Unterthingau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Ostallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Unterthingau | |
| Höhe: | 773 m ü. NN | |
| Fläche: | 45,23 km² | |
| Einwohner: |
2.767 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 61 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87647 | |
| Vorwahl: | 08377 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OAL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 77 175 | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 9 87647 Unterthingau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Schramm | |
| Lage des Marktes Unterthingau im Landkreis Ostallgäu | ||
Unterthingau ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Unterthingau.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Unterthingau liegt in der Region Allgäu und wird von der Kirnach durchflossen. Durch den Ort verläuft der Allgäu-Radweg.
Es existieren folgende Gemarkungen: Oberthingau, Reinhardsried, Unterthingau.
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Schenkung von Otto dem Grossen als "Tiuoningouvue", der den Ort an das Kloster Kempten schenkte, welches in der Folgezeit die Rodung und diesem Gebiet vorantrieb. Bischof Ulrich von Augsburg schenkte 950 einen Hof in Thingau an das Kemptener Kloster und soll im Jahr 963 hier einen Kirchenbau geweiht haben. Als erster Pfarrer ist um 1100 ein Odalrich de Tonego überliefert. Der Ortsname Thingau wird auf den Personennamen Tuono zurückgeführt, eine Differenzierung in Unter- und Oberthingau ist ab 1357 nachweisbar. Unterthingau war seit 1465 Sitz eines Dorfgerichts des Fürststiftes Kempten. Unterthingau ´bekam 1485 von Kaiser Friedrich dem Dritten das Marktrecht mit wichtigen Eigenrechten zugesprochen. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort mit dem Pflegamt Thingau zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige, damals selbständige Gemeinde. Im Jahr 1873 gliedert sich Unterthingau dem Bezirksamt Markt Oberdorf und dem Amtsgericht Obergünzburg ein. Im Rahmen der Gebietsreform wurde der Landkreis Marktoberdorf aufgelöst, Unterthingau gehört seitdem zum neu entstandenen Landkreis Ostallgäu. 1978 erfolgte im Zuge der Gebietsreform die Eingemeindung der Gemeinden Reinhardsried und Oberthingau in die Marktgemeinde Unterthingau.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.133, 1987 dann 2.354 und im Jahr 2000 2.600 Einwohner gezählt.
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,067 Mio. €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 157.000 €.
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen zeigt in blau zwei rote Mohnblumen an schräggekreuzten, beblätterten grünen Stengeln.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Es existieren keine Städtepartnerschaften.
[Bearbeiten] Religion
Die katholischen Gemeindemitglieder des Marktes gehören zu den Kath. Pfarreien St.Nikolaus für die Ortsteile Unterthingau und Reinhardsried und St.Stephan für Oberthingau. Die Pfarrkirche St. Martin, Kraftisried bildet eine Filialkirche von St. Nikolaus. Die Pfarrei St.Nikolaus, Unterthingau besteht aus den politischen Gemeinden Unterthingau und Kraftisried.
Seit September 2011 bilden diese Pfarreien und Filialen zusammen mit der Pfarrei St. Oswald, Görisried eine Pfarreiengemeinschaft. Leiter ist Pfarrer Edvard Wastag. Gemeindereferent Jürgen Holzheu ist pastoraler Mitarbeiter der Pfarreiengemeinschaft.
Die evangelisch-lutherischen Gemeindemitglieder in den Ortsteilen Unterthingau und Reinhardsried gehören der ca. 1.350 Personen umfassenden Kirchengemeinde Obergünzburg an, bestehend aus den politischen Gemeinden Obergünzburg, Günzach, Ronsberg, Untrasried, Hopferbach, Reinhardsried, Kraftisried und Unterthingau. Im Ortsteil Oberthingau gehören die evangelischen Bewohner der Kirchengemeinde Marktoberdorf an.
Ferner existieren Mitglieder sonstiger christlicher Gruppen, ebenso Muslime.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Unterthingau
- Schloss Unterthingau aus dem 16. Jahrhundert, beherbergt die Gemeindeverwaltung, die Gemeinde- und Pfarrbücherei und verschiedene Vereine Wallfahrtskirche St.Stephan Oberthingau.
- Pfarrkirche St.Nikolaus, aus dem 14. Jahrhundert
- Kapelle Maria Trost
[Bearbeiten] Oberthingau
- Wallfahrtskirche St. Stephan
- Kapelle Maria Patrona Bavariä in Ried bei Oberthingau
[Bearbeiten] Reinhardsried
[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten
- Seelenkapelle auf dem Seelenberg
Im Umkreis der Ortsteile finden sich einige Bodendenkmäler die von Fliehburgen und anderen mittelalterlichen Bauwerken zeugen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zwölf, im produzierenden Gewerbe 162 und im Bereich Handel und Verkehr 63 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 94 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 898. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 117 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.565 ha, davon waren 2.563 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Verkehr
Unterthingau liegt an der Bundesstraße 12, die heute etwas abseits des Ortes vorbeiführt.
[Bearbeiten] Bildung
Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 87 Kindern
- Volksschulen: 1 mit 23 Lehrern und 459 Schülern
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Sonstige Persönlichkeiten mit Bezug zu Unterthingau
- Johann Mühlegg, ehemaliger deutscher Wintersportler (Skilanglauf), der einige Jahre in Unterthingau lebte.
- Erwin Haas, Weltmeister Senioren-Skilanglauf
[Bearbeiten] Weblinks
- Unterthingau: Wappengeschichte vom HdBG
- Pfarrei St.Nikolaus, Unterthingau
- Unterthingau: Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,05 MB)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
Aitrang | Baisweil | Bidingen | Biessenhofen | Buchloe | Eggenthal | Eisenberg | Friesenried | Füssen | Germaringen | Görisried | Günzach | Halblech | Hopferau | Irsee | Jengen | Kaltental | Kraftisried | Lamerdingen | Lechbruck a.See | Lengenwang | Marktoberdorf | Mauerstetten | Nesselwang | Obergünzburg | Oberostendorf | Osterzell | Pforzen | Pfronten | Rettenbach a.Auerberg | Rieden | Rieden am Forggensee | Ronsberg | Roßhaupten | Rückholz | Ruderatshofen | Schwangau | Seeg | Stötten a.Auerberg | Stöttwang | Unterthingau | Untrasried | Waal | Wald | Westendorf
