Ferrari 166S

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Der Ferrari 166S auch Ferrari 166 Sport war ein Rennsportwagen aus dem Jahre 1948.

Hintergrund und Technik[Bearbeiten]

Im Herbst 1947 begann Gioacchino Colombo für Enzo Ferrari mit der ersten Überarbeitung des 1,5-Liter-V12-Motors. Dieser erste Ferrari-Motor kam in den unterschiedlichen Versionen des Ferrari 125 zum Einsatz. Bereits im Ferrari 159 wurde der Hubraum auf 1,9 Liter erhöht und um mehr Leistung zu erreichen folgte nunmehr die Anpassung auf 2 Liter. Vom 166 Sport wurden fünf Exemplare gebaut. Die Carrozzeria Allemano karossierte drei Fahrzeuge, davon zwei Straßenversionen und ein Renncoupé. Ein viertes Fahrzeug von Allemano war ein offener Spyder. Carrozzeria Touring steuerte ein weiters Coupé bei.

Alle Fahrzeuge nutzten den Kastenrahmen, die vorderen Doppeldreieckslenker und die hintere Starrachse des 166 Spyder Corsa. Die Karosserien waren aus Aluminium, wobei der Spyder mit einem Gesamtgewicht von 700 kg um 200 kg leicher war als das Coupés.

Renngeschichte[Bearbeiten]

Der 166S Berlinetta Touring kann nur ein einziges Mal zu einem Renneinsatz. Giovanni Bracco fuhr damit ein Rennen in Spanien, die Villa Real 1950, kam mit dem Wagen aber nicht ins Ziel[1]. Erfolgreicher gestalteten sich die Einsätze der anderen 166 Sport. Mit dem Renncoupé von Allemano gewann Clemente Biondetti 1948 für die Scuderia die Mille Miglia[2] und mit dem Spyder gemeinsam mit Igor Troubetskoy im selben Jahr die Targa Florio[3].

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Pino Casamassima: Storia della Scuderia Ferrari. Nada Editore, Vimodrome 1998, ISBN 88-7911-179-5.
  • Peter Braun, Gregor Schulz: Das große Ferrari Handbuch. Heel, Königswinter 2006, ISBN 3-89880-501-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Villa Real 1950
  2. Mille Miglia 1948
  3. Targa Florio 1948