Rettenbach am Auerberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rettenbach a.Auerberg
Rettenbach am Auerberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rettenbach a.Auerberg hervorgehoben
47.76666666666710.75832Koordinaten: 47° 46′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Stötten am Auerberg
Höhe: 832 m ü. NHN
Fläche: 12,92 km²
Einwohner: 831 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87675
Vorwahl: 08860
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 183
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstrasse 1
87675 Rettenbach a.Auerberg
Webpräsenz: www.rettenbach-am-auerberg.de
Bürgermeister: Reiner Friedl (Dorfgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Rettenbach a.Auerberg im Landkreis Ostallgäu
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Rettenbach am Auerberg (amtlich: Rettenbach a.Auerberg) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stötten am Auerberg.

Zum staatlich anerkannten Erholungsort gehören die Ortsteile Birkenberg, Frankau sowie Oberlöchlers und Unterlöchlers und die Einödhöfe Weichberg, Höllbauer und Rupprechts. Es existiert nur die Gemarkung Rettenbach a.Auerberg. Der Auerberg selbst gehört nicht zum Gemeindegebiet von Rettenbach, sondern zu Bernbeuren und Stötten a.Auerberg. Die höchste Erhebung in Rettenbach ist die Kappelhöhe (967 Meter) bei Weichberg. Auf der Kappelhöhe befindet sich neben einer Kapelle ein Fernmeldeturm.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde Rettenbach nach Stötten am Auerberg eingemeindet.[2] Nach zähen Auseinandersetzungen ist Rettenbach seit dem 6. Oktober 1993 wieder selbstständig.[3] Seitdem besteht eine Verwaltungsgemeinschaft mit Stötten. Im Jahre 2007 beauftragte der damalige 2. Bürgermeister Reiner Friedl den Südtiroler Komponisten Gottfried Veit, über diese politische Situation ein Lied zu komponieren. Die verschiedenen dargestellten Themen sind: Motiv der Freiheit – Der ungetrübte Alltag – Die Zwangseingliederung zu Stötten – Depression macht sich im Dorf breit – Erinnerungen an glückliche Tage – Gedanken an die Freiheit – Die russische Zuwanderung – Der Kampf um die Selbständigkeit – Freudenglocken (Symbolisieren die Kirchenglocken, die am Tag der wiedergewonnenen Selbstständigkeit, 6. Oktober 1993, stundenlang im Dorf läuteten) – Hymnus der Freiheit (Hauptthema). Das Freiheitsthema wurde auch am Eingang zur Weichberghalle (oberhalb des Weichbergmarktes) an die Wand gemalt, als Symbol der wiedergewonnenen Selbstständigkeit.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1995 2000 2005 2008 2012
Einwohner 775 732 766 792 805

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Reiner Friedl (Dorfgemeinschaft).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Durch eine Wellenlinie schräg geteilt; vorne eine goldene Rosette auf Schwarz; hinten ein roter Wellenbalken auf Silber.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft von Rettenbach ist einerseits landwirtschaftlich geprägt; andererseits haben hier auch mehrere mittelständische Gewerbebetriebe (Maschinenbau) ihren Sitz, etwa der Forstmaschinenhersteller Pfanzelt Maschinenbau oder der Kommunalmaschinenhersteller Kugelmann. Rettenbach besitzt die deutschlandweit erste SB-Tankstelle für reines Pflanzenöl. Zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe wurde ein neuer Dorfladen, der „Weichbergmarkt“, gebaut und am 14. Juni 2007 feierlich eröffnet. Auch belegte Rettenbach jeweils in der Saison 2003/04, 2004/05, sowie 2006/07 und 2007/08 den ersten Platz in der Solarbundesliga, in der sich Gemeinden in der installierten Photovoltaik- und Solarthermieleistung messen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Anton Geiß (1858–1944), Staatspräsident des Freistaates Baden 1918–1920

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rettenbach am Auerberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994