Jarkko Nieminen

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Jarkko Nieminen Tennisspieler
Jarkko Nieminen
Jarkko Nieminen 2008 bei den Dänischen Meisterschaften
Spitzname: Jakke
Nationalität: FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag: 23. Juli 1981
Größe: 185 cm
Gewicht: 78 kg
1. Profisaison: 2000
Spielhand: Links
Trainer: Jan de Witt
Preisgeld: 7.211.236 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 387:323
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 13 (10. Juli 2006)
Aktuelle Platzierung: 53
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 144:185
Karrieretitel: 4
Höchste Platzierung: 42 (28. Januar 2008)
Aktuelle Platzierung: 74
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 4. August 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jarkko Nieminen (* 23. Juli 1981 in Masku) ist ein finnischer Tennisspieler.

Nieminen als Junior[Bearbeiten]

Mit vier Jahren begann er Tennis zu spielen. 1999 besiegte er im Finale des Junioren-Grand-Slam-Turniers der US Open Kristian Pless aus Dänemark. Mit seinem ersten großen Erfolg kam er in diesem Jahr bis auf Platz 9 der Junioren-Weltrangliste.

Karriere[Bearbeiten]

Nieminen wurde im Jahr 2000 Profi. Das Jahr 2001 beendete er nach einer soliden Saison, in der er vier Challenger-Titel (Wolfsburg, Tampere, Cordoba und Maia) gewann, zum ersten Mal in den Top 100. Im Dezember 2001 erreichte er auch als erster Finne (seit Leo Palin in Sofia) ein ATP-Finale: als Qualifikant erreichte er das Endspiel des ATP-Turniers in Stockholm, in dem er schließlich dem Niederländer Sjeng Schalken unterlag.

2002 schaffte Nieminen als erster Finne überhaupt den Sprung unter die Top 50 der Welt. In diesem Jahr erreichte er in Estoril und Mallorca jeweils das Finale.

2003 zog er München in sein viertes ATP-Finale ein. Das Jahr beendete er unter den Top 40.

2004 beendete er das vierte Jahr in Folge in den Top 100, obwohl er drei Monate verletzungsbedingt hatte pausieren müssen. Er erreichte immerhin dreimal das Halbfinale (Sydney, Dubai und Peking).

Im Jahr 2005 gewann Nieminen in Prostějov (Tschechien) einen Challenger-Titel. Bei den Australian Open kam er nach Siegen über Davide Sanguinetti und Paradorn Srichaphan bis in die dritte Runde. Dort musste er jedoch wegen einer Bauchmuskelzerrung beim Stand von 3:6, 2:5 gegen Roger Federer aufgeben. Bei den French Open in Roland Garros besiegte Nieminen überraschend den allerdings an einer Rückenverletzung laborierenden Superstar Andre Agassi und zog damit in die zweite Runde ein, dort unterlag er Igor Andrejew in vier Sätzen. In Wimbledon verlor Nieminen sein Auftaktspiel gegen Tim Henman knapp in fünf Sätzen. Zudem erreichte er in München, Stuttgart, Bangkok und Tokio das Halbfinale. Ein absolutes Highlight war der Einzug ins Viertelfinale der US Open, dort unterlag er Lleyton Hewitt in fünf Sätzen.

