Ellipsoid
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Ein Ellipsoid ist die höherdimensionale Entsprechung einer Ellipse.
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[Bearbeiten] Definition
Ein Ellipsoid im dreidimensionalen Raum kann als affines (also gestrecktes oder gestauchtes) Bild einer Sphäre (d. h. Kugeloberfläche) erklärt werden. Unter Verwendung kartesischer Koordinaten und Ausrichtung der Koordinatenachsen x,y und z nach den Symmetrieachsen des Ellipsoids lautet seine Gleichung
mit positiven reellen Zahlen a, b und c, den Längen der Halbachsen.
Im n – dimensionalen Raum ist ein Ellipsoid die Lösungsmenge einer quadratischen Gleichung (quadratischen Form) mit positiv definiter symmetrischer reeller Matrix Q = (qij):
Durch Hauptachsentransformation kann man Q auf eine Diagonalmatrix mit positiven Eigenwerten transformieren. Die Eigenvektoren geben die Richtung und die Eigenwerte die dazugehörigen halben Längen der Hauptachsen an.
In der Linearen Optimierung werden Ellipsoide in der Ellipsoid-Methode verwendet.
Die folgenden Erläuterungen beschränken sich wieder auf Ellipsoide im dreidimensionalen Raum. Sind alle drei Halbachsen verschieden, spricht man von triaxialen (oder dreiachsigen) Ellipsoiden. Bei Rotation einer Ellipse um eine ihrer Achsen entstehen Rotationskörper, in diesem Fall Rotationsellipsoide. Angenäherte Beispiele für Rotationsellipsoide sind rotierende Himmelskörper, etwa die Erde (vergl. Erdellipsoid) bzw. Planeten, Sonnen oder Galaxien. Elliptische Galaxien können auch triaxial sein.
[Bearbeiten] Volumen des Ellipsoids
Das Volumen V lässt sich mit
aus dem Produkt der Halbachsen berechnen.
[Bearbeiten] Oberfläche des Rotationsellipsoids
Sei
und sei
die numerische Exzentrizität der Ellipse, die sich als Schnitt mit der xz-Ebene y = 0 ergibt. Dann ist für ein abgeplattetes (oblates) Ellipsoid mit a = b > c (Rotationsachse = z-Achse)
und für ein verlängertes (prolates) Ellipsoid mit a > b = c (Rotationsachse = x-Achse)
[Bearbeiten] Oberfläche des triaxialen Ellipsoids
Die Oberfläche des triaxialen Ellipsoids lässt sich nicht mit Hilfe von Funktionen ausdrücken, die man als elementar ansieht, wie z. B. artanh oder arcsin. Die Flächenberechnung gelang Legendre mit Hilfe der elliptischen Integrale. Sei a > b > c. Schreibt man
und
,
so lauten die Integrale
und 
Die Oberfläche hat mit E und F nach Legendre den Wert
Werden die Ausdrücke für k und
sowie die Substitutionen
und 
in die Gleichung für A eingesetzt, so ergibt sich die Schreibweise
Von Knud Thomsen stammt die (integralfreie) Näherungsformel
Die maximale Abweichung vom exakten Resultat beträgt weniger als 1.2%.
Im Grenzfall eines vollständig plattgedrückten Ellipsoids
streben alle drei angegebenen Formeln für A gegen 2πab, den doppelten Wert der Fläche einer Ellipse mit den Halbachsen a und b.
[Bearbeiten] Herleitung der Formeln für Rotationsellipsoide
Mit den Definitionen der elliptischen Integrale E und F lassen sich die beiden rotationssymmetrischen Spezialfälle leicht aus der allgemeinen triaxialen Formel ableiten, denn E und F werden zu elementaren Funktionen.
[Bearbeiten] Abgeplattetes Ellipsoid
- b = a, also wird k = 1, daraus folgt
und 
- Eingesetzt in Legendres Gleichung ergibt das

[Bearbeiten] Verlängertes Ellipsoid
- b = c, also wird k = 0, daraus folgt

- Eingesetzt in Legendres Gleichung ergibt das

Zusammenfassen und Vereinfachen führt auf die im Abschnitt Oberfläche des Rotationsellipsoids angegebenen Ausdrücke. Alternativ lassen sich die Oberflächen auch als Mantelflächen rotierender Ellipsen (Rotationsellipsoid) berechnen.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Online-Berechnung von Volumen und Oberfläche eines Ellipsoids (englisch): [1]









