Freyung
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Freyung-Grafenau | |
| Höhe: | 655 m ü. NN | |
| Fläche: | 48,64 km² | |
| Einwohner: |
6.923 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 142 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94078 | |
| Vorwahlen: | 08551, 08558 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FRG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 72 118 | |
| Stadtgliederung: | 27 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 94078 Freyung |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Olaf Heinrich (CSU) | |
| Lage der Stadt Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau | ||
Freyung ist die Kreisstadt des Landkreises Freyung-Grafenau im Regierungsbezirk Niederbayern. Die Stadt liegt im Bayerischen Wald, nahe der deutsch-tschechischen Grenze.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Kreisstadt Freyung liegt im Südosten des Bayerischen Waldes am Ufer des Saußbaches, der später die Wolfsteiner Ohe bildet. Nördlich von Freyung befindet sich der Nationalpark Bayerischer Wald. Freyung liegt 33 km nördlich von Passau, 17 km von der Grenze zu Tschechien, 18 km von Grafenau und 27 km von der Grenze zu Österreich entfernt.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die politische Gemeinde Freyung hat 27 amtlich benannte Ortsteile[2]:
[Bearbeiten] Geschichte
Erste Siedlungen auf dem Gebiet der heutigen Stadt Freyung sind bereits im 13. Jahrhundert bekannt: Die Einwohner ließen sich in der Nähe der alten Burg Wolfstein, welche der Bischof Wolfger von Erla um 1200 errichtet hatte, in einem Rodungsdorf nieder. Zuvor war das Land 1193 von Kaiser Heinrich VI. an einige Passauer Bischöfe abgetreten worden. Die Freyung war damals noch kein Ortsname, sondern bezeichnete ein Gebiet, in dem den Siedlern eine Freiung, das heißt eine Befreiung von den Steuern, gewährt wurde. 1301 wird dieser Ort als Purchstol zu Wolferstein und ein Wald dazu erstmals urkundlich erwähnt.
Bereits 1354 erhielt der Nachbarort Kreuzberg, der Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet worden war, das Marktrecht, welches 1523 auf Freyung übertragen wurde. Als im Jahre 1380 in Freyung eine Pfarrkirche errichtet wurde, war Kreuzberg schon länger ein bekannter Wallfahrtsort. Die heutige Kreuzberger Pfarrkirche und die erste Schule des Ortes werden um 1500 erstmals erwähnt. Im Mittelalter wurden die beiden Ortschaften zweimal von der Pest heimgesucht, was jedoch der Popularität des Wallfahrtsortes nicht schadete.
Als 1803 das Fürstbistum Passau mit dem Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst wurde, fiel Freyung zunächst dem österreichischen Herzogtum Salzburg zu und kam nur drei Jahre später mit dem Frieden von Pressburg an das Königreich Bayern. 1811 wurden 535 Einwohner gezählt. Bei einem verheerenden Stadtbrand 1872 wurden 39 der etwa 70 Häuser zerstört.
Am 3. Dezember 1953 wurde Freyung zur Stadt erhoben. Vom 1. April 1954 bis zum 30. Juni 1972 war Freyung Kreisstadt des Landkreises Wolfstein, heute ist es die Kreisstadt des Landkreises Freyung-Grafenau.
[Bearbeiten] Religionen
Bei der Volkszählung am 25. Mai 1987 hatte Freyung 7.124 Einwohner, von denen 6.582 (92,4 %) römisch-katholisch93 (5,5 %) evangelisch und 149 Einwohner (2,1 %) andersgläubig waren.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
- 1. April 1954: Eingemeindung von Ahornöd und Ort
- 1. April 1971: Eingemeindung von Kreuzberg
- 1. Mai 1978: Eingemeindung von Teilen der Gemeinde Kumreut
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
- Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU): 43,04 %
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): 8,27 %
- Bürgergemeinschaft Stadt und Land Freyung e.V. (BGStuL): 21,36 %
- Ökologisch-Demokratische Partei (ödp): 7,82 %
- Überparteiliche Wähler Freyung-Kreuzberg (ÜWFK): 7,82 %
- Freie Demokratische Partei (FDP): 6,56 %
- Junge Wähler Union Freyung e.V. (JWU): 5,13 %
Sitzverteilung:
| CSU | SPD | BGStuL | ödp | ÜWFK | FDP | JWU | Gesamt | |
| 2008 | 10 | 1 | 4 | 2 | 1 | 1 | 1 | 20 |
[Bearbeiten] Bürgermeister
<!– – weitere Amtsträger bitte Amtszeit und Partei nachtragen. – – >
- 1946–1952: Josef Haas
- 1952–1956: Ludwig Heydn
- 1956–1972: Josef Lang
- 1972–1978: Otto Fink (SPD)
- 1978–2002: Fritz Wimmer (CSU)
- 2002–2008: Peter Kaspar ( Bürgergemeinschaft Stadt und Land (BGStuL))
- seit 2008: Olaf Heinrich (CSU)
Derzeit besteht die Stadtspitze aus
- erstem Bürgermeister Olaf Heinrich, CSU (2008: 62,74 % der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang)
- zweitem Bürgermeister Sebastian Gruber, CSU
- drittem Bürgermeister Herbert Schiller, CSU [3]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Vimperk/Winterberg (Tschechien)
- Seewalchen am Attersee (Österreich)
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Schloss Wolfstein (mit Jagd- und Fischereimuseum sowie Landkreisgalerie)
- Kath. Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt
- Pfarrhof
- Kath. Wallfahrtskirche St. Anna in Kreuzberg
- "Wiesbauerhaus"
- "Schramlhaus", Heimatmuseum in einem Vierseithof des 17. Jahrhunderts, mit Sammlung von Glas- und Hinterglasmalerei
- Heimatmuseum "Winterberg" im Böhmerwald
- Buchberger Leite (Wildbachklamm)
- Goldener Steig (Säumerpfad aus dem 14. Jahrhundert, von dem noch Reste am Geyersberg erhalten sind).
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Industrie
- In dem Carbidwerk Freyung werden künstliche Edelsteine hergestellt.
- Kunststoffverarbeitung Freyung (Werk der Karl Bachl GmbH & Co KG)
[Bearbeiten] Verkehr
Die Stadt liegt an der Einmündung der B 533 in die B 12. Diese stellen den Anschluss an die Bundesautobahn 3 her; die B 12 führt bis zum Grenzübergang bei Philippsreut, wo sie in die tschechische Straße I/4 mündet, die über Strakonitz bis ins 180 km entfernte Prag führt.
Der öffentliche Nahverkehr konzentriert sich auf Busse der RBO. Im Ortsverkehr wird ein Stadtbus, der von einem lokalen Busunternehmer betrieben wird, angeboten.
Nach Freyung führt die von Passau kommende Ilztalbahn. Diese wird seit 1982 nicht mehr im regulären Personenbetrieb bedient. Nach Flutschäden lag sie von August 2002 bis August 2009 brach. Anschließend wurde sie durch die Ilztalbahn GmbH und den Förderverein Ilztalbahn e.V. reaktiviert und wird seit 12. September 2010 zwischen Freyung und Waldkirchen und seit dem 15. Juli 2011 auf ganzer Länge wieder befahren. Im Rahmen des Freizeitverkehrsprojektes Donau-Ilz-Moldau wird nun an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen im Sommerhalbjahr und zu Sonderfahrten ganzjährig Zugverkehr durchgeführt.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
- Kreiskrankenhaus Freyung
- 2 Altenheime
- Vermessungsamt Freyung
- Amtsgericht Freyung
[Bearbeiten] Freizeiteinrichtungen
- Royal Filmtheater Freyung, Partnerkino des NaturVision-Filmfestivals
- Freibad
- Hallenbad
[Bearbeiten] Bildung
- 4 Kindergärten mit 190 Plätzen
- 2 Volksschulen (Grund- und Hauptschulen) mit 579 Schülern
- Realschule mit 838 Schülern
- Gymnasium mit 607 Schülern
- Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (vormals zur individuellen Lebensbewältigung) mit 53 Schülern
- Katholisches Bildungswerk
- Musikschule Freyung-Grafenau
- Technologietransferzentrum, Außenstelle der Hochschule Deggendorf mit drei Lehrstühlen für Geoinformatik, Embedded Systems und Bionik. Aufnahme des Lehrbetriebs zum Wintersemester 2009/10.
[Bearbeiten] Bundeswehr
Freyung des Freyung wirbt mit der Bezeichnung Garnisonsstadt und ist Standort des Aufklärungsbataillons 8.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
→ Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Freyung
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Georg Mayerhofer (* 4. März 1894; † 17. Dezember 1966), Politiker (Bayernpartei), MdB.
- Georg Poxleitner (* 31. Juli 1898), Politiker (NSDAP), MdR
- Heinrich Schmidhuber (* 21. Februar 1936), ehemaliger Landtagsabgeordneter und DFB-Schatzmeister
- Christian Böhm (Dezember 1976), Schriftsteller
- Severin Freund (* 11. Mai 1988), Skispringer
- Florian Fesl (* 1. August 1988), volkstümlicher Sänger und Harmonikaspieler
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111212/004253&attr=OBJ&val=648
- ↑ Passauer Neue Presse – Freyung – 13. Dezember 2011: „3. Bürgermeister wird Mitglied der CSU“
[Bearbeiten] Weblinks
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