Fachkräftemangel

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Als Fachkräftemangel bezeichnet man den Zustand einer Wirtschaft, in dem eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen für Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten nicht besetzt werden kann, weil auf dem Arbeitsmarkt keine entsprechend qualifizierten Mitarbeiter (Fachkräfte) zur Verfügung stehen. Anzeichen für einen Fachkräftemangel können etwa überdurchschnittliche Gehaltsentwicklungen einer Fachrichtung sein.[1]

Fachkräftemangel als ökonomisches Problem[Bearbeiten]

Wie viel und welches Humankapital mit wirtschaftlich nutzbaren Fähigkeiten und Kenntnissen gebildet wird, entspricht nicht immer dem gesellschaftlichen Bedarf. Bedarf und Angebot an Humankapital sind allerdings keine festen Größen. Sie werden unter anderem über den Lohn von der jeweils anderen Marktseite beeinflusst. Fachkräftemangel kann als ein Marktungleichgewicht aufgefasst werden. Man kann die Entscheidung 'Berufswahl' auch als eine langfristige Investitionsentscheidung auffassen; diese ist mit Unwägbarkeiten ("Imponderabilien") behaftet.

Ein Fachkräftemangel schwächt das mögliche Wachstum einer Wirtschaft. Insbesondere in Ländern der Dritten Welt, früher auch in den Staaten des Realsozialismus, stellt er auch ein Problem für die Entwicklung der Gesellschaft dar, weil wesentliche Funktionen der Gesellschaft nicht besetzt werden können. In diesen Ländern kann ein „Braindrain“, die Auswanderung qualifizierter Arbeitnehmer, zu einem Fachkräftemangel führen.

Ausbildungszyklen[Bearbeiten]

Die Zahl der Studienanfänger in den Ingenieur- und Naturwissenschaften hat sich in den letzten 14 Jahren mehr als verdoppelt.

Ausbildungen benötigen eine gewisse Ausbildungsdauer. Wenn ein Fachkräftemangel zu einer erhöhten Zahl an Ausbildungsbeginnern führt (was oft der Fall ist), steigt erst nach einer gewissen Zeit die Zahl der Arbeitnehmer mit dieser Qualifikation. Beispielsweise stieg im Vorfeld der Dotcom-Blase die Zahl der benötigten IT-Spezialisten mit Internet-Kenntnissen kurzfristig massiv an. Dieser Fachkräftemangel führte zu politischem Aktionismus wie dem Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs. Dieser Fachkräftemangel löste sich jedoch mit dem Platzen der Blase und dem Ende der Jahr-2000-Problem-Hysterie auf.

Auch im Bereich der Berufsausbildung bestehen Konjunkturzyklen. Die subjektive Wahrnehmung eines Fachkräftemangels führt zu einer verstärkten Ausbildungsleistung in den nachgefragten Bereichen. So führte das genannte Internet-Phänomen zu einer deutlich steigenden Zahl von Informatikern mit Spezialisierung auf Internet-Technologien. Dieser Fachkräftemangel verwandelte sich relativ schnell in einen Überschuss so qualifizierter Informatiker. Infolge der immer lauter werdenden Klagen über einen Fachkräftemangel haben sich die Studienanfängerzahlen in den Ingenieurwissenschaften von 1997 bis 2011 mehr als verdoppelt und sind mit aktuell über 100.000 Erstsemestern pro Jahr deutlich über dem Wert von 70.000 Erstsemestern pro Jahr, der in den 1990er-Jahren zu einer Ingenieurschwemme führte, während der die Arbeitslosenquote bei Maschinenbauingenieuren auf über 16 % im Jahr 1997 stieg. In den nächsten Jahren könnte es eine erneute Ingenieurschwemme geben. [2]

Fachkräftemangel als langfristige Arbeitsmarktprognose[Bearbeiten]

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Elektroingenieure ist in den letzten 10 Jahren um über 16 % zurückgegangen.

Bei der Diskussion über Fachkräftemangel ist es sinnvoll, einen eventuellen aktuellen Fachkräftemangel von Fachkräftemangel als langfristigem Arbeitsmarktungleichgewicht zu unterscheiden. Einer Diagnose von Fachkräftemangel als langfristigem Arbeitsmarktungleichgewicht liegen dabei typischerweise die folgenden Argumente zugrunde:

