Stötten am Auerberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stötten a.Auerberg
Stötten am Auerberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stötten a.Auerberg hervorgehoben
47.73861111111110.688611111111733Koordinaten: 47° 44′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Stötten am Auerberg
Höhe: 733 m ü. NHN
Fläche: 40,75 km²
Einwohner: 1841 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87675
Vorwahl: 08349
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 171
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Füssener Straße 11
87675 Stötten
Webpräsenz: www.stoetten.de
Bürgermeister: Joachim Ernst (Allgem. Wählerschaft)
Lage der Gemeinde Stötten a.Auerberg im Landkreis Ostallgäu
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Stötten am Auerberg von Westen

Stötten am Auerberg (amtlich: Stötten a.Auerberg; mundartlich: Schdeedda) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Stötten am Auerberg.

Geografie[Bearbeiten]

Stötten am Auerberg liegt in der Region Allgäu. Die Landschaft um Stötten wird insbesondere durch den 1.055 m hohen Auerberg im Osten und die Stöttener Hochmoore im Tal der Geltnach westlich des Ortes gekennzeichnet. Die Geltnach, ein Zufluss der Wertach, wurde 1912 wegen häufiger Hochwasser reguliert. Westlich des Ortes bestand ein von der Geltnach durchflossener, ab 1798 trockengelegter großer See.

Es existieren folgende Gemarkungen: Remnatsried, Steinbach, Stötten am Auerberg.

Geschichte[Bearbeiten]

1314 erfolgte die erste Erwähnung Stöttens als Steten auf dem Urberc. Stötten am Auerberg gehörte zum Hochstift Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Steinbach eingegliedert.[2] Am 1. Juli 1976 kam Remnatsried hinzu. Rettenbach am Auerberg folgte am 1. Mai 1978.[3] Nach zähen Auseinandersetzungen ist Rettenbach seit dem 1. Januar 1994 wieder selbstständig.[4] Seitdem besteht eine Verwaltungsgemeinschaft mit den Gemeinden Rettenbach am Auerberg und Stötten am Auerberg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1810 Einwohner[3]
  • 1970: 1851 Einwohner[3]
  • 1987: 1748 Einwohner
  • 2000: 1897 Einwohner
  • 2011: 1827 Einwohner
  • 2012: 1835 Einwohner

Alle Einwohnerzahlen beziehen sich auf das Gebiet der heutigen Gemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Joachim Ernst (Allgemeine Wählerschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Harald Neuber (Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 578 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 46 T€.

Stötten ist Mitgliedsgemeinde der, die Grenzen der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern überschreitenden, interkommunalen Allianz „Auerbergland“.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter rotem Schildhaupt, darin eine silberne Wellenleiste, in Silber auf grünem Dreiberg ein grünes Kleeblattsteckkreuz, beseitet von zwei aufrechten schwarzen Ochsenhörnern.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 7, im produzierenden Gewerbe 71 und im Bereich Handel und Verkehr 13 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 40 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 586. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 126 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.497 ha, davon waren 21 ha Ackerfläche und 2.475 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Stötten liegt an der Bundesstraße 16 zwischen Marktoberdorf und Füssen. Von 1899 bis 1973 bestand zwischen Marktoberdorf und Lechbruck eine Lokalbahnlinie mit Bahnhöfen auch in Stötten und Steinbach, danach wurde auf deren Trasse ein regionaler Radweg gebaut, der heute ein Teilstück der sogenannten "Dampflokrunde" ist.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 88 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 12 Lehrern und 207 Schülern

Galerie[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Griesmann (Verf.); Gemeinde Stötten am Auerberg (Hrsg.): Heimat-Chronik der Gemeinde Stötten a. Auerberg, Stötten a. Auerberg, 1990
  • Hansjörg Küster; Birgit Gehlen: Vom Werden einer Kulturlandschaft: vegetationsgeschichtliche Studien am Auerberg, Südbayern, Weinheim: VCH, Acta Humaniora, 1988 ISBN 3-527-17532-6
  • Günter Ulbert; Werner Zanier; Christof Flügel: Der Auerberg, (Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte, 45), München: Beck'sche Verlagsbuchhandlung, 1994

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stötten am Auerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 519.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994