Die Saison 2006 sollte Nieminens bisher beste Saison werden. Im ersten Monat gelang ihm eine 9:2-Matchbilanz mit einem Viertelfinale in Adelaide und seinem ersten Titel auf der ATP Tour in Auckland. Dort besiegte er im Finale Mario Ančić klar mit 6:2, 6:2. Außerdem erreichte er bei den Australian Open Runde drei, in der er David Nalbandian unterlag. Beim ATP-Masters-Series-Turnier in Indian Wells erreichte er sein erstes Viertelfinale bei einem Turnier dieser Kategorie. Am 17. April gelang ihm erstmals der Sprung unter die Top 20 der Welt. Im Viertelfinale von Barcelona führte Nieminen gegen Titelverteidiger Rafael Nadal schon mit 6:4 und 4:1, doch der Spanier brachte das Match noch in drei Sätzen nach Hause. Als Nieminen in Roland Garros gleich in der ersten Runde ausschied, begann für ihn die Rasensaison. Er erreichte die zweite Runde in Halle und verlor das Viertelfinale in Wimbledon gegen Nadal. Zurück auf Sand erreichte er am 10. Juli nach dem Einzug in die Vorschlussrunde von Båstad, wo er gegen Tommy Robredo verlor, mit Platz 13 seine bislang beste Weltranglistenposition. Bei den US Open verlor Nieminen sein Auftaktspiel gegen Xavier Malisse. In Stockholm erreichte er das Finale und unterlag dort James Blake. Außerdem erreichte er in Rotterdam und München jeweils das Halbfinale. Nieminen verzeichnete in diesem Jahr auf allen Belägen eine positive Matchbilanz: 30:14 auf Hartplatz, 16:8 auf Sand, 5:3 auf Gras und 4:3 auf Teppich. Mit 894.565 US$ an gewonnenem Preisgeld stellte diese Saison auch seine finanziell beste dar.

2007 konnte er zum dritten Mal in Folge das Jahr unter den Top 30 der Welt beenden, indem er unter anderem das Finale in Basel erreichte. Außerdem feierte er in Mumbai den ersten und bislang einzigen Doppeltitel seiner Karriere an der Seite des Schweden Robert Lindstedt.

2008 konnte er das Finale von Adelaide erreichen, dieses Mal unterlag er dort aber Michaël Llodra glatt in zwei Sätzen. Außerdem konnte er bei den Australian Open seinen Achtelfinaleinzug aus dem Vorjahr noch toppen. Er kam bis ins Viertelfinale, wo er von Rafael Nadal gestoppt wurde. Er repräsentierte Finnland bei den Olympischen Spielen in Peking, verlor dort aber schon in der ersten Runde gegen den Schweden Thomas Johansson. Bei den US Open gelang ihm an der Seite von Robert Lindstedt mit dem Erreichen der Runde der letzten Acht sein bislang bestes Doppelergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier.

Das Jahr 2009 begann für den Finnen einer Finalteilnahme in Sydney, bei der er gegen David Nalbandian allerdings das Nachsehen hatte. Bei den Australian Open musste er bereits in der ersten Runde gegen Paul-Henri Mathieu wegen einer Leistenverletzung aufgeben. Zwar gewann er im Februar an der Seite von Rohan Bopanna das Doppelturnier in San José, doch das Verletzungspech blieb ihm treu. Nach vielen Erstrundenniederlagen musste er beim Challenger-Turnier in Tunis im Halbfinale gegen Gastón Gaudio abermals aufgeben und sich im Anschluss einer Handgelenksoperation unterziehen. Seine dreimonatige Zwangspause, durch die er unter anderem die French Open verpasste, beendete er beim Turnier in New Haven mit einer Erstrundenniederlage. Bei den US Open erreichte er die zweite Runde, wo er gegen Jo-Wilfried Tsonga verlor. Im Anschluss erreichte Nieminen noch das Viertelfinale beim ATP-Turnier in Stockholm. Danach spielte er hauptsächlich auf der Challenger-Ebene, wo er einen Turniersieg in Jersey feiern konnte. Bei seinem Heimturnier in Helsinki verlor Nieminen im Viertelfinale gegen seinen jungen Landsmann Henri Kontinen. Zum Abschluss der Saison erreichte Nieminen nach Siegen im Viertelfinale gegen Daniel Köllerer und im Halbfinale gegen Karol Beck das Finale des Challenger-Turniers in Salzburg, in dem er allerdings Michael Berrer unterlag. Doch mit dem Finaleinzug konnte Nieminen seine Top-100-Platzierung am Ende der Saison sichern.

In der ersten Runde der Sony Open 2014 gewann Nieminen gegen Bernard Tomic in 28 Minuten und 20 Sekunden. Das war der schnellste Sieg in der Geschichte der ATP Tour.[1]

Darüber hinaus spielt er in der finnischen Davis-Cup-Mannschaft.

