Fritz Künzli

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Fritz Künzli

Fritz Künzli (* 8. Januar 1946 in Glarus) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballspieler, der mit dem FC Zürich in den Jahren 1966 und 1968 zweimal in der Nationalliga A die Schweizer Fussballmeisterschaft gewann.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Als Neunjähriger fing der Gastwirtsohn aus Ennetbühls bei Ennenda in der Jugendabteilung des FC Glarus mit dem Fussballspiel an. Sechs Jahre später konnte er dank einer Spezialbewilligung in der ersten Mannschaft des Vereins spielen, der daraufhin in die 2. Liga (vierthöchste Klasse) aufstieg. 1963 war Künzli als 17-Jährige in einer 2. Liga-Auswahl, die auf dem Zürcher Letzigrund das Vorspiel zum Europacup-Achtelfinalspiel FC Zürich gegen Galatasaray Istanbul bestritt.

Präsident Edi Nägeli verpflichtete Künzli 1964 für einen geringen Betrag und der Stürmer entwickelte sich rasch zu einem Torjäger. In seinem zweiten Jahr in Zürich gewann er mit dem Verein 1966 das Double. Zum zweiten Gewinn des Meistertitels im Jahre 1968 steuerte er in 26 Spielen 28 Tore bei. Dreimal wurde er beim FC Zürich in den Jahren 1967, 1968 und 1970 Torschützenkönig in der Schweizer Liga. Vier Pokalsiege errang er in den Jahren 1966, 1970, 1972 und 1973. Während seiner Zeit beim FCZ bildete er mit Jakob Kuhn, der im Mittelfeld das Spiel gestaltete, ein effizientes Duo. Beim ersten Meisterschaftsgewinn 1966 spielte Künzli an der Seite des Ex-Hamburgers Klaus Stürmer. Beim Pokalsieg 1972 versorgte ihn Friedhelm Konietzka mit Vorlagen. Im Herbst seiner Karriere spielte er für Lausanne-Sports und sicherte sich in der Saison 1977/78 zum vierten Mal die Torjägerkrone. Sein persönlicher Rekord von 201 Toren in 313 Spielen besteht in der Schweizer Liga auch heute noch.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab er unter Trainer Alfredo Foni am 17. Oktober 1965 beim WM-Qualifikationsspiel in Amsterdam gegen Holland. Das zweite und dritte Spiel erlebte er bei der Fussball-Weltmeisterschaft 1966 in England gegen Deutschland und Argentinien. Sein erster Treffer gelang ihm bei der 2:4-Niederlage in Rumänien am 2. November 1966 beim Spiel in der Europameisterschafts-Qualifikation. Als die Schweiz in der EM-Gruppenphase 1968 am 24. Mai 1967 in Zürich ein 7:1-Sieg gegen Rumänien gelang, erzielte er wie Nati-Kollege Rolf Blättler zwei Treffer. Gegen den überlegenen Gruppensieger Italien erreichte die "Nati" am 18. November 1967 in Bern vor 53.137 Zuschauern ein 2:2-Remis. In der 69. Spielminute hatte Künzli mit einem sehenswerten Flugkopfball die Eidgenossen mit 2:1 in Führung gebracht. Luigi Riva erzielte mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 84. Minuten den Ausgleich. Wie seine Mannschaftskollegen Richard Dürr, Karl Odermatt und Rene-Pierre Quentin absolvierte Künzli alle sechs Gruppenspiele in der Europameisterschaft 1968 und erzielte dabei fünf Tore. Seinen Abschied aus der „Nati“ nahm er als Einwechselspieler am 16. November 1977 unter Nationaltrainer Roger Vonlanthen bei der 1:4-Niederlage in Stuttgart gegen Deutschland. Nach 44 Länderspielen mit 15 Toren waren seine internationalen Einsätze beendet.

Vereinszugehörigkeit[Bearbeiten]

  • FC Glarus, 1955–1964
  • FC Zürich, 1964–1973
  • FC Winterthur, 1973–1976
  • Lausanne-Sports, 1976–1978
  • San Diego Soccers/Houston Hurricane (USA)
  • Lausanne-Sports, 1978–1979

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Ich sag dir alles – Fussball, Wissen Media Verlag, Gütersloh, 2005, ISBN 3-577-16405-0
  • Das grosse europäische Fussballbuch, Nuttelmann, Jade, 1999, ISBN 3-930814-02-1
  • Sonderheft Schweizer Fussball 2005/2006, BLICK-Sportredaktion, Zürich, 2005
  • LIBERO, Nr. 31/2000, IFFHS, Seite 74