John Slaney

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KanadaKanada John Slaney Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 12. März 1976
Geburtsort St. John’s, Neufundland, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 86 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Nummer #26
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1990, 1. Runde, 9. Position
Washington Capitals
Spielerkarriere
1988–1992 Cornwall Royals
1992–1993 Baltimore Skipjacks
1993–1994 Washington Capitals
1995 Colorado Avalanche
1995–1997 Los Angeles Kings
1997–1998 Phoenix Coyotes
1998–1999 Nashville Predators
1999–2001 Wilkes-Barre/Scr. Penguins
2000–2007 Philadelphia Phantoms
2007–2008 Kölner Haie
2008–2010 Frankfurt Lions
2010–2011 HC Plzeň 1929

John Slaney (* 7. Februar 1972 in St. John’s, Neufundland) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler, der seit August 2011 als Co-Trainer bei den Portland Pirates in der American Hockey League beschäftigt ist. Für seine Verdienste in der American Hockey League wurde der Kanadier 2014 mit der Aufnahme in die AHL Hall of Fame geehrt.

Karriere[Bearbeiten]

Slaney spielte während seiner Juniorenzeit gemeinsam mit Mathieu Schneider und Owen Nolan bei den Cornwall Royals in der Ontario Hockey League. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen wählten ihn die Washington Capitals in der ersten Runde des NHL Entry Draft 1990 als Neunten aus.

Der Verteidiger blieb noch zwei weitere Jahre in Cornwall. Im Endspiel der U20-Weltmeisterschaft 1991 erzielte Slaney das Führungstor im dritten Drittel des Spiels zwischen Kanada gegen die Sowjetunion, wodurch Kanada das Spiel und das Turnier gewann und den Abwehrspieler zu einem der prominentesten Sportler Neufundlands machte.

Nachdem der Kanadier bei den Baltimore Skipjacks in der American Hockey League erste Erfahrungen im Seniorenbereich gesammelt hatte, holten ihn die Capitals zur Saison 1993/94 in die NHL. In seinen ersten beiden Spielzeiten pendelte der Linksschütze zwischen Washington und den Portland Pirates in der AHL.

In die Saison 1995/96 startete Slaney mit der Colorado Avalanche, wechselte aber bald zu den Los Angeles Kings. Auch in dieser Zeit fand sich der Verteidiger jedoch oft in Farmteams wieder und unterzeichnete schließlich im Sommer 1997 einen Vertrag bei den Phoenix Coyotes. Da diese ihn nach der Saison nicht schützten, ergriffen die neu gegründeten Nashville Predators beim NHL Expansion Draft 1998 die Chance und holten den Kanadier in ihren Kader. Nach einem Jahr mit den neuen Team schloss sich Slaney den Pittsburgh Penguins an, wo er jedoch wie bei seinen bisherigen Stationen zwischen NHL und Farmteam pendeln musste. Im Tausch gegen Kevin Stevens wechselte der Abwehrspieler 2001 zu den Philadelphia Flyers, bei denen er es in sieben Jahren nur auf fünf Einsätze in der NHL brachte und zumeist bei den Philadelphia Phantoms spielte, mit denen er 2005 den Calder Cup gewann.

Am 30. Dezember 2005 wurde Slaney mit 454 Scorerpunkten der zu diesem Zeitpunkt erfolgreichste Verteidiger der AHL-Geschichte. Zur Saison 2007/08 wechselte der Kanadier zu den Kölner Haien in Deutsche Eishockey Liga und unterschrieb zur folgenden Spielzeit einen Vertrag beim Ligakonkurrenten Frankfurt Lions.

Im Januar 2011 brach Bryan Helmer den vier Jahre alten Rekord für die meisten Scorerpunkte eines Abwehrspielers, den zuvor John Slaney gehalten hatte. In seinem 986. Spiel der regulären Saison in der American Hockey League erreichte Helmer seinen 520. Scorerpunkt und übertraf somit Slaney, der es in der AHL auf 519 Punkte in 631 Spielen der Regular Season gebracht hatte.[1]

Nach Auflösung der Frankfurt Lions im Sommer 2010 wechselte Slaney zum HC Plzeň 1929 in die tschechische Extraliga, ehe er im Sommer 2011 seine Karriere beendete.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1988/89 Cornwall Royals OHL 66 16 43 59 23 18 8 16 24 10
1989/90 Cornwall Royals OHL 64 38 59 97 60 6 0 8 8 11
1990/91 Cornwall Royals OHL 34 21 25 46 28
1991/92 Cornwall Royals OHL 34 19 41 60 43 6 3 8 11 0
1991/92 Baltimore Skipjacks AHL 6 2 4 6 0
1992/93 Baltimore Skipjacks AHL 79 20 46 66 60 7 0 7 7 8
1993/94 Washington Capitals NHL 47 7 9 16 27 11 1 1 2 2
1993/94 Portland Pirates AHL 29 14 13 27 17
1994/95 Portland Pirates AHL 8 3 10 13 4 7 1 3 4 4
1994/95 Washington Capitals NHL 16 0 3 3 6
1995/96 Cornwall Aces AHL 5 0 4 4 2
1995/96 Colorado Avalanche NHL 7 0 3 3 4
1995/96 Los Angeles Kings NHL 31 6 11 17 10
1996/97 Phoenix Roadrunners IHL 35 9 25 34 8
1996/97 Los Angeles Kings NHL 32 3 11 14 4
1997/98 Las Vegas Thunder IHL 5 2 2 4 10
1997/98 Phoenix Coyotes NHL 55 3 14 17 24
1998/99 Nashville Predators NHL 46 2 12 14 14
1998/99 Milwaukee Admirals IHL 7 0 1 1 0
1999/00 Wilkes-Barre/Scranton Penguins AHL 49 30 30 60 25
1999/00 Pittsburgh Penguins NHL 29 1 4 5 10 2 1 0 1 2
2000/01 Wilkes-Barre/Scranton Penguins AHL 40 12 38 50 4
2000/01 Philadelphia Phantoms AHL 25 6 11 17 10 10 2 6 8 6
2001/02 Philadelphia Phantoms AHL 64 20 39 59 26 5 2 1 3 0
2001/02 Philadelphia Flyers NHL 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0
2002/03 Philadelphia Phantoms AHL 55 9 33 42 36
2003/04 Philadelphia Phantoms AHL 59 19 29 48 31 12 3 4 7 6
2003/04 Philadelphia Flyers NHL 4 0 2 2 0
2004/05 Philadelphia Phantoms AHL 78 14 30 44 39 21 3 7 10 12
2005/06 Philadelphia Phantoms AHL 79 8 42 50 60
2006/07 Philadelphia Phantoms AHL 55 9 24 33 26
2007/08 Kölner Haie DEL 53 6 27 33 40 9 1 5 6 8
2008/09 Frankfurt Lions DEL 52