Privates[Bearbeiten]

Jarkko Nieminen, dessen Eltern Chemiker sind und der eine ältere Schwester hat, ist mit der finnischen Badminton-Nationalspielerin Anu Nieminen verheiratet.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500
ATP International Series
ATP World Tour 250 (6)
Titel nach Belag
Hartplatz (3)
Sand (3)
Rasen (0)
Teppich (0)

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 9. Januar 2006 NeuseelandNeuseeland Auckland Hartplatz KroatienKroatien Mario Ančić 6:2, 6:2
2. 15. Januar 2012 AustralienAustralien Sydney Hartplatz FrankreichFrankreich Julien Benneteau 6:2, 7:5

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Turniersieger Ergebnis
1. 29. Oktober 2001 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz NiederlandeNiederlande Sjeng Schalken 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 3:6
2. 15. April 2002 PortugalPortugal Estoril Sand ArgentinienArgentinien David Nalbandian 4:6, 6:75
3. 6. Mai 2002 SpanienSpanien Mallorca Sand ArgentinienArgentinien Gastón Gaudio 2:6, 3:6
4. 5. Mai 2003 DeutschlandDeutschland München Sand SchweizSchweiz Roger Federer 1:6, 4:6
5. 16. Oktober 2006 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Blake 4:6, 2:6
6. 29. Oktober 2007 SchweizSchweiz Basel Hartplatz SchweizSchweiz Roger Federer 3:6, 4:6
7. 6. Januar 2008 AustralienAustralien Adelaide Hartplatz FrankreichFrankreich Michaël Llodra 3:6, 4:6
8. 17. Januar 2009 AustralienAustralien Sydney Hartplatz ArgentinienArgentinien David Nalbandian 3:6, 7:69, 2:6
9. 3. Oktober 2010 ThailandThailand Bangkok Hartplatz (i) SpanienSpanien Guillermo García-López 4:6, 6:3, 4:6
10. 23. Oktober 2011 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz (i) FrankreichFrankreich Gaël Monfils 5:7, 6:3, 2:6
11. 25. Mai 2013 DeutschlandDeutschland Düsseldorf Sand ArgentinienArgentinien Juan Mónaco 4:6, 3:6

Doppel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 24. September 2007 IndienIndien Mumbai Hartplatz SchwedenSchweden Robert Lindstedt IndienIndien Rohan Bopanna
PakistanPakistan Aisam-ul-Haq Qureshi
7:63 7:65
2. 1. August 2010 SchweizSchweiz Gstaad Sand SchwedenSchweden Johan Brunström BrasilienBrasilien Marcelo Melo
BrasilienBrasilien Bruno Soares
6:3, 6:74, [11:9]
3. 5. Mai 2013 DeutschlandDeutschland München Sand RusslandRussland Dmitri Tursunow Zypern RepublikRepublik Zypern Marcos Baghdatis
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
6:1, 6:4
4. 2. August 2014 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sand FinnlandFinnland Henri Kontinen ItalienItalien Daniele Bracciali
KasachstanKasachstan Andrei Golubew
6:1, 6:4

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Partner Turniersieger Ergebnis
1. 29. September 2009 ThailandThailand Bangkok Hartplatz AustralienAustralien Andrew Kratzmann IsraelIsrael Jonathan Erlich
IsraelIsrael Andy Ram
3:6, 6:74
2. 15. Februar 2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San José Hartplatz (i) IndienIndien Rohan Bopanna DeutschlandDeutschland Tommy Haas
TschechienTschechien Radek Štěpánek
2:6, 3:6
3. 24. Oktober 2010 SchwedenSchweden Stockholm Hartplatz SchwedenSchweden Johan Brunström Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eric Butorac
CuraçaoCuraçao Jean-Julien Rojer
3:6, 4:6
4. 15. Januar 2012 AustralienAustralien Sydney Hartplatz AustralienAustralien Matthew Ebden Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Bryan
1:6, 4:6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jarkko Nieminen breaks Greg Rusedski’s fastest win record in Miam. theguardian.com, 21. März 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jarkko Nieminen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien