Ill (Elsass)
| Ill | ||
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Die Ill in Straßburg vor der Paulskirche |
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| Daten | ||
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| Gewässerkennzahl | FR: A---0030 | |
| Lage | Frankreich, Region (Elsass) | |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Rhein → Nordsee | |
| Quelle | Jura 47° 27′ 41″ N, 7° 15′ 59″ O47.4613887.2662658560 |
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| Quellhöhe | etwa 560 m | |
| Mündung | bei Rhein-km 311,300 links unterhalb der Staustufe Gambsheim in den Rhein48.7011111111117.9311111111111127Koordinaten: 48° 42′ 4″ N, 7° 55′ 52″ O 48° 42′ 4″ N, 7° 55′ 52″ O48.7011111111117.9311111111111127 |
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| Mündungshöhe | 127 m | |
| Höhenunterschied | 433 m | |
| Länge | 216,8 km | |
| Einzugsgebiet | 4760,5 km² | |
| Abfluss am Pegel Chasseur-Froid=Kalter Jäger AEo: 4600 km² |
NNQ (05.1974) MQ 1974/2010 Mq 1974/2010 |
25,4 m³/s 53,7 m³/s 11,7 l/s km² |
| Linke Nebenflüsse | u.a. Largue, Doller, Thur, Lauch, Fecht, Giessen, Andlau, Ehn, Breusch | |
| Großstädte | Mülhausen, Straßburg | |
| Mittelstädte | Colmar, Illkirch-Graffenstaden, Schiltigheim | |
| Kleinstädte | Altkirch, Brunstatt, Illzach, Ensisheim, Schlettstadt, Benfeld, Erstein, Ostwald, Bischheim, Hœnheim | |
Die Ill (in Großbuchstaben: ILL; zur Unterscheidung des führenden „I“s manchmal auch Jll geschrieben) ist ein linker Zufluss des Rheins mit einer Länge von knapp 217 km und einer mittleren Wasserführung von über 54 m³/s.[1] Sie verläuft vollständig in der französischen Region Elsass und ist deren zweiter Hauptfluss gleich nach dem Grenzfluss Rhein.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Verlauf [Bearbeiten]
Die Quelle der Ill liegt im Jura (Pfirter Jura), unterhalb der sundgauischen Gemeinde Winkel. Kurz nach ihrem Ursprung fließt die Ill in Richtung Osten. Zwischen Raedersdorf und Oltingue, in der Nähe der Schweizer Grenze, wechselt der Bach seine Hauptrichtung und fließt bis Altkirch nach Nordwesten. Die Fließrichtung zwischen Altkirch und der Mündung ist dann überwiegend Nord-Nordost, zwischen dem Rhein im Osten und den Vogesen im Westen. Die Ill durchfließt nun die zentralen Bereiche des Elsass. In Straßburg und unterhalb spalten sich dreimal auf kürzerer Strecke Nebenarme ab: im Bereich der Altstadt nach Norden der Fossé du Faux-Rempart (Falschwallkanal oder Stadtgraben), unterhalb der Altstadt nach Westen die Aar und noch weiter illabwärts auf der Höhe von Straßburg-Robertsau nach Osten das Mühlwasser. An der Südgrenze der Gemeinde Gambsheim geht die Ill in einen Canal de Dérivation (Umleiter) über, der ihr Wasser an der Staustufe Gambsheim vorbeiführt und auf dem Gebiet der Gemeinde Offendorf bei Rhein-km 311,300 von links in den Rhein münden lässt. Schon ab La Wantzenau gibt es links der Ill Altwasser, die den Namensbestandteil „-rhein“ tragen: Waldrhein, Hanaurrhein, Muehlrhein (hier wurde auf französischen Landkarten und Hinweistafeln die deutsche Schreibweise beibehalten).