  • Das Angebot an Fachkräften wird aus demografischen Gründen zurückgehen. Dabei wird angenommen, dass Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung und Veränderungen in der Bildungsbeteiligung nicht ausreichen, um den demografischen Rückgang auszugleichen.
  • Die Nachfrage nach Fachkräften wird steigen oder aber zumindest weniger stark sinken als das Angebot an Fachkräften. Das Verhältnis von Nachfrage und Angebot an Fachkräften wird also aus Sicht der Fachkräfte günstiger. Eine steigende Nachfrage nach Fachkräften kann dabei entweder dadurch zustande kommen, dass Sektoren mit hohem Fachkräfteeinsatz an Bedeutung gewinnen oder aber dadurch, dass technologische Entwicklungen den Einsatz von Fachkräften begünstigen.
  • Schließlich wird der Marktmechanismus, also die Anpassung des Lohnes von Fachkräften an die veränderten Marktbedingungen, nicht ausreichend funktionieren. Mithin sollten die beschriebenen Änderungen zu einer Anhebung des Lohnes von Fachkräften führen, was aus Sicht der Firmen den Einsatz an Fachkräften weniger lohnend erscheinen lässt und aus Sicht der Individuen einen Anreiz darstellt, in ihre Qualifikationen zu investieren.

Eine langfristige Prognose des Fachkräftebedarfs in Deutschland ist allerdings schwierig, da zahlreiche Randbedingungen den Fachkräftebedarf in Deutschland beeinflussen. Eine Studie des Instituts für Weltwirtschaft Kiel kommt beispielsweise zu dem Schluss, dass gerade Berufe der MINT-Fächer besonders leicht ins Ausland verlagert werden können und auch verlagert werden, weil sie zum einen auf einem international standardisierten Wissen basieren (die Naturgesetze gelten überall auf der Welt) und zum anderen keine großen Anforderungen an die Infrastruktur stellen.[3] Die Verlagerung von Fertigungseinrichtungen ins Ausland ist deutlich aufwändiger. Auch medizinische, juristische oder viele Dienstleistungsberufe können schwer ins Ausland verlagert werden, da diese Berufe eine große Kundennähe erfordern. Die hohen Wachstumsraten in den Schwellenländern sowie die hohe Verfügbarkeit und die niedrigen Gehälter von MINT-Arbeitnehmern in den Schwellenländern, die oft nur einem Zehntel der deutschen Gehälter entsprechen,[4] üben einen massiven Verlagerungsdruck auf deutsche MINT-Berufe aus. Besonders drastisch zeigt sich dies an der Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Elektroingenieure (Grafik rechts). Obwohl die Nachfrage nach Elektronikartikeln weltweit steigt, sinkt die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Elektroingenieure in Deutschland seit den letzten 10 Jahren kontinuierlich. In diesem Zeitraum ging die Zahl dieser Stellen um über 28000 (mehr als 16 %) zurück. Gerade diese Verlagerung von MINT-Berufen ins Ausland kann nach einer Studie der Arbeitsagentur zukünftig sogar die Arbeitslosigkeit in deutschen MINT-Berufen weiter erhöhen.[5]

Missbräuchliche Nutzung des Begriffs[Bearbeiten]

Der Begriff Fachkräftemangel wird auch interessengeleitet verwendet.[6] Es wird dann missbräuchlich von Fachkräftemangel gesprochen, obwohl eigentlich kein solcher existiert.

Motiv[Bearbeiten]

Qualifizierte Fachkräfte sind für Unternehmen ein wertvoller Produktionsfaktor. Manche Arbeitgeber entlohnen Fachkräfte unangemessen niedrig, wenn ein Überangebot an ihnen existiert. Daher erscheint es für Arbeitgeber oft ökonomisch sinnvoll, einen aktuellen oder zukünftigen Fachkräftemangel zu behaupten, auch wenn es keinen solchen gibt, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu erreichen oder um politische Entscheidungen in ihrem Interesse zu lenken (z.B. die Forderung nach Erhöhung der Arbeitszeit[7], Absenkung von Verdienstschwellen ausländischer Fachkräfte[8] oder Erhöhung des Rentenalters[9]).

Argumentation[Bearbeiten]

Um einen Fachkräftemangel zu belegen, obwohl kein solcher existiert, werden häufig mangelhafte oder tendenziöse Statistiken genutzt:

  1. Bei der Einbeziehung der Anzahl von offenen Stellen in Statistiken wird häufig übersehen, dass gleichzeitig mehrere Arbeitsangebote von verschiedenen miteinander konkurrierenden Unternehmen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung nur für eine reale offene Stelle gleichzeitig existieren und damit die Anzahl der realen offenen Stellen auf diesem Wege nicht genau erfasst werden kann.
  2. Statistiken gehen häufig davon aus, dass jede ausgeschriebene Stelle real existiert bzw. sofort zu besetzen wäre. Das Ausschreiben einer Stelle kann aber andere Hintergründe haben:
    1. Unternehmen können dazu verleitet sein ihre Bekanntheit am Arbeitsmarkt durch das Ausschreiben von Stellen zu pflegen. Die Bekanntheit ist wichtig beim Wettbewerb um Talente (siehe Employer Branding). Es werden dazu in großen Stellenbörsen im Internet und bekannten Zeitschriften oder Zeitungen regelmäßig Stellenausschreibungen platziert. Dies kann auch passieren, obwohl das Unternehmen gerade keine reale Stelle mit dieser fachlichen Ausrichtung besetzen möchte oder zu Zeiten in denen das Unternehmen eigentlich kein neues Personal einstellen möchte.
    2. Arbeitnehmerüberlassungen können eine durchgängig gefüllte Bewerberdatenbank unterhalten. Die Bewerberdatenbank dient dazu, Anfragen eines Kunden möglichst schnell aus dem bereits vorhandenen Pool an Bewerbern bedienen zu können (siehe Personalbeschaffung). Dazu werden kontinuierlich die typischerweise nachgefragten Profile als Stellen ausgeschrieben. Anfragen an Arbeitnehmerüberlassungen können durch sehr dringenden Bedarf ausgelöst werden, weshalb es für konkurrierende Arbeitnehmerüberlassungen von Vorteil ist, auf die Anfrage eines Kundens möglichst sofort Kandidaten vorschlagen zu können. Es müssen so nicht erst Stellenausschreibungen geschaltet und Bewerbungsgespräche geführt werden.
    3. Auch größere Unternehmen können eine durchgängig gefüllte Bewerberdatenbank unterhalten, für die kontinuierlich Stellen ausgeschrieben werden. Es ergibt sich hier ein Vorteil dadurch, dass das Bewerbungsverfahren verkürzt werden kann, sobald ein realer Bedarf entsteht, da sofort Kandidaten verfügbar sind.
    4. Ausgeschriebene Stellen können dem Zweck der Arbeitsmarktbeobachtung dienen. Zum Beispiel lassen sich Statistiken zu Gehaltswünschen und Qualifikationen der Bewerber erstellen. Daraus läßt sich ableiten, ob der Arbeitsmarkt gerade günstig für Neueinstellungen ist oder nicht.
  3. Manche Statistiken[10] leiten eine Aussage über einen Fachkräftemangel aus der Zeit ab, die benötigt wird, eine Stelle zu besetzen (die sog. Vakanzzeit).[11] Da nicht jede Stellenausschreibung (wie im Beispiel von Arbeitnehmerüberlassungen) einem unmittelbaren realen Bedarf geschuldet sein muss, kann aus einer langen Vakanzzeit nicht zwangsläufig auf einen Fachkräftemangel geschlossen werden.
  4. Statistiken können die Anzahl bei der Bundesagentur für Arbeit offen gemeldeten Stellen und die Anzahl arbeitslos gemeldeter Fachkräfte nutzen, um auf einen Fachkräftemangel zu schließen. Einige Statistiken (z.B. des VDI) multiplizieren die Anzahl offen gemeldeter Stellen mit einem Faktor, um Stellen zu kompensieren, die nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wären.[12] Neben dem beschriebenen Problem der Mehrfachausschreibung einer einzigen realen Stelle, was bereits zu einer Multiplikation führt, wird übersehen, dass es auch arbeitslose Fachkräfte gibt, die nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind. Dies wird aber nicht berücksichtigt.

Beispiel[Bearbeiten]

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nannte im Jahr 2011 240.000 offene Stellenangebote für Fachkräfte im MINT-Bereich, denen 74.000 gemeldete Arbeitslose mit entsprechenden Qualifikationen gegenüberstanden.[13] Seit Beginn des Jahres habe sich der Fachkräftemangel im MINT-Bereich damit um 73% erhöht. Diese Studie wurde unter anderem von Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) scharf kritisiert, da diese Zahlen hochgerechnet würden, um freie Stellen zu berücksichtigen, die den Arbeitsagenturen nicht vorliegen.[14]

Politische Diskussion in Deutschland[Bearbeiten]

In Beiträgen, die bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen sind, wird vor Fachkräftemangel gewarnt (siehe unten). Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vertritt in seinen bisherigen Veröffentlichungen zu diesem Thema überwiegend die Meinung, dass Fachkräftemangel sich zu einem ernst zu nehmenden Problem entwickeln könne,[15][16] obgleich derzeit nicht von einem allgemeinen Fachkräftemangel gesprochen werden könne. Unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung prognostiziert die Studie von Fuchs und Zika eine deutliche Unterbeschäftigung für die nächsten Jahre.[17] Auch Branchenverbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sehen derzeit keinen generellen Fachkräftemangel.[18]

