Hombrechtikon

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Hombrechtikon
Wappen von Hombrechtikon
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Meilenw
BFS-Nr.: 0153i1f3f4
Postleitzahl: 8634
Koordinaten: 700818 / 23448847.2536038.770552464Koordinaten: 47° 15′ 13″ N, 8° 46′ 14″ O; CH1903: 700818 / 234488
Höhe: 464 m ü. M.
Fläche: 12.19 km²
Einwohner: 8200 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 635 Einw. pro km²
Website: www.hombrechtikon.ch
Reformierte Kirche Hombrechtikon

Reformierte Kirche Hombrechtikon

Karte
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Hombrechtikon ist eine politische Gemeinde in der Schweiz. Sie liegt am oberen rechten Zürichseeufer im Bezirk Meilen im Kanton Zürich. Zu Hombrechtikon gehören die am Zürichsee gelegene Ortschaft Feldbach ZH sowie die Weiler Uetzikon, Dändlikon, Herrgass, Lutikon, Lützelsee und Schirmensee.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung:

In Rot eine goldene Garbe

Das heutige Wappen soll vermutlich daran erinnern, dass Hombrechtikon vor der Reformationszeit an die katholische Kirche Abgaben leisten musste. Die älteste bekannte Darstellung des Wappens ist am Kirchturm der Kirche von Hombrechtikon zu sehen und stammt aus dem Jahr 1676.

Geografie[Bearbeiten]

Die Fläche der Gemeinde beträgt 1220 ha, davon entfallen 61 % auf Landwirtschaft, 15 % auf Wald und 14 % auf Siedlung. Der Ort Feldbach liegt am See, wo auch der Bahnhof der SBB steht. Das eigentliche Dorf thront über dem See auf dem Rücken des Pfannenstiels. Auf einer Hochebene in einer Mulde des Pfannenstiels liegt auf dem Gemeindegebiet oberhalb des Dorfes die geschützte Moorlandschaft mit dem Ütziker Ried und dem Lützelsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Steinbeilfund in der Fromatt aus der Jungsteinzeit (ca. 4500 v. Chr.) lässt darauf schliessen, dass die Gegend der heutigen Gemeinde bereits damals von Menschen durchstreift wurde. Die ältesten Siedlungsspuren hinterliessen die Pfahlbauer um 3800 v. Chr. bei Feldbach (Seegubel) am Zürichsee.

Urkundlich wurde der Name „hunbrestinchon“ erstmals 1194 erwähnt. Der Name geht zurück auf einen alemannischen Sippengründer namens „Humbracht“. Der Name Hombrechtikon bedeutet also zusammen mit der Endsilbe „-ikon“: Der Hof des Humbracht.

Die einzelnen Weiler und Aussenwachten wechselten immer wieder die Besitzer. Angefangen mit dem Kloster St. Gallen, dem Kloster Einsiedeln, der Inselpfarrei Ufenau, den Habsburgern und schliesslich 1408 der Stadt Zürich. Ab 1831 gehörte Hombrechtikon zum Oberamt Meilen, dem heutigen Bezirk Meilen.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 617
1772 1501
1850 2649
1900 2292
1950 3079
1970 4589
1990 6865
2000 7246
2014 8327

Der Ausländeranteil beträgt 19,3 %.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eglihaus von 1666 im Weiler Lutikon
Menzihaus von 1733 im Weiler Lützelsee
Feldbach am Zürichsee
Dorfmuseum Stricklerhuus von 1690
Längsflarzhaus Grütrain mit flachem Tätschdach
  • Reformierte Kirche, in der heutigen Form eine 1758–59 von Jakob Grubenmann neu erbaute Rokokokirche. Der Turm stammt von einer spätgotischen Vorgängerkirche.
  • Katholische Kirche St. Niklaus, 1968–1969 von Architekt Walter Moser erbaut, nimmt aussen die Formensprache von Le Corbusiers Kirche Ronchamp auf und ist wie diese auf leicht erhöhtem Gelände erbaut.
  • Land- und Bauernhäuser in verschiedenen Aussenweilern, insbesondere in Schirmensee (ehemaliges Gasthaus Rössli), in Feldbach (spätgotisch-barocke Häusergruppe der Fam. Bühler), Lützelsee (Haus Menzi, repräsentativer Riegelbau um 1680), Lutikon (Haus Egli, schön bemaltes Riegelhaus von 1665–1666) und Langenried (Haus Dändliker, 1683)
  • Dorfmuseum Stricklerhuus

Politik[Bearbeiten]

Gemeindepräsident ist Rainer Odermatt (FDP) (Stand 2014).

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hombrechtikon ist sowohl im Individualverkehr als auch im öffentlichen Personennahverkehr bestens erreichbar. Über die Anschlussstelle Rüti/Hombrechtikon der Oberlandautobahn (A53) ist sie an das Autobahnnetz direkt angebunden. Am Bahnhof Feldbach ist sie ebenfalls direkt an das Netz der S-Bahn Zürich angeschlossen. Die folgende Linie verkehrt mit halbstündigen Verbindungen:

Es existieren folgende Buslinien, die durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) bedient werden:

  • 880 Bahnhof Rüti — Bad Kämmoos — BubikonWolfhausen — Hombrechtikon — Stäfa Frohberg
  • 955 Bahnhof Stäfa — Laubisrüti — Hombrechtikon Post
  • 970 Hombrechtikon Post — Eichtal — Bahnhof Feldbach

Sport[Bearbeiten]

Hombrechtikon hat mit den umliegenden Gemeinden zusammen ein umfassendes sportliches Angebot.

Handball[Bearbeiten]

Aufgrund des regionalen Booms besuchen viele junge Hombrechtiker den Handball-Schulsport oder gehen regelmässig in Trainings beim HC GS Stäfa, der in Sachen Nachwuchsabteilung national eine nennenswerte Rolle spielt. Die Erste Mannschaft ist in der Nationalliga (NL) vertreten.

Turnen[Bearbeiten]

Der grösste Sportverein in Hombrechtikon ist der Turnverein TV Hombrechtikon mit seinen Sektionen. Von den insgesamt 450 Aktiven turnen 200 in den Jugendgruppen.

Kunstradfahren[Bearbeiten]

Die Randsportart ist in Hombrechtikon sehr stark ausgeprägt. Neben vielen nationalen Erfolgen feiern die Sportler des ATB Hombrechtikon internationale Erfolge (3. Rang WM 2005 und 2006).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hombrechtikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Geschichte Hombrechtikons (PDF; 428 kB)