Zuflüsse und Kanäle [Bearbeiten]
Die wichtigsten Zuflüsse münden alle von links und kommen mit Ausnahme der Larg, die wie die Ill im Jura entspringt, aus den Vogesen. Die Ill nimmt fast alle elsässischen Vogesenflüsse auf. Ihre wichtigsten Zuflüsse sind: Largue, Doller, Thur, Lauch, Fecht, Giessen, Andlau, Ehn und Breusch (frz. la Bruche).
Zwei wichtige Kanäle kreuzen die Ill: bei Illfurth (oberhalb von Mülhausen) der durch die Burgundische Pforte ziehende Canal du Rhône au Rhin und in Straßburg, unterhalb der Altstadt, der nach Lothringen führende Canal de la Marne au Rhin.
Städte [Bearbeiten]
Viele wichtige elsässische Städte liegen an oder in unmittelbarer Nähe der Ill; mit Mülhausen (frz. Mulhouse), Colmar und Straßburg (Strasbourg) drei der vier Groß- und Mittelstädte (ohne Haguenau), mit Altkirch und Schlettstadt (Sélestat) zwei der wichtigsten Kleinstädte. Auch die frühere Residenzstadt Ensisheim liegt an der Ill.
Hydrologie [Bearbeiten]
An der Mündung der Ill in den Rhein beträgt die mittlere Abflussmenge (MQ) 53,7 m³/s; das Einzugsgebiet umfasst hier 4760,5 km².
Am Pegel Strasbourg wurde über einen Zeitraum von 37 Jahren (1974–2010) die durchschnittliche jährliche Abflussmenge der Ill berechnet.[2] Das Einzugsgebiet entspricht an dieser Stelle mit 4600 km² etwa 97 % des vollständigen Einzugsgebietes des Flusses.
Die Abflussmenge schwankt im Lauf des Jahres nur sehr wenig. Die höchsten Wasserstände werden in den Monaten Dezember - März gemessen. Ihren Höchststand erreicht die Abflussmenge mit 69,4 m³/s im Februar. Von April an geht die Schüttung Monat für Monat leicht zurück und erreicht ihren niedrigsten Stand im August/September mit 49,6 m³/s, um danach wieder von Monat zu Monat leicht anzusteigen.
Der monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Ill in m³/s, gemessen an der hydrologischen Station Strasbourg,
Daten aus den Werten der Jahre 1974–2010 berechnet:

Sonstiges [Bearbeiten]
- Zwischen Winkel und Ligsdorf fließt die Ill auf etwa 500 Meter unterirdisch. Grund ist die Versickerung im wasserdurchlässigen Juragestein.
- Am Kreuzungspunkt der Ill mit dem Marne-Rhein-Kanal in Straßburg befinden sich wichtige Gebäude der Europäischen Union, unter anderen das des europäischen Parlaments.
- Der Name der Ill findet sich in den Ortsnamen folgender Siedlungen: Illfurth, Illzach, Illhaeusern, Illkirch-Graffenstaden.
- Eine häufige Erklärung leitet den Namen Elsass von der Ill ab. Demzufolge bezeichneten sich jene Alemannen, die sich in der Völkerwanderungszeit rechts und links der Ill niederließen, als die Ill-Sassen, woraus der Landschaftsname entstanden sein soll.
- Auf Französisch ist der Flussname männlich.
- Ein weiterer, zwar kürzerer, aber dennoch größerer Nebenfluss mit Namen Ill strömt dem Rhein in Vorarlberg zu.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Anm.: Werte des Pegels Chasseur Froid (Strasbourg) bezogen auf das gesamte Einzugsgebiet (rechnerisch: 55,57 m³/s, wegen des im untersten Einzugsgebietes geringen Gebietsabflusses (mq) eher rund 54,5 m³/s)
- ↑ Banque Hydro - A2280350 L'Ill à Strasbourg (Chasseur Froid, La Robertsau) (Menüpunkt: Synthèse)
Weblinks [Bearbeiten]
- Ill auf sandre.eaufrance.fr (französisch)
- Débits caractéristiques de l'Ill (französisch; PDF-Datei; 35 kB)