Fielmann

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Fielmann AG
Logo der Fielmann AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0005772206
Gründung 1972
Sitz Hamburg, Deutschland
Leitung Günther Fielmann, Vorstandsvorsitzender

Mark K. Binz, Aufsichtsratsvorsitzender

Mitarbeiter 15.494[1]
Umsatz 1,29 Mrd. EUR
Gewinn 180,6 Mio. EUR vor Steuern
Branche Einzelhandel, Optiker
Website www.fielmann.com
Stand: 31. Dezember 2012 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2012
Fielmann-Hauptverwaltung in Hamburg-Barmbek
Fielmann-Niederlassung in Berlin, Alexanderplatz

Die Fielmann AG ist ein Unternehmen mit Schwerpunkt Augenoptik für Verbraucher. Mit 572 Niederlassungen (etwa fünf Prozent der Optikfachgeschäfte in Deutschland) erzielte Fielmann 2012 einen Absatzmarktanteil von 50 Prozent und einen Umsatzmarktanteil von 20 Prozent und gilt in der Branche als Marktführer.

Europaweit erwirtschaftete die Fielmann AG 2012 mit 671 Niederlassungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Luxemburg und den Niederlanden einen Außenumsatz (inklusive Franchisern und Industrie) von 1,29 Milliarden Euro und einen Absatz von 7,1 Millionen Brillen. Die Fielmann-Aktie ist dem MDAX zugeordnet.

Günther Fielmann, staatlich geprüfter Augenoptikermeister, ist Gründer, Mehrheitsaktionär und Vorstandsvorsitzender der Fielmann AG.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

1972 gründete Günther Fielmann in Cuxhaven ein Augenoptik-Fachgeschäft. Fielmann erkannte eine Marktlücke im Geschäft mit Kassenbrillen, die mangels Auswahl wenig beliebt waren. Es gab damals lediglich sechs Kunststoff-Fassungen für Erwachsene und zwei für Kinder. 1981 schloss Fielmann mit der AOK Esens einen Sondervertrag und schuf 90 Modelle aus Metall und Kunststoff in 640 Varianten. Damit endete die Ära der Einheitskassenbrille. 1984 startete Fielmann eine Fernsehwerbekampagne mit dem Slogan „Mein Papi hat keinen Pfennig dazu bezahlt!“. Von 1987 bis 1990 weitete Fielmann seinen Stückzahlmarktanteil von 11 auf 16 Prozent aus und besaß zu dieser Zeit drei Prozent aller Geschäfte.

Seit 1994 ist Fielmann börsennotiert. Im selben Jahr kam das Unternehmen mit 294 Niederlassungen und 4986 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 868 Millionen DM (444 Millionen Euro) und einen Gewinn vor Steuern von 80,5 Millionen D-Mark (41,2 Millionen Euro). 1995 übernahm Fielmann die Pro-Optik AG in Basel mit sechs Niederlassungen in der Schweiz. Das Fielmann-Geschäft in der Bahnhofstrasse von Zürich erzielte jährlich einen Umsatz von 16 Millionen Euro. Fielmann erhöhte mit vier Prozent aller augenoptischen Fachgeschäfte seinen Marktanteil in den Jahren 1995 bis 1998 von 32 auf 38 Prozent. 1999 erfolgte der Markteintritt in Österreich und bis 2007 entstanden dort 24 Niederlassungen.

2001 erfolgte die Gründung der gemeinnützigen Fielmann-Akademie, die im Januar 2002 das Schloss Plön vom Land Schleswig-Holstein erwarb und dort ein Ausbildungszentrum für Augenoptiker errichtete. Nach mehrjährigen Baumaßnahmen wurde das Schloss im Herbst 2006 wieder eröffnet. Im Januar 2002 wurde ein neues Produktions- und Logistikzentrum in Rathenow (Brandenburg) eingeweiht, das jährlich rund fünf Millionen Brillenfassungen versendet. Nach dem weitgehenden Wegfall der gesetzlichen Leistungen konzipierte das Unternehmen gemeinsam mit der HanseMerkur eine Nulltarif-Versicherung.

Im Juni 2007 eröffnete Fielmann zwei Niederlassungen in Luxemburg. Damit ist Fielmann neben Deutschland in fünf europäischen Ländern vertreten. Zum 6. Januar 2009 rückte Fielmann an der Börse vom SDAX in den MDAX auf.[2] 2012 erhöhte sich der Außenumsatz um 4,8 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn wuchs um 4,1 Prozent auf 180,6 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern um 3,4 Prozent auf 129,7 Millionen Euro.[3] Fielmann betrieb zum 31. Dezember 2012 671 Niederlassungen und beschäftigte 15.494 Mitarbeiter, davon 2.779 Auszubildende. Mit fünf Prozent der deutschen Optikfachgeschäfte stellt Fielmann 37 Prozent aller Auszubildenden im augenoptischen Handwerk.

Besitzverhältnisse [Bearbeiten]

Besitzverhältnisse[4]
5,88 % Günther Fielmann
55,00 % KORVA SE
8,78 % Marc Fielmann
1,98 % Sophie Luise Fielmann
28,36 % Streubesitz

Produkte [Bearbeiten]

Die Fielmann AG deckt als Hersteller, Vermittler und Dienstleister die komplette Wertschöpfungskette der augenoptischen Branche ab. Künftig sollen neben Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen auch verstärkt Hörgeräte angeboten werden.

Weitere Aktivitäten [Bearbeiten]

Fielmann stiftet jährlich einen Baum pro Mitarbeiter des Unternehmens.[5] 2009 pflanzten Angela Merkel, Peter Harry Carstensen und Günther Fielmann den einmillionsten Baum in Büdelsdorf.[6] Fielmann engagiert sich außerdem im Natur- und Umweltschutz, in der Denkmalpflege und im Öko-Landbau. Günther Fielmann macht dies als Bio-Bauer und Öko-Landwirt auf Hof Lütjensee und Hof Ritzerau. Fielmann unterstützt Schulen, Gemeinden, Altenheime und fördert den Breitensport.

Auszeichnungen [Bearbeiten]

  • 2003 – Deutscher Handelspreis in der Kategorie Management-Leistung in einer Nische des Einzelhandels
  • 2011 – Corporate Excellence Award[7]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht 2012
  2. Außerplanmäßige Änderungen in MDAX und SDAX – Fielmann ersetzt Altana zum 6. Januar 2009, www.deutsche-Boerse.com, 30. Dezember 2008, zuletzt abgerufen am 8. März 2012
  3. Fielmann Geschäftsbericht 2012 25. April 2013
  4. Besitzverhältnisse (PDF; 2,2 MB)
  5. Fielmann.de – Gesellschaftliches Engagement: Fielmann-Bäume
  6. Angela Merkels Stippvisite beim Brillenkönig 20. Mai 2009
  7. FAZ.net: Starke Eigentümer sorgen für Qualität im Unternehmen 16. Mai 2011


53.58036388888910.029902777778Koordinaten: 53° 34′ 49″ N, 10° 1′ 48″ O