Ersthelfer

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Ein Ersthelfer ist eine Person, die bei einem Unfall oder medizinischen Notfall lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten kann. Das umfasst:

  • eine Person, die als zufälliger Helfer bei einem Notfall hilft (indem sie beispielsweise Erste Hilfe leistet)
  • Helfer vor Ort: notfallmedizinisch ausgebildete Personen, die als „organisierte Einrichtung örtlicher Erster Hilfe“ parallel zum Rettungsdienst alarmiert werden und die basismedizinische Versorgung am Patienten bis zu dessen Eintreffen übernehmen.

Ein Ersthelfer übernimmt die Erstversorgung, die das erste Glied der Rettungskette darstellt.

In Unternehmen[Bearbeiten]

Nach deutschem Recht müssen in jedem Unternehmen mindestens 10 % der Versicherten als ausgebildete Ersthelfer zur Verfügung stehen (in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %)[1].

Ersthelfer ist dabei eine Person, die auf Grundlage des § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und § 21 Sozialgesetzbuch (SGB) VII einen mindestens acht Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Lehrgang erfolgreich absolviert hat. Hierzu ist alle zwei Jahre ein Auffrischungskurs von vier Doppelstunden erforderlich.

Bei der Bundeswehr[Bearbeiten]

Bei der Bundeswehr entspricht ein Ersthelfer dem Sanitätssoldaten oder dem Einsatzersthelfer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BGV A1 Unfallverhütungsvorschrift - Grundsätze der Prävention, §26
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