Elizabeth Loftus

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Elizabeth F. Loftus (* 1944 in Los Angeles) ist eine amerikanische Psychologin. Ihre Arbeiten über das menschliche Gedächtnis haben großen Einfluss auf Gerichtsverhandlungen und andere Bereiche. Loftus ist Mitglied des Scientific Advisory Boards der False Memory Syndrome Foundation.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Loftus schloss ihr Studium der Mathematik und Psychologie 1966 mit dem bachelor's degree an der University of California, Los Angeles und 1967 mit dem MA an der Stanford University ab. Ebenfalls an der Stanford University wurde sie 1970 zum Ph.D in Psychologie promoviert.

Sie ist Professorin an der University of California, Irvine. Außerdem ist sie Affiliate Professor of Psychology und Affiliate Professor of Law an der University of Washington in Seattle.

2004 wurde Loftus in die National Academy of Sciences gewählt. 2005 gewann sie den Grawemeyer Prize in Psychology (der wichtige Ideen mit großen Auswirkungen auszeichnen soll). 2005 wurde sie in die Royal Society of Edinburgh gewählt, 2006 in die American Philosophical Society.

[Bearbeiten] Werk

Elizabeth Loftus hat zahlreiche Experimente über das menschliche Gedächtnis durchgeführt, die zeigen, dass unsere Erinnerungen durch Suggestion und andere post-event Informationen stark beeinflusst werden können, sodass Konfabulation und falsche Erinnerungen zustande kommen. Sie bezweifelt auch die freudschen Theorie der Verdrängung.

[Bearbeiten] Im Einkaufszentrum verirrt

Lost in the mall ist eines ihrer berühmtesten Experimente. Den Vpn (Versuchspersonen) wurden kurze Berichte über Erlebnisse in der Kindheit, die angeblich von Verwandten verfasst wurden, gegeben. Sie sollten sich wieder an diese erinnern, doch sie wussten nicht, dass eine dieser Erzählungen falsch war: Die Vp soll sich im Alter von 5 bis 6 Jahren im Einkaufszentrum verirrt haben und dann von einem Erwachsenen gerettet worden sein. 6 von 24 Vpn behaupteten, sich daran erinnern zu können, obwohl dieses Ereignis nie stattgefunden hatte.

[Bearbeiten] Kritik

Während des Gerichtsprozesses gegen Lewis Libby, in dem Loftus als Sachverständige fungierte, konnte sie die wissenschaftliche Basis ihrer Methodik nicht darstellen und der Staatsanwalt wies ihr viele Widersprüche nach.[1]

[Bearbeiten] Bücher

  • Eyewitness Testimony (1979) ISBN 0-674-28777-0
  • Witness for the Defense: The Accused, the Eyewitness and the Expert Who Puts Memory on Trial (1991) ISBN 0-312-08455-2
  • The Myth of Repressed Memory: False Memories and Allegations of Sexual Abuse (1994) ISBN 0-312-14123-8#

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. In the Libby Case, A Grilling to Remember. In: The Washington Post, 27. Oktober 2006.
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