Vossloh

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Vossloh AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007667107
Gründung 1888
Sitz Werdohl, Nordrhein-Westfalen
Leitung Werner Andree (Vorstandssprecher), Norbert Schiedeck (COO)
Mitarbeiter 5.000 (2012) [1]
Umsatz 1.243,0 Mio. Euro (2012)[1]
Branche Bahntechnik
Website www.vossloh.com
Schienenbefestigungssystem 300 mit Vossloh Spannklemme Skl 15
G 2000 BB im Essener Hauptbahnhof

Die Vossloh AG ist ein weltweit agierender Verkehrstechnologiekonzern mit Sitz im westfälischen Werdohl. Produkte und Dienstleistungen für die Bahn-Infrastruktur, Schienenfahrzeuge sowie Komponenten für Schienenfahrzeuge und Busse bilden das Kerngeschäft des Konzerns.

Das Unternehmen ist im SDAX gelistet.

Geschäftstätigkeit[Bearbeiten]

Der Konzern mit rund 5000 Mitarbeitern erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von 1,243 Mrd. Euro (2011: 1,197 Mrd. Euro).

Die Geschäftstätigkeit ist unter dem Dach der Vossloh AG als Management- und Finanzholding in zwei Geschäftsbereiche gegliedert: Rail Infrastructure und Transportation. Der Umsatz 2012 wurde zu 64 Prozent im Geschäftsbereich Rail Infrastructure und 36 Prozent im Geschäftsbereich Transportation erbracht.[1]

Der Geschäftsbereich Rail Infrastructure bietet Produkte und Dienstleistungen für die Infrastruktur des Verkehrswegs Schiene an, hierzu zählen u. a. Befestigungssysteme (wie Spannklemmen), Weichen, Weichensteuerungen und Schieneninstandhaltung. Der Geschäftsbereich umfasst die Geschäftsfelder Vossloh Fastening Systems, Vossloh Cogifer (ehemals Vossloh Switch System) und Vossloh Rail Services.

Der Geschäftsbereich Transportation mit den Geschäftsfeldern Vossloh Locomotives, Vossloh Rail Vehicles und Vossloh Kiepe (Vossloh Electrical Systems) bündelt die Aktivitäten im Bereich Schienenfahrzeuge und Systeme/Komponenten für Fahrzeuge einschließlich entsprechender Dienstleistungen. In enger Zusammenarbeit werden dieselelektrische und -hydraulische Lokomotiven, Nahverkehrszüge, Metros, Tram-Trains, Straßenbahnen, Oberleitungsbusse, Batteriebus sowie Hybridbusse mit den dafür notwendigen elektrischen Systemen und Komponenten entwickelt und produziert.

Wichtige europäische Produktionsstandorte Vosslohs liegen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Luxemburg, Skandinavien, Polen und Österreich. Darüber hinaus hat der Konzern Tochtergesellschaften in Asien, in den USA, in Südamerika, den MENA-Staaten sowie Russland. Die Vossloh-Gruppe ist mit über 90 Gesellschaften in rund 30 Ländern vertreten.[2] Geografischer Hauptmarkt Vosslohs ist Europa. Außerhalb Europas generierte Vossloh im Jahr 2012 rund 36 Prozent des Umsatzes; außerhalb Westeuropas 42 Prozent.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung bis zu den 1930er Jahren[Bearbeiten]

Am 29. November 1848 kam Eduard Vossloh im westfälischen Werdohl zur Welt. Er erlernte das Handwerk des Schmieds und erhielt 1883 aufgrund seiner Kriegsverletzungen ein Angebot zur Federringherstellung von der Königlich Preußischen Eisenbahn. 1888 erfolgte die Eintragung der Firma Eduard Vossloh in das Firmenregister beim Amtsgericht Altena. Die Schmiede wurde erweitert und neben Federringen auch andere Eisenwaren und Gardinenstangen in die Produktion genommen. 1899 verstarb der Firmengründer Eduard Vossloh und das Unternehmen ging testamentarisch und unter Fortführung als Offene Handelsgesellschaft auf die fünf Kinder des Gründers über, wovon die Söhne Eduard jr. und Wilhelm vorerst den Betrieb leiteten. 1909 erfolgte die Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft; Tochter Hermine wurde Kommanditistin.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges hatte die Vossloh KG bereits 250 Beschäftigte. 1919 wandte sich das Unternehmen von der Schmiedtätigkeit ab und stellte stattdessen Drähte und Rohre her, zudem wurde ein Walzwerk erbaut. In den 1920er Jahren wurden mehrere Produktsparten als Einzelgesellschaften aus dem Unternehmen ausgegliedert und fungierten fortan als Vertriebsgesellschaften – so bspw. die Dekorationswarengesellschaft Appel & Pfannschmidt in Kassel, die Hansa Metallwarengesellschaft Thiessen & Hager in Hamburg, die Metag in Köln, u. a. auch in Holland und Spanien. Die Produktpalette umfasste zu dem Zeitpunkt Dekorationswaren sowie Fassungen für Edison-Glühlampen. 1927 gelang dem Ingenieur Karl Vossloh die Patentierung des „hochspannenden Federrings“.

Die 1930er Jahre, der Zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit[Bearbeiten]

1930 wurde das Unternehmen zentralisiert, die Vossloh-Werke GmbH entstand. Doch behielten die Handelsgesellschaften als Tochtergesellschaften ihre Eigenständigkeit. 1937 expandierte das Unternehmen in großem Maße in Lüdenscheid. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurden 1945 zahlreiche Büroräume und Lager im Werk Werdohl zerstört; die Produktion kam zum Erliegen. Durch den Verlust der deutschen Ostgebiete wurden mehrere Unternehmensstätten z. B. in Breslau und Königsberg abgetrennt und gehörten fortan nicht mehr zum Unternehmen.

Im Jahr 1946 gab die Militärregierung ihr Einverständnis zur Wiederaufnahme der Produktion. Das Vossloh-Werk in Lüdenscheid produzierte als einziger Hersteller in Europa Fassungen für Leuchtstoffröhren. Leuchtstoffröhren und Schienenbefestigungen zählten zu den lukrativsten Firmensegmenten jener Zeit. Vossloh erweiterte seine Belegschaft damals auf 500 Mitarbeiter. 1958 wurde Hans Vossloh Geschäftsführer der GmbH.

Die 1960er Jahre: Entwicklung der Spannklemme[Bearbeiten]

Im August 1962 wurde die erste ausländische Produktionsstätte Vossloh S.p.A., Sarsina, eröffnet. Zu Beginn der 1960er Jahre waren bei den Vossloh-Werken 1300 Mitarbeiter beschäftigt, weitere 500 arbeiteten in angeschlossenen Unternehmen. In Lüdenscheid entstand ein neues Werk für Kunststoffverarbeitung. Hermann Meier entwickelte 1967 die Spannklemme zur Schienenbefestigung. Vossloh erhielt die Lizenz zur Fertigung; im gleichen Jahr noch begann die Produktion. Im Folgejahr baute die Bundesbahn die erste Versuchsstrecke mit den neuen Schienenbefestigungen.

Die 1980er und 1990er Jahre: Expansion und Börsengang[Bearbeiten]

Die internationale Expansion schritt voran: 1982 wurde in Singapur eine Vertriebsgesellschaft für den Bereich Lampenfassungen gegründet. Weitere Auslandsexpansionen erfolgten; so erwarb Vossloh nach langen Verhandlungen die Schwabe GmbH, Urbach, mit Beteiligungen in Frankreich und Spanien. Im Zuge dessen entstand die erste Vossloh-Niederlassung für Leuchtindustrie in den Vereinigten Staaten: die Vossloh Inc., Pittsburgh.

1989 fiel die Entscheidung, die Vossloh-Werke GmbH in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Die Unternehmensgruppe wurde durch die Ausgliederung des operativen Geschäftes aus der Aktiengesellschaft neu strukturiert. Die Aktiengesellschaft übernahm die Funktion einer Finanz- und Managementholding als Obergesellschaft der drei Sparten Vossloh-Werke GmbH, Werdohl (Eisenbahnoberbau und Federringe), Vossloh-Schwabe GmbH, Urbach (Vorschaltgeräte, Lampenfassungen, Leuchtenbauteile) und Hansa Metallwarengesellschaft mbH Thiessen & Hager (Dekolinie und Sonnenschutzprodukte).

Börsengang: Die Vossloh AG ging am 13. Juni 1990 zum Ausgabepreis von 420 DM an die Börse; das Grundkapital von 25 Millionen DM wurde eingeteilt in 500.000 Aktien.

In den 1990er Jahren expandierte das Unternehmen erneut, so entstand ein Standort in Thailand, (Vossloh-Schwabe Thailand Ltd.) sowie Tochtergesellschaften in Rumänien, Indien und Tunesien. Die Vossloh AG kaufte 1995 mit der W. Hegenscheidt GmbH und der Hoesch Maschinenfabrik Deutschland GmbH zwei Unternehmen für die Produktion von Spezialmaschinen für die Radsatzbearbeitung von Schienenfahrzeugen. Im Jahr 1997 wurde die Aktie der Vossloh AG in den MDAX aufgenommen, dort verblieb sie bis März 2013, seitdem notiert sie im SDAX. Im Folgejahr übernahm die Vossloh System-Technik GmbH MAN Systemelektronik in Karlsfeld und erweiterte somit die Produktpalette um Fahrgastinformationssysteme. Gemeinsam mit der VOEST-Alpine Stahl AG (VA Stahl) erstand Vossloh die Mehrheit der Aktien der österreichischen VAE, Weltmarktführer für Eisenbahnweichen. Im gleichen Jahr erwarb das Unternehmen außerdem die Siemens Schienenfahrzeugtechnik (SFT) in Kiel; hier werden heute von der Firmentochter Vossloh Locomotives im vormaligen MaK (Maschinenbau Kiel)-Werk Diesellokomotiven mit dieselhydraulischem und dieselelektrischem Antrieb gebaut.

Vossloh nach der Jahrtausendwende[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 schloss Vossloh eine Allianz mit der britischen Angel Trains Limited und gründet die Locomotion Capital Ltd. (zehn Prozent Beteiligung) mit Sitz in London und die Locomotion Service GmbH (90 Prozent Beteiligung) mit Sitz in Kiel. 2002 verkaufte das Unternehmen seine Lichttechnik-Sparte Vossloh-Schwabe und trennte sich von seinem rund 45-prozentigen Anteil am Weichenbauer VAE. Im gleichen Jahr erwarb es den französischen Weichenbauer Cogifer und kann sich somit zusätzlich als Systemanbieter und Dienstleister für die Schieneninfrastruktur positionieren. Zudem schloss die Vossloh AG einen Kaufvertrag über den Erwerb der Kiepe-Elektrik-Gruppe, Düsseldorf, sowie über Skamo, den polnischen Marktführer für Schienenbefestigungsmittel, ab.[4] Mittels dieser Akquisitionen konnte Vossloh sein Produkt- und Leistungsspektrum in der Verkehrstechnologie gezielt erweitern. 2004 erwarb das Unternehmen das Diesellokomotiven-Werk von Alstom in Valencia, Spanien; hier werden fortan dieselelektrische Lokomotiven gebaut. Die Werke in Kiel und Valencia stellen eigenständige Unternehmen dar. Vossloh baute sich in den Folgejahren durch Gründung von Tochtergesellschaften und Akquisitionen weitere Standbeine u. a. in der Türkei, Australien, Indien und dem nordamerikanischen Markt auf. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hin zu einem Verkehrstechnologie-Konzern wurde die Firmentochter Vossloh Information Technologies GmbH 2007 an die Funkwerk AG veräußert.

Anfang 2010 kaufte Vossloh drei kleinere Unternehmen aus den Bereichen Gleisbau und Instandhaltung (Gesellschaften der Stahlberg-Roensch-Gruppe, die LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH und die ISB Instandhaltungssysteme Bahn GmbH der Contrack-Gruppe) und gründete ein neues Geschäftsfeld „Vossloh Rail Services“.[5] Der Zukauf umfasste sieben deutsche Standorte, die vor allem auf komplexe Lösungen für die Logistik und das Verschweißen sowie die präventive Pflege von Schienen spezialisiert sind.[6]

Auswahl an aktuellen Aufträgen und Entwicklungen[Bearbeiten]

  • 2009 erhielt Vossloh Fastening Systems (China) Co. Ltd. über das chinesische Eisenbahnministerium den Zuschlag für einen Großauftrag im Bereich der Hochgeschwindigkeits-Schienenbefestigungssysteme mit einem Gesamtvolumen von rund 170 Mio. Euro. Vossloh wird den größten Teil der Strecke Peking – Shanghai ausrüsten.
  • 2010 schloss Vossloh mit Trafikverket, der schwedischen Infrastrukturbehörde, einen Rahmenvertrag über die Lieferung von neuartigen Weichenantrieben mit einem Gesamtauftragswert von rund 100 Mio. Euro in den nächsten 15 Jahren ab.
  • 2011 gewann Vossloh einen Großauftrag zur Lieferung von Stadtbahnen nach Hannover; der Auftrag umfasst zunächst die Lieferung von 50 Stadtbahnwagen. Das Auftragsvolumen für Vossloh Electrical Systems, die als Konsortialführer agiert, beträgt rund 100 Mio. Euro.
  • Ferner erhielten Vossloh Rail Vehicles und Vossloh Electrical Systems 2011 von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) den Auftrag zur Lieferung von 25 Niederflur-Stadtbahnen im Wert von rund 75 Mio. Euro.
  • Im gleichen Jahr erteilten die Wuppertaler Stadtwerke einen Großauftrag an Vossloh über die Lieferung von 31 neuen Schwebebahnwagen für insgesamt 122 Mio. Euro.[7]
  • Im Dezember 2011 orderte die BASF 22 Dieselloks, davon 16 G 6- sowie vier DE 12- und zwei DE 18-Lokomotiven. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich auf etwa 40 Mio. Euro.[8]

