Fürsteneck
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Freyung-Grafenau | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Perlesreut | |
| Höhe: | 395 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,42 km² | |
| Einwohner: |
938 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 90 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94142 | |
| Vorwahl: | 08555 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FRG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 72 119 | |
| Gemeindegliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Atzldorf 5 94142 Fürsteneck |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heinz Binder (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Fürsteneck im Landkreis Freyung-Grafenau | ||
Fürsteneck ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Perlesreut.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im südlichen Bayerischen Wald zwischen den Tälern der Ilz und der Wolfsteiner Ohe. Fürsteneck bildet die südlichste Gemeinde im Landkreis und grenzt direkt an den Landkreis Passau. Fürsteneck ist von eingeschnittenen Tälern umgeben. Nach Passau beträgt die Entfernung 22 km, nach Waldkirchen 15 km, nach Freyung 18 km, nach Grafenau 20 km und zur Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Aicha vorm Wald) 23 km.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Fürsteneck hat 13 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Geschichte [Bearbeiten]
Das ehemalige Pfleggericht des Hochstiftes Passau wurde 1803 mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes zugunsten Ferdinands von Toskana säkularisiert. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1970: 771 Einwohner
- 1987: 813 Einwohner
- 2000: 992 Einwohner
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:
Bürgermeister [Bearbeiten]
Bürgermeister ist Heinz Binder (CSU), der 2008 ohne Gegenkandidat mit 89,5 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.
Finanzen [Bearbeiten]
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 302.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 14.000 €.
Wappen [Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber unter erhöhtem, verkürztem grünen Wellengöpel auf grünem Dreiberg ein roter Zinnenturm.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- „Fürstenecker Barockfestspiele“
Schloss Fürsteneck [Bearbeiten]
Das Schloss Fürsteneck wurde um 1190 von dem Passauer Fürstbischof Wolfger von Erla als Grenzbefestigung gegen die bayerischen Herzöge errichtet. 1570 fand unter Fürstbischof Urban von Trennbach eine Renovierung statt. 1745 entstand unter Kardinal Joseph Dominikus von Lamberg die Schlosskapelle. 1803 fiel das Schloss an den bayerischen Staat und 1814 wurde es an einen ehemaligen Mönch verkauft. Heute beherbergt das Schloss einen Landgasthof mit Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Fürsteneck
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 16 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 320. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 26 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 454 ha, davon waren 335 ha Dauergrünfläche.
Verkehr [Bearbeiten]
Fürsteneck hat seit 1890 mit der gleichnamigen, aber auf dem Gemeindegebiet Hutthurms liegenden Haltestelle der Bahnstrecke Passau–Freyung Anschluss an das Eisenbahnnetz. Diese Bahnstrecke wurde jedoch seit 2002 nicht mehr befahren.
Im Jahr 2009 begann die Reaktivierung der Strecke durch die Ilztalbahn GmbH, unterstützt durch den Förderverein Ilztalbahn e.V..
Seit dem 12. September 2010 ist die Teilstrecke Waldkirchen - Freyung wieder in Betrieb.
Am 16. Juli 2011 wurde der Bahnverkehr im Rahmen des Freizeitverkehrsprojektes Donau-Moldau wieder an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen im Sommerhalbjahr und zu Sonderfahrten ganzjährig aufgenommen.
Bildung [Bearbeiten]
Derzeit gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule in der Gemeinde Fürsteneck. Der Kindergarten "St. Christophorus" ist ein eingruppiger, caritativer Kindergarten in dem die Kinder von einer Erzieherin, die zugleich die Leitung des Kindergartens hat, und zwei Kinderpflegerinnen betreut werden. Erbaut und eröffnet wurde der Kindergarten im Jahr 1993. Der Kindergarten St. Christophorus verfolgt die Reggio-Pädagogik und ist einer der ersten Kindergärten in der Region, der entsprechend dieser Pädagogik zertifiziert wurde. Die Grundschule beherbergt derzeit nur noch die 4. Klasse. Ab kommendem Schuljahr wird aufgrund der geringer Kinderzahl die Schule im Ortsteil Atzldorf geschlossen.
Sport [Bearbeiten]
Die DJK Fürsteneck ist der örtliche Sportverein. Innerhalb des Vereins gibt es die Sparten Fußball, Eisstockschießen, Gymnastik, Laufen und Tanz. Der Fußballverein spielt derzeit in der Kreisliga Bayerwald. Die Sparte Laufen tritt als "Laufwölfe Fürsteneck" auf und ist in vielen verschiedenen Wettkämpfen im bayerischen und österreichischen Raum vertreten. Die Sparte Tanz ist derzeit lediglich für Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Gymnastik beinhaltet verschiedene Kurse und wird für jedes Alter angeboten.
Weblinks [Bearbeiten]
- Fürsteneck: Wappengeschichte vom HdBG
- Website von Fürsteneck
- Schloss Fürsteneck
- Fürsteneck: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111212/004942&attr=OBJ&val=649
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