Eppenschlag

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eppenschlag
Eppenschlag
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eppenschlag hervorgehoben
48.88333333333313.3608Koordinaten: 48° 53′ N, 13° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schönberg
Höhe: 608 m ü. NHN
Fläche: 17,01 km²
Einwohner: 983 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94536
Vorwahl: 09928
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 116
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 12
94536 Eppenschlag
Webpräsenz: www.eppenschlag.de
Bürgermeister: Christian Süß (CSU)
Lage der Gemeinde Eppenschlag im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Regen Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Schöfweg Waldhäuserwald Schönbrunner Wald Schlichtenberger Wald Sankt Oswald Pleckensteiner Wald Philippsreuter Wald Mauther Forst Spiegelau Graineter Wald Annathaler Wald Zenting Waldkirchen Thurmansbang Spiegelau Schönberg (Niederbayern) Neuschönau Sankt Oswald-Riedlhütte Saldenburg Röhrnbach Ringelai Philippsreut Perlesreut Neureichenau Mauth Jandelsbrunn Innernzell Hohenau (Niederbayern) Hinterschmiding Grainet Grafenau (Niederbayern) Fürsteneck Freyung Eppenschlag Schöfweg Leopoldsreuter Wald Frauenberger u. Duschlberger Wald Haidmühle Österreich TschechienKarte
Über dieses Bild
Eppenschlag Gesamtansicht

Eppenschlag ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald inmitten des Bayerischen Waldes. Eppenschlag liegt an der B 85 unweit der Grenze zum Landkreis Regen, die Ortschaft befindet sich 40 km südöstlich von Viechtach, 20 km südlich von Zwiesel, 45 km nördlich von Passau und 33 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Hengersberg) entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Eppenschlag hat 21 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Vier dieser Gemeindeteile liegen in der Gemarkung Großmisselberg, die früher eine selbständige Gemeinde war: Großmisselberg, Hohenthann, Hungerberg und Kleinarmschlag (ein Teil der Gemarkung Großmisselberg liegt in der Nachbargemeinde Schönberg, da die frühere Gemeinde Großmisselberg aufgeteilt wurde).

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1395 wurden in Epenschlag acht Güter genannt. Eppenschlag gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Bärnstein des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Obmannschaft.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1830 brannte das Dorf fast vollständig ab, 1875 und 1899 gab es kleinere Brände. Die Expositur Eppenschlag wurde 1914 errichtet, die Pfarrei 1921. Seit 1901 besitzt Eppenschlag eine eigene Kirche.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges vernichtete Feindeinwirkung Eppenschlag am 24./25. April 1945 fast vollständig. Der im Ortsteil Marbach geborene Schriftsteller Franz Schrönghamer-Heimdal wurde 1951 Ehrenbürger von Eppenschlag.

1978 wurde die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 28. Dezember 1946 wurde der größere Teil der bis dahin selbständigen Gemeinde Großmisselberg eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1840: 675 Einwohner
  • 1871: 774 Einwohner
  • 1900: 761 Einwohner
  • 1925: 800 Einwohner
  • 1939: 828 Einwohner
  • 1950: 981 Einwohner
  • 1961: 886 Einwohner
  • 1970: 892 Einwohner
  • 1980: 803 Einwohner
  • 1987: 890 Einwohner
  • 2000: 973 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU: 6 Sitze (65,0 % der Stimmen)
  • UWG: 3 Sitze (35,0 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Christian Süß (CSU). Sein Vorgänger Karl Reith (CSU), der 2008 ohne Gegenkandidat mit 92,1 % der gültigen Stimmen gewählt wurde, trat nach 35 Jahren im Amt zum 1. Mai 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bis zur Neuwahl am 28. Juli 2013 führte sein Stellvertreter Michael Binder (CSU) die Amtsgeschäfte.

Finanzen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 261.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 15.000 €.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Katharina
  • Die katholische Pfarrkirche St. Katharina wurde 1901 nach Plänen des Münchner Architekten Joseph Elsner erbaut und ausgestattet. 1971 wurde die Innenausstattung beseitigt und die Kirche innen neu gestaltet[4].

Liste der Baudenkmäler in Eppenschlag

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 93 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 13 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 298. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 1 Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 42 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 898 ha, davon waren 725 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten mit 25 Kindergartenplätzen und 23 Kindern
  • Außenstelle der Grund- und Hauptschule Schönberg für die Jahrgangsstufen eins bis vier

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eppenschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111212/003414&attr=OBJ&val=647
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 473
  4. Georg Brenninger. In: Der Storchenturm 1990, Heft 48/49, S. 92/93