Seeg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seeg
Seeg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seeg hervorgehoben
47.65611111111110.613611111111853Koordinaten: 47° 39′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Seeg
Höhe: 853 m ü. NHN
Fläche: 50,06 km²
Einwohner: 2793 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87637
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 170
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 39
87637 Seeg
Webpräsenz: www.seeg.de
Bürgermeister: Manfred Rinderle (CSU / Arb. u. Rent. / Bauern u. Wgem.)
Lage der Gemeinde Seeg im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
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Seeg aus nördlicher Richtung

Der Luftkurort Seeg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Geografie[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Ulrich

Ortsteile: Albatsried, Amberg, Anwanden, Aufmberg, Bach, Beichelstein, Berkmühle, Biedings, Brandstatt, Buchach, Burk, Dederles, Engelbolz, Enzenstetten, Felben, Goimenen, Greit, Gsöllen, Hack, Hebern, Hitzleried, Hochstraß, Hollen, Hörmatzen, Kirchtal, Langegg, Lobach, Lobacherviehweide, Obermühle, Oberreuten, Rennbothen, Ried, Riedegg, Roßfallen, Schnarren, Schwarzenbach, Schweinegg, Seeg, Seeweiler, Straß, Sulzberg, Tannenmühle, Unterhalden, Unterreuten, Wiesleuten, Zeil.

Seeg liegt in der Region Allgäu.

Es existieren folgende Gemarkungen: Enzenstetten, Hack, Langegg, Osterwald, Seeweiler, Schwalten, Senkelewald.

Die Landschaft rund um Seeg ist durch ein hügeliges Gelände mit ausgedehnten Weideflächen, Mooren und vielen kleinen bis mittelgroßen Seen geprägt. Zu den Bekanntesten gehören die beiden Seeger Seen und der Schwaltenweiher.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 1138 und 1147 erfolgte die erste urkundliche Nennung Seegs. Der Ministeriale Suuiker de Seekka bezeugte in Weihenstephan eine Urkunde. Die Schreibweise für Seeg wechselte im Laufe der Jahrhunderte: Seege, Seegi, Seeche, Secke, Seigg, Sögke.

Seeg gehörte zum Hochstift Augsburg, welches hier ein eigenes Amtmannamt innerhalb der Pflege Füssen unterhielt. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. 1958 wurde Seeg als Erholungsort anerkannt, im Dezember 1987 wurden der Gemeinde das Prädikat Luftkurort verliehen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Enzenstetten eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.318, 1987 dann 2.276, im Jahr 2000 2.811 und am 31.Dezember 2008 2990 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Manfred Rinderle (CSU/Arb.u.Rent./Bauern u.Wgem.).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1060 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 215 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot ein silbernes Segelboot. Das Wappen wurde von Helga Lenkeit 1950 entwickelt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche St. Ulrich am Westrand von Seeg gilt als eine der bedeutendsten Rokokokirchen Bayerns. Das als „kleine Wies“ bezeichnete, 1725 geweihte, Gotteshaus wurde von Johann Jakob Herkomer entworfen und mit Fresken und Malereien von Balthasar Riepp und Johann Baptist Enderle ausgestattet. Die letzte umfassende Renovierung erfolgte unter Pfarrer Alois Meisburger (verstorben 2007) in den Jahren 2004 bis 2007 mit Unterstützung des Landes Bayern[3], der Deutschen Stiftung Denkmalschutz[4] und privater Spenden.

Mit dem Burgstall Burk befindet sich ein ehemaliger Adelssitz im Gemeindegebiet, der ein anschauliches Beispiel einer hochmittelalterlichen Turmhügelburg in Bayern darstellt.

Liste der Baudenkmäler in Seeg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 238 und im Bereich Handel und Verkehr 37 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 192 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 851. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 150 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3.351 ha, davon waren 3.348 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Seeg liegt an der Bahnstrecke Biessenhofen–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 115 Kindern
  • Grundschule: 1 mit 12 Lehrern und 250 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 468
  3. Kunstminister Goppel bewilligt 150.000 Euro für die Instandsetzung
  4. Beschreibung des Objekts auf der Seite der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“