iPhoto

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iPhoto
IPhoto Icon iOS.jpg
Entwickler Apple
Aktuelle Version 9.6[1]
(16. Oktober 2014)
Betriebssystem Mac OS X, ab iOS 5.1
Kategorie Bildverwaltungssoftware
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig ja
Apple iPhoto

iPhoto ist ein Programm zur Bildverwaltung für Mac OS X und gehört zum iLife-Paket, in dem auch GarageBand, iMovie, iDVD und iWeb enthalten sind.

Funktionen[Bearbeiten]

Neue Bilder lassen sich von einer Digitalkamera importieren und in Kategorien einordnen. Nach dem Importieren kann iPhoto einfache Bildbearbeitungen wie Änderungen an der Helligkeit oder am Kontrast, Weißabgleich, Schärfen und Drehen durchführen. Weitere Funktionen sind: rote Augen entfernen, störende Gegenstände retuschieren, diverse Filter anwenden, drucken, über Mail versenden, als QuickTime-Movie oder Website exportieren. iPhoto bewahrt von jedem Bild ein Original auf, auf das später zurückgegriffen werden kann.

Seit Version 6 beherrscht iPhoto auch die Bearbeitung von RAW-Bildern.

MobileMe-Mitglieder konnten mit Version 6 Bilder auch als sogenannte Photocasts im Internet veröffentlichen. Mit Version 7 wurde diese Funktion durch die Einbindung der MobileMe-Web-Gallery-Funktion ersetzt. Damit lassen sich veröffentlichte Bilder in Fotoalben sortiert, in einer Online-Galerie mit verschiedenen Darstellungsmodi betrachten, einzeln oder zusammen als ZIP-Archiv herunterladen oder als Album in iPhoto abonnieren. Ein abonniertes Album wird automatisch aktualisiert, sobald der Besitzer neue Bilder hinzufügt, sodass bei den Abonnenten neue Bilder nachgeladen werden und das abonnierte Album synchron mit dem des Besitzers ist. Außerdem können Besucher der MobileMe-Web-Gallery, wenn der Besitzer dies erlaubt, selbst Bilder per Webbrowser oder per E-Mail hinzufügen. Diese Bilder erscheinen dann sofort in der Web-Gallery und werden auch zum ursprünglich veröffentlichten Album sowie allen abonnierten Alben zurück-synchronisiert.

Seit der Version 8 beinhaltet iPhoto einige neue Funktionen: So bietet es die Möglichkeit, in Fotos Gesichter automatisch zu erkennen und gleiche Gesichter einer bestimmten Person zuzuordnen. Eine weitere Neuerung ist die Implementierung von Geotagging-Funktionen wie Anzeigen der Koordinaten auf einer Karte und nachträglicher Verortung des Bildes. Außerdem ist es nun möglich, Bilder auf dem Fotodienst Flickr und der Social-Networking-Plattform Facebook zu veröffentlichen. Bei letzterer werden auch die über Gesichtserkennung gewonnenen Informationen und Namen veröffentlicht. Bei manueller Markierung weiterer Personen mit Namen über die Facebook-Plattform werden diese Informationen wieder an iPhoto zurück-synchronisiert. Weiterhin können für Diashows jetzt themenbezogene Vorlagen verwendet werden. Dabei werden Fotos in vorgefertigte sogenannte „Artworks“ eingesetzt und virtuelle Kamerafahrten darüber abgespielt. Sowohl in den Diashows als auch in den über iPhoto käuflich erwerbbaren Drucksorten (Fotoalben etc.) können Karten verwendet werden, die auf den Informationen der neuen „Orte“-Funktion basieren.

Seit Oktober 2010 ist die Version 9 von iPhoto verfügbar. Es können in einer Bibliothek bis zu 250.000 Fotos verwaltet werden. Außerdem lassen sich über Kodak die erstellten Fotos, Grußkarten, Wandkalender oder Fotoalben bestellen. Seit Anfang 2012 ist iPhoto auch als App für Apples iOS Geräte ab iOS 5.1 erhältlich, sodass es auch auf dem iPhone, und dem iPad genutzt werden kann. Der iPod touch wird hierbei nicht unterstützt.[2] Erstmals wird in dieser Version nicht mehr auf Kartenmaterial von Google Maps zurückgegriffen, sondern auf Daten von OpenStreetMap.[3]

Der Vertrieb der iOS-Version wurde im Herbst 2014 mit Erscheinen des Betriebssystems iOS 8 eingestellt. Sie wird durch das im Betriebssystem integrierte App Fotos ersetzt, das nun durch Plug-ins anderer Entwickler erweiterbar ist. Anfang 2015 soll auch der Vertrieb der OS-X-Version zugunsten einer neuen Fotosoftware für OS X Yosemite eingestellt werden.[4]

Versionen[Bearbeiten]

Für Mac OS X[Bearbeiten]

  • iPhoto 1: 7 Januar 2002
  • iPhoto 2 (iLife): 3. Januar 2003
  • iPhoto 4 (iLife ’04): 6. Januar 2004
  • iPhoto 5 (iLife ’05): 11. Januar 2005
  • iPhoto 6 (iLife ’06): 10. Januar 2006
  • iPhoto 7 (iLife ’08): 7. August 2007
  • iPhoto 8 (iLife ’09): 7. Januar 2009
  • iPhoto 9 (iLife ’11): 20. Oktober 2010
  • iPhoto 9.5: 22. Oktober 2013
  • iPhoto 9.6: 16. Oktober 2014[1]

Für iOS[Bearbeiten]

  • iPhoto für iOS 5.1: 11. März 2012
  • iPhoto 2.0 für iOS 7: 22. Oktober 2013[5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel Mandl, Michael Schwarz: iPhoto 11– iLife von Apple für engagierte Digitalfotografen – mit Informationen zu iDVD, MobileMe und iWeb. Edition Digital Lifestyle, Husum 2011, ISBN 978-3-939685-24-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b https://itunes.apple.com/de/app/iphoto/id408981381?mt=12
  2. Getestet: iPhoto jetzt auch auf dem iPad, Netzwelt, 8. März 2012.
  3. iPhoto: iOS-Version ohne Google Maps, Netzwelt, 9. März 2012.
  4. Apple to replace Aperture and iPhoto with Photos for OS X early next year. In: 9to5mac.com, 27. Juni 2014.
  5. http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Neue-iWork-und-iLife-Versionen-fuer-iOS-7-und-OS-X-1983639.html