Die Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Die Vossloh-Gruppe setzt sich aus sechs Geschäftsfeldern zusammen:[9]

Vossloh Fastening Systems[Bearbeiten]

Vossloh Fastening Systems, mit Hauptsitz in Werdohl und Produktionsstätten in der Türkei, Polen, Spanien und China, ist führender Anbieter von Schienenbefestigungssystemen. Das Produktprogramm umfasst Befestigungen für Schottergleise und die Feste Fahrbahn für alle Belastungsprofile von der Schwerlast- bis zur Hochgeschwindigkeitsstrecke. Zum Portfolio gehören u. a. verschiedene Schienenbefestigungssysteme für Betonschwellen (z. B. System W 14) und für Schwerlast (z. B. System W 30 HH). Zum Tragen kommt hierbei der hochelastische mikrozelluläre Werkstoff cellentic® aus eigener Entwicklung und Produktion – eine wichtige Komponente zur Körperschallreduzierung.

Weltweit verfügt das Geschäftsfeld über 28 Fertigungen.[10]

Vossloh Cogifer[Bearbeiten]

Vossloh Cogifer ist einer der Weltmarktführer für die Herstellung und den weltweiten Vertrieb von Weichen. Zudem rüstet Vossloh Cogifer Eisenbahnweichen mit Steuerungs-, Kontroll- und Signalsystemen aus und wartet diese. Das Anwendungsspektrum reicht von der Stadtbahn- bis zur Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Das Geschäftsfeld, mit Hauptsitz in Rueil Malmaison Cedex, Frankreich, entstand 2002 durch den Erwerb der französischen Cogifer-Gruppe durch Vossloh. Zu Vossloh Cogifer zählen weltweit 27 Tochtergesellschaften und 35 Fertigungsstätten.[11]

Vossloh Rail Services[Bearbeiten]

Vossloh Rail Services erbringt Dienstleistungen rund um das Produkt Schiene und deckt deren gesamten Lebenszyklus ab: von der Herstellung und dem Transport über die Instandhaltung und präventive Pflege (bspw. in Form von mobilen Schienenfräsen, dem präventiven Hochgeschwindigkeitsschleifen) bis zur Aufarbeitung und Rückführung von Altschienen.

Die Tochtergesellschaft formierte sich 2010 mit dem Erwerb von Teilen der Stahlberg-Roensch Gruppe, der LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH und der ISB Instandhaltungssysteme Bahn GmbH der Contrack Gruppe, Hannover.

Vossloh Rail Services hat neben seiner Unternehmenszentrale in Seevetal und einem Standort in Hamburg Werke in Bützow, Leipzig und Nürnberg.[12]

Vossloh Locomotives[Bearbeiten]

Vossloh Locomotives ist in Europa führender Hersteller von Diesellokomotiven für den Rangier- und Streckenbetrieb. Zum Standardportfolio gehören neben drei dieselhydraulische (G 6, G 12/G 18) auch zwei dieselelektrische Modelle (DE Lok-Varianten, wie DE 12/DE 18); das aktuelle Lokangebot basiert auf dem Baukastenprinzip. Zudem werden Dual Mode Lokomotiven (Elektro-Diesellokomotiven) entwickelt und eine breite Palette an Dienstleistungen angeboten.

Vossloh Locomotives – ehemals Maschinenbau Kiel (MaK), später SIEMENS Schienenfahrzeugtechnik – gehört seit 1998 zur Vossloh-Gruppe. Der Hauptsitz ist in Kiel, ein Servicecentrum befindet sich in Moers.

Die stark nachgefragte dreiachsige Rangierlokomotive G 6 ist das erste Modell der modularen Lokfamilie.[13]

Vossloh Rail Vehicles[Bearbeiten]

Vossloh Rail Vehicles (Vossloh España S.A.) entwickelt und produziert dieselelektrische Streckenlokomotiven für den Personen- und Schienengüterverkehr. Zudem umfasst das Angebot Nahverkehrszüge, Metros, Train-Trams (Stadtbahn) und Straßenbahnen (z. B. Tramlink) sowie Serviceleistungen wie Wartung, Instandhaltung und Modernisierung. Eine weitere Kompetenz ist der Herstellung von Drehgestellen.

