Ferrari Dino 246

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Ferrari
Ferrari Dino 246 GT

Ferrari Dino 246 GT

Dino 206 GT / 246 GT
Produktionszeitraum: 1969–1974
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
2,0–2,4 Liter
(132–143 kW)
Länge: 4200–4210 mm
Breite: 1700 mm
Höhe: 1115 mm
Radstand: 2280–2340 mm
Leergewicht: 1000–1100 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Ferrari Dino 308 GT 4
Dino 246 GTS (US-Version)

Der Dino 246 ist ein von 1969 bis 1974 hergestellter Sportwagen des italienischen Automobilherstellers Ferrari. Die Karosserie entwarf Pininfarina.

Da der Wagen statt des für Ferrari typischen Zwölfzylindermotors einen V6-Motor hat, wurde er nicht als Ferrari, sondern unter der Marke Dino verkauft, die nach dem Rufnamen von Enzo Ferraris Sohn Alfredo Ferrari benannt ist. Ein Dino trägt im Originalzustand weder das Ferrari-Logo noch den Ferrari-Schriftzug. Der Dino hat ein eigenes Emblem, das den Namen Dino in blauer Schrift auf gelbem Hintergrund zeigt.

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Der Dino 246 wurde im Frühjahr 1969 auf dem Genfer Auto-Salon als Nachfolgemodell des Dino 206 GT vorgestellt, des ersten von Ferrari produzierten Serienwagens mit Mittelmotor. Die Bezeichnung "246" verweist auf die 2,4 Liter Hubraum und die sechs Zylinder des Motors. Für spätere Achtzylinder-Konstruktionen wie den Nachfolger Ferrari Dino 308 GT 4, die Ferrari 308 und Ferrari 328 bildete die Dino-206/246-Baureihe die Grundlage.

Augenfällig unterscheidet sich der Dino 246 vom Dino 206 GT durch die Klappe, die den Tankdeckel an der linken C-Säule abgedeckt. Der Radstand wuchs von 2280 auf 2340 mm. Während die Karosserie des Dino 206 GT vollständig aus Aluminium gefertigt wurde, waren die 246er Karosserien aus Stahl. Nur die Hauben und Türen der ersten 246er Serie (L-Serie) waren noch aus Aluminium. Der bei Fiat hergestellte 65°-V6-Motor besaß jetzt einen Motorblock aus Gusseisen statt aus Aluminium und wuchs durch eine Erhöhung der Bohrung und des Hubs von 1987 cm³ auf 2418 cm³. 1970 wurden die Rudge-Radverschlüsse zugunsten von fünf Radschrauben aufgegeben.

Der Dino 246 wurde in drei verschiedenen Reihen gebaut, die sich hauptsächlich durch Modifikationen am Getriebe unterscheiden. Innerhalb dieser Baureihen gab es verschiedene Basisvarianten für Europa, die USA und Großbritannien. Zur Reihe 1 oder L (tipo 607 L) zählten alle von 1969 bis 1971 gebauten Fahrzeuge mit den Fahrgestellnummern 00402 bis 01116 GT. Die Reihe 2 oder M (tipo 607 M) umfasste die 1971 gebauten Fahrgestelle Nr. 01118 bis 02130 GT. Zur Reihe 3 oder E (tipo 607 E) gehörten die 1971 bis 1974 gebauten Fahrgestellnummern 02132 bis 08518 GT/GTS.

Auf dem Genfer Auto-Salon 1972 wurde zusätzlich zum 246 GT (Gran Turismo) der 246 GTS (Gran Turismo Spider) mit Targadach vorgestellt, der nur 30 kg schwerer als der 246 GT war.

Bis 1974 entstanden insgesamt 1.868 Dino GT und 1.274 Dino GTS, nach anderen Quellen 1.180 Dino GTS.

Sonstiges[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Godfrey Eaton: The Complete Ferrari. Cadogan Books, London 1985, ISBN 0-947754-10-5, S. 180–182.
  • Automobil Revue, Katalognummern 1969 und 1973 (Daten und Preise).