Die Bundesagentur für Arbeit kommt in einer im Dezember 2011 erschienenen Studie zu dem Schluss, dass ein genereller Fachkräftemangel in den MINT-Berufen nicht vorliege.[19]

Vor allem Arbeitgeberverbände und arbeitgebernahe Institutionen wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sehen einen Fachkräftemangel, während neutralere Einrichtungen wie die Bundesagentur für Arbeit und das DIW keinen generellen Fachkräftemangel sehen oder teilweise sogar eine Fachkräfteschwemme nicht ausschließen.[20] Kritiker vermuten, dass Verbände wie der VDI einen Fachkräftemangel postulieren, um so den Ansturm auf Ingenieur-Studiengänge weiter zu befeuern, was ein Überangebot an Fachkräften erzeugt und so die Lohnkosten in den entsprechenden Branchen drückt.[21] Der VDI unterstützt die Absenkung der Verdienstschwelle zur Einstellung ausländischer Ingenieure auf 34.200 Euro sowie den kompletten Wegfall der Vorrangprüfung bei der Einstellung ausländischer Ingenieure.[22] Arbeitnehmervertreter wie Hartmut Meine, IG-Metall-Bezirksleiter in Niedersachsen, werfen dem VDI vor, mit dieser Regelung nicht tarifgebundenen Unternehmen zu ermöglichen, Ingenieure aus der Dritten Welt anzuheuern. Damit wird das Entgeltniveau für Ingenieure deutlich gedrückt.[23]

In der Diskussion sind auch immer wieder zusätzliche Anwerbeanstrengungen für Fachkräfte aus dem Ausland, obwohl viele eingewanderte Hochqualifizierte in Deutschland bereits im Niedriglohnsektor arbeiten und keine ihrer Qualifikation entsprechende Position erlangen.[24] Öffentliche Aufmerksamkeit erregte eine Studie des Arbeitsmarktexperten Karl Brenke vom DIW, weil sie kurz nach einer Vorabveröffentlichung durch seinen Institutsdirektor Klaus F. Zimmermann redigiert wurde.[25]

„So tauchen in der neuen Fassung komplett neue Passagen auf: ‚Die zeitliche Perspektive ist die aktuelle Situation – mit Blick auf die Ausbildung der nächsten vier bis fünf Jahre. Mittel- und längerfristige Trends sind nicht das Thema dieses Berichts‘, heißt es jetzt etwas verquer formuliert gleich zu Anfang. Übersetzt soll das wohl heißen: Brenke bezweifelt nunmehr den von seinem Chef heraufbeschworenen Fachkräftemangel nicht. Auch die ursprüngliche Überschrift ‚Fachkräftemangel in Deutschland: eine Fata Morgana‘ wurde in eine Harmlosvariante geändert: ‚Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht‘.“[26][27]

Lars Niggemeyer sieht in der Diskussion über den angeblichen Fachkräftemangel eine Phantomdebatte, die dem Interesse der Arbeitgeber nach einem Überangebot an Arbeitskräften, längerer Lebensarbeitszeit, Wochenarbeitszeit, Ausweitung der Zuwanderung und niedrigen Löhnen dient. Im Interesse der Arbeitnehmer sollten ganz andere Punkte diskutiert werden: „[…] die Umverteilung der Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung und der Ausbau der Beschäftigung im öffentlichen Dienstleistungssektor, bei Gesundheit, Pflege, Bildung und Erziehung […].“[28]

Daneben gibt es Tendenzen, die verstärkt den Einsatz heimischer Arbeitskräfte empfehlen. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt etwa forderte die Wirtschaft auf, Fachkräfte auszubilden und heimische Quereinsteiger einzusetzen.[29][30]

2011 behauptete Wirtschaftsminister Philipp Rösler, dass Deutschland im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich 140.000 Fachkräfte fehlen würden.[31] Röslers Behauptungen widersprechen Untersuchungen des DIW für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich:

