baisweil ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Geografie[Bearbeiten]

Baisweil liegt in der Region Allgäu im Nordwesten des Landkreises Ostallgäu im Dreieck zwischen Kaufbeuren, Mindelheim und Bad Wörishofen.

Ortsteile sind Baisweil, Lauchdorf und Großried.

Geschichte[Bearbeiten]

Baisweil liegt im Nordwesten des Ostallgäus in einem Tal, eingerahmt von Seitenmoränen, auf ca. 680 m über Meereshöhe. Hier verlief ehemals die Römerstraße Kempten - Augsburg. Spuren einer frühen Besiedelung entlang des südöstlich gelegenen Hügels reichen bis in diese Zeit zurück.

Eine erstmalige Erwähnung findet der Ort bzw. die Burg der Herren von Baisweil unter dem Namen "Beizwile" im Jahre 1130. Nachdem der Ortsadel, der am nordwestlichen Höhenrand siedelte, schon früh ausstarb, gehörte Baisweil von 1496 bis 1803 zur Reichsabtei Irsee. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Nach einem Kirchturmeinsturz in der Osternacht 1886 wurde eine Kirche im neuromanischen Stil erbaut und 1906 eingeweiht.

Bis heute weist der Ort eine ländliche Struktur auf. Doch in den vergangenen Jahrzehnten verringerte sich auch hier die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe erheblich. Die Gemeinde gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lauchdorf mit ihrem Ortsteil Großried eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden gezählt:

  • 1961: 1148 Einwohner[2]
  • 1970: 1093 Einwohner[2]
  • 1987: 1127 Einwohner
  • 2000: 1296 Einwohner
  • 2007: 1312 Einwohner
  • 2011: 1307 Einwohner

Baisweil wuchs zwischen 1988 und 2008 um 124 Einwohner bzw. ca. 11%

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Thomas Steinhauser (Bürgerblock/Fr. Wgem. Lauchdorf). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Ludwig Zindath (Bürgerblock/Freie Wählergem.).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 423 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 39 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein silberner Schwanenrumpf. Es geht auf das Wappen der Herren von Baisweil zurück.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 37 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 16 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 398. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.706 ha. Davon waren 314 ha Ackerfläche und 1.392 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Kindergarten:

1999 - Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 51 Kindern

2006 - Erweiterung des Kindergartens durch eine Kinderkrippe. 12 Plätze mit 6 Kindern.

2009 - Kindergarten: 50 Kinder, davon 6 Krippenkinder

Grundschule: 2 Klassen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baisweil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.