Hausen am Albis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hausen am Albis
Wappen von Hausen am Albis
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Affolternw
BFS-Nr.: 0004i1f3f4
Postleitzahl: 8915
Koordinaten: 682961 / 23325447.2449988.534448611Koordinaten: 47° 14′ 42″ N, 8° 32′ 4″ O; CH1903: 682961 / 233254
Höhe: 611 m ü. M.
Fläche: 13.64 km²
Einwohner: 3376 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 237 Einw. pro km²
Website: www.hausen.ch
Blick vom Aussichtsturm Hochwacht (Albis) über den Ortsteil Heisch und Hausen am Albis (Bildmitte) zum Zugersee

Blick vom Aussichtsturm Hochwacht (Albis) über den Ortsteil Heisch und Hausen am Albis (Bildmitte) zum Zugersee

Karte
Türlersee Zürichsee Bezirk Horgen Bezirk Zürich Bezirk Dietikon Kanton Zug Kanton Aargau Aeugst am Albis Affoltern am Albis Bonstetten ZH Hausen am Albis Hedingen Kappel am Albis Knonau Maschwanden Mettmenstetten Obfelden Ottenbach ZH Rifferswil Stallikon Wettswil am Albis Bezirk MeilenKarte von Hausen am Albis
Über dieses Bild
w

Hausen am Albis (bis 1911 offiziell Hausen) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Hausen am Albis
Blasonierung:

„In Blau ein Riegelhaus in Traufsicht mit silbernem Sockel und Mauerwerk, rotem Dach und Gebälk, rechts zwei schwarzen Fenstern, links über schwarzem Kellereingang und Treppe schwarzer Türe und rechts aufgesetztem silbernem Kamin.“

Geographie[Bearbeiten]

Hausen am Albis liegt im Süden des Kantons Zürich im Bezirk Affoltern, auf der Südseite des Albis. Die im oberen Jonental gelegene Gemeinde besteht aus den Dörfern Hausen am Albis und Ebertswil sowie den Weilern Türlen, Vollenweid, Tüfenbach, Hinter-, Mittel- und Oberalbis, Husertal und Schweikhof. Das Einzugsgebiet der Gemeinde erstreckt sich von Sihlbrugg bis zum Türlersee. Damit ist Hausen am Albis mit insgesamt 13,64 km² flächenmässig die grösste Gemeinde im Bezirk. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 916 m ü. M. (Bürglen), der tiefste Punkt auf 532 m ü. M. (Sihlbrugg). Hausen am Albis liegt zwischen den Städten Zürich und Zug.

Ortsteile und Weiler[Bearbeiten]

Heisch[Bearbeiten]

Heisch ist ein Ortsteil, der heute mit Hausen zusammengewachsen ist. Es liegt zirka einen Kilometer vom Dorfzentrum entfernt und wird in Ober- und Unterheisch unterteilt. Die Grenze zwischen den Dorfteilen Heisch und Hausen verläuft in etwa bei der ehemaligen Sennerei (heutige Druckerei Furrer).

Ebertswil[Bearbeiten]

Ebertswil liegt im Süden der Gemeinde, zirka zwei Kilometer vom Dorfzentrum entfernt und zählt 667 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2007). Die Lage des Ortes auf einem leicht erhöhten Plateau erlaubt eine weite Sicht auf den Kanton Zug mit dem Zugersee und in die Schweizer Alpen. Direkt in südlicher Richtung sieht man die Rigi und rechts davon den Pilatus. Dazwischen stehen bekannte Berge wie Mönch, Eiger und Jungfrau.

Sihlbrugg[Bearbeiten]

Sihlbrugg, das noch zu drei anderen Gemeinden gehört, ist der südlichste Weiler der Gemeinde. Der Hausemer Anteil zählt 11 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2007).

Husertal[Bearbeiten]

Der Weiler Husertal liegt am Südwestfuss des Albishorns östlich von Hausen am Albis, zwischen dem Weilern Oberalbis, Schweikhof und dem Dorf Eberstwil. Der Weiler zählt 50 Einwohner (Stand: 2000).

Türlen[Bearbeiten]

Türlen am Türlersee

Türlen liegt am gleichnamigen Türlersee und ist zirka drei Kilometer vom Dorfzentrum entfernt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1762 840
1850 1450
1888 1335
1900 1408
1950 1588
2000 3040
2007 3235
Kirche, 1250 erwähnt

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Stefan Gyseler (Stand 2014).

Geschichte[Bearbeiten]

Herrschaftsverhältnisse im Mittelalter[Bearbeiten]

Hausen am Albis wurde im Jahre 1242 erstmals als Huson urkundlich erwähnt, der heutige Ortsteil Heisch bereits 1184 als Heinsche. Die Herren über Hausen waren während dieser Zeit die Freiherren von Eschenbach; sie waren es auch, die 1150 die Schnabelburg auf dem Albisgrat errichteten und 1185 die Zisterzienserabtei Kappel stifteten. 1309 wurde ihre Herrschaft durch die Zerstörung der Schnabelburg beendet, weil Walther von Eschenbach an der Ermordung von König Albrecht beteiligt war. Die Folge war, dass Hausen am Albis den Hallwylern unterstellt wurde, welche es 1406 der Stadt Zürich abtraten.

Reformation[Bearbeiten]

Das Kloster Kappel schloss sich unter Abt Wolfgang Joner sehr früh der Reformation Zwinglis an. Unter diesem Einfluss und um den drückenden Kirchenabgaben zu entgehen, schlugen sich auch die Hausemer auf die Seite der Reformierten. 1527 wurde Hausen selbständige Kirchgemeinde.

In der Schlacht bei Kappel am 11. Oktober 1531 fielen an der Seite von Huldrych Zwingli auch neun Mitstreiter aus Hausen. Adam Näf aus der Vollenweid rettete das Zürcher Banner und erhielt dafür von der Stadt Zürich das Näfenhaus in Kappel als Lehen. Der Milchsuppenstein (Kappeler Milchsuppe) an der Gemeindegrenze und das Zwinglidenkmal auf Gemeindegebiet Kappel erinnern an diese Kriegswirren.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)