„Für einen aktuell erheblichen Fachkräftemangel sind in Deutschland kaum Anzeichen zu erkennen. Dies ergibt sowohl hinsichtlich der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als auch hinsichtlich der Situation bei der akademischen und betrieblichen beruflichen Ausbildung. Zudem sind die Löhne – ein Indikator für Knappheiten auf dem Markt – bei den Fachkräften in den letzten Jahren kaum gestiegen. Auch in den nächsten fünf Jahren ist angesichts stark gestiegener Studentenzahlen noch nicht damit zu rechnen, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskräfteangebot eintritt.“[32]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Fachkräftemangel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Wagner: Kampf um die klügsten Köpfe in dradio „Campus & Karriere“ vom 10. Dezember 2013
  2. betriebsrat.de, Handelsblatt (6. April 2009)
  3. Klaus Schrader, Claus-Friedrich Laaser: „Globalisierung in der Wirtschaftskrise: Wie sicher sind die Jobs in Deutschland?“ (PDF, 1,73 MB) vom Mai 2009
  4. Hasnain Kazim: „Gehälter: Wettstreit um die besten Gehälter“, Manager Magazin vom 28. Februar 2006
  5. „Perspektive 2025: Fachkräfte für Deutschland“ (PDF, 4,17 MB) vom Januar 2011
  6. Lars Niggemeyer: „Die Propaganda vom Fachkräftemangel“, Blätter für deutsche und internationale Politik vom Mai 2011
  7. "Teilzeitarbeit und Fachkräftemangel"
  8. "Zuzug ausländischer Fachkräfte - Jetzt reicht auch ein Durchschnittsgehalt"
  9. "Die Rente mit 63 verschärft den Fachkräftemangel"
  10. "Der Arbeitsmarkt für Akademikerinnen und Akademiker"
  11. "Deutschland fehlen Lokführer und Klempner"
  12. "Warum der Mangel an Ingenieuren ein Mythos ist"
  13. „Fachkräftelücke in Technik und Naturwissenschaft wächst rasant“, haufe.de vom 2. Dezember 2011
  14. „Fachkräftemangel: Wirtschaft macht MINT-Wind“, SPIEGEL-Online vom 30. November 2011
  15. Alexander Reinberg, Markus Hummel: „Steuert Deutschland langfristig auf einen Fachkräftemangel zu?“. IAB-Kurzbericht No.9, Nürnberg 2003
  16. Martin Dietz, Ulrich Walwei: „Fachkräftebedarf in der Wirtschaft. Wissenschaftliche Befunde und Forschungsperspektiven“ (PDF, 58,2 KB) vom August 2007
  17. Johann Fuchs, Gerd Zika: „Arbeitsmarktbilanz bis 2025 – Demografie gibt die Richtung vor“ (PDF; 505 kB), IAB Kurzbericht vom Juni 2010
  18. VCI Fakten und Standpunkte: Naturwissenschaftliche Fachkräfte in der Chemie. In: VCI Online. 26. August 2010, abgerufen am 13. Dezember 2012.
  19. „Der Arbeitsmarkt in Deutschland. Arbeitsmarktberichterstattung Dezember 2011“ (PDF, 150 KB)
  20. „‚In manchen Branchen wird es eher eine Fachkräfteschwemme geben.‘ Fünf Fragen an Karl Brenke“
  21. „Fachkräftemangel: wer hat Angst vor der Killerstatistik?“, SPIEGEL-Online vom 12. Oktober 2011
  22. „Regierung senkt Hürden für Nicht-EU-Ausländer. VDI begrüßt neue Regelung für Fachkräftezuwanderung“ vom 28. März 2012
  23. „Die Bilanzen haben goldene Ränder“ vom 13. April 2012
  24. Stefan Dietrich: „Die Illusion des Fachkräftemangels“, FAZ vom 3. August 2010
  25. „DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften“, SPIEGEL-Online vom 16. November 2010
  26. „DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften“, Spiegel-Online vom 16. November 2010
  27. Vgl. auch Philip Faigle in DIE ZEIT vom 1. Februar 2011: „Abschied ohne Rosen. DIW-Chef Klaus Zimmermann tritt ab – und hinterlässt viele Feinde. Sein Nachfolger könnte ein Keynesianer werden.“
  28. Lars Niggemeyer: „Die Propaganda vom Fachkräftemangel“, Blätter für deutsche und internationale Politik, 5/2011, Seite 19–22
  29. „Late Night: Bei Schmidt wird Maischberger zum kleinen Mädchen“, Welt-Online vom 15. Dezember 2010. Zitat Schmidt: „Dann soll die Wirtschaft gefälligst Fachkräfte ausbilden.“
  30. „Manager-Seminare: Auf die Vermittlung von Quereinsteigern konzentrieren“, Manager-Seminare, Heft 153 vom Dezember 2010
  31. „Wirtschaftsminister: Deutschland hat Grenzen zu spät geöffnet“. Abgerufen am 26. Juni 2011.
  32. Karl Brenke: „Fachkräftemangel kurzfristig noch nicht in Sicht“ (PDF, 351 KB)