Vossloh Rail Vehicles erweiterte 2010 ihr Portfolio an dieselelektrische Lokomotive für den Einsatz auf Strecken mit beschränkten Achslasten: neben der EUROLIGHT wurden speziell die UKLIGHT und die ASIALIGHT für den britischen bzw. asiatischen Markt entwickelt. Gemeinsam mit Vossloh Kiepe präsentierte Vossloh Rail Vehicles 2012 die barrierefreie modulare Straßenbahn Tramlink.

Die Tochtergesellschaft, ehemals MACOSA bzw. bis 2005 Alstom, hat ihren Hauptsitz in Valencia, Spanien.[14]

Vossloh Kiepe[Bearbeiten]

Vossloh Kiepe (ehemals Vossloh Electrical Systems) entwickelt und produziert elektrische Systeme und Ausrüstungen für Schienenfahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr, außerdem elektrische Traktionssysteme für Trolleybusse, Hybridfahrzeuge (z. B. lighTram Trolley und lighTram Hybrid), Brennstoffzellenbusse und Lokomotiven. Zum Portfolio gehören auch Heizungs-, Klima- und Lüftungssysteme. Vossloh Kiepe ist weltweit führender Anbieter bei der elektrischen Ausrüstung von Elektrobussen.

2003 wurde die in Düsseldorf ansässige Kiepe Elektrik GmbH von der Vossloh-Gruppe übernommen. Von 1993 bis 1996 gehörte Kiepe Elektrik zur AEG Schienenfahrzeuge und wurde im Rahmen der Bildung von Adtranz nach Auflagen des Bundeskartellamts mehrheitlich von der Schaltbau AG gekauft. Seit 2003 firmiert sie unter Vossloh Kiepe GmbH.

Zu den Tochtergesellschaften zählen Vossloh Kiepe Main Line Technology GmbH, Düsseldorf (Deutschland), Vossloh Kiepe Ges.m.b.H., Wien (Österreich), APS electronic AG, Niederbuchsiten (Schweiz), Vossloh Kiepe S.r.l., Mailand (Italien), Vossloh Kiepe Corporation, Vancouver (Kanada), Vossloh Kiepe Limited, Birmingham (UK) sowie Vossloh Kiepe Sp.z.o.o., Krakau (Polen).

Als Referenzprojekte lassen sich anführen: die Straßenbahn Lissabon, Modernisierung der „Remodelados“, die Wuppertaler Schwebebahn, neues Trolleybussystem in Verona, die Stadtbahn TW 3000 in Hannover.[15]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lokomotiven der MaK und Vossloh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVossloh AG: Geschäftsbericht 2012. 22. März 2013, abgerufen am 22. März 2013 (PDF; 4,2 MB).
  2. Unternehmensprofil, www.vossloh.com, abgerufen am 15. März 2013
  3. Quartalsbericht III/2012 (PDF-Datei; 305,45 KB)
  4. Vossloh-Lokomotivgeschäft über Plan. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2003, ISSN 1421-2811, S. 109.
  5. Christian Schnell: „Vossloh punktet an der Börse mit viel Solidität“. Handelsblatt vom 6. März 2010
  6. Vossloh.com history
  7. eisenbahn-kurier.de:Vossloh Kiepe baut neue Schwebebahn-Generation für Wuppertal abgerufen am 14.März 2013
  8. basf.com: 22 neue Diesellokomotiven bestellt abgerufen am 14.Dezember 2012
  9. Geschäftsbereiche, www.vossloh.com, abgerufen am 15.März 2013
  10. Unternehmensprofil VFS, www.vossloh-fastening-systems.com, abgerufen am 15. März 2013
  11. Unternehmensprofil VCO, www.vossloh-cogifer.com, abgerufen am 15. März 2013
  12. Unternehmensprofil VRS, www.vossloh-rail-services.com, abgerufen am 15. März 2013
  13. Unternehmensprofil VLO, www.vossloh-locomotives.com, abgerufen am 15. März 2013
  14. Unternehmensprofil VRV, www.vossloh-espana.com, abgerufen am 15. März 2013
  15. Unternehmensprofil VKD, www.vossloh-kiepe.com, abgerufen am 15. März 2013


51.2599397.758824Koordinaten: 51° 15′ 36″ N, 7° 45′ 32″ O