Huy (Einheitsgemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Huy
Huy (Einheitsgemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Huy hervorgehoben
51.99833333333310.966666666667122Koordinaten: 52° 0′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Höhe: 122 m ü. NHN
Fläche: 167,28 km²
Einwohner: 7500 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 38836 (Anderbeck, Badersleben, Dedeleben, Huy-Neinstedt, Pabstorf, Vogelsdorf),
38838 (Aderstedt, Dingelstedt, Eilenstedt, Eilsdorf, Schlanstedt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 039401, 039422, 039425, 039428
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 185
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 243
38838 Huy OT Dingelstedt a. H.
Webpräsenz: www.gemeinde-huy.de
Bürgermeister: Thomas Krüger (CDU)
Lage der Gemeinde Huy im Landkreis Harz
Quedlinburg Ballenstedt Ballenstedt Blankenburg (Harz) Ditfurt Falkenstein/Harz Quedlinburg Groß Quenstedt Halberstadt Harsleben Harzgerode Hedersleben Huy Ilsenburg (Harz) Nordharz Oberharz am Brocken Osterwieck Quedlinburg Schwanebeck Selke-Aue Thale Wegeleben WernigerodeKarte
Über dieses Bild

Huy ([hyː] „Hüh“) ist eine Gemeinde im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Huy liegt im Bereich des gleichnamigen Höhenzugs. Nachbargemeinden sind Osterwieck, die Kreisstadt Halberstadt, Schwanebeck, die Verwaltungsgemeinschaft Westliche Börde im Landkreis Börde, die Samtgemeinde Heeseberg im niedersächsischen Landkreis Helmstedt, die Samtgemeinde Schöppenstedt im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel und die ebenfalls zum Landkreis Wolfenbüttel gehörende Samtgemeinde Asse.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Huy als Einheitsgemeinde entstand am 1. April 2002 aus der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Huy durch den freiwilligen Zusammenschluss der elf bis dahin selbständigen Mitgliedsgemeinden.[2] Diese bilden die Ortsteile:

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten]

Am 15. März 2009 wurde Thomas Krüger (CDU) mit 68,8 % zum Bürgermeister gewählt.[3]

Sitzverteilung im Gemeinderat nach der Kommunalwahl am 7. Juni 2009[4] :

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Grün; vorn 5 (2:2:1) steigende grüne Buchenblätter, hinten 6 (2:2:2) silberne Schilfstengel mit Blatt.“

Die neugebildete Einheitsgemeinde übernahm das genehmigte Wappen der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Huy. Die Gestaltung des Wappens basiert auf den natürlichen Gegebenheiten der Landschaft, in der die 11 Ortsteile angesiedelt sind. 5 Dörfer liegen an den Hängen des Huy, sie werden durch 5 grüne Buchenblätter symbolisiert (auf dem Rücken des Huy befinden sich vorwiegend Buchenbestände). 6 Orte liegen am Rand des Großen Bruchs, sie werden durch 6 silberne Schilffrüchte mit Schilfblatt (im Volksmund “Bumskolben” genannt) symbolisiert.

Das Wappen wurde von der Magdeburger Heraldikerin Erika Fiedler gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Gemeinde Huy führt eine Flagge. Sie zeigt die Farben Grün-Silber (Weiß) mit dem aufgelegten Wappen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Ferienstraße Straße der Romanik, die zu historischen Bauwerken in ganz Sachsen-Anhalt führt. Die Wirtschaft wird hauptsächlich von verschiedenen Kleinunternehmen und der Landwirtschaft geprägt. In Pabstorf befindet sich ein Unternehmen für Reisemobil- und Servicefahrzeugbau.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 244 von Wernigerode über Helmstedt nach Wittingen. Der ÖPNV wird durch Linienbusse durchgeführt. Die ehemals durch das Gemeindegebiet verlaufende Bahnstrecke Jerxheim–Nienhagen wird nicht mehr betrieben. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Halberstadt und Heudeber-Danstedt an der Bahnstrecke Halle–Vienenburg / Bahnstrecke Heudeber-Danstedt–Bad Harzburg/Vienenburg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Baudenkmäler der Gemeinde sind im örtlichen Denkmalverzeichnis eingetragen.

Gebäude[Bearbeiten]

Roederhof, auf der Bergkuppe im Hintergrund die Huysburg
Die Burg Westerburg im Ortsteil Dedeleben
  • Das 1080 gegründete und 1972 wiederbegründete Benediktinerkloster Huysburg bei Dingelstedt, eine Station der Straße der Romanik
  • Die Pfarrkirche St. Trinitatis in Aderstedt vom Ende des 17. Jahrhunderts mit einer sehenswerten, reichhaltigen Innenausstattung.
  • Der Röderhof mit Schloss von 1830 unterhalb der Huysburg
  • Burg Westerburg, die älteste erhaltene Wasserburg Deutschlands

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Grabstätten auf dem Ortsfriedhof des Ortsteiles Pabstorf für zwei Polen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof in Dingelstedt am Huy zur Erinnerung an die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppten Frauen, die bei der Explosion in der Munitionsfabrik Huy 1944 Opfer von Zwangsarbeit wurden

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen mit Bezug zu Huy[Bearbeiten]

  • Ludolf Hermann Müller (1882–1959), Bischof der Evangelischen Kirchen der Kirchenprovinz Sachsen, war 1922–1927 Pfarrer in Dingelstedt
  • Olaf Wegewitz (* 1949), Maler und Grafiker, lebt in Huy-Neinstedt

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2013 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  3. Tabelle des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt
  4. Tabelle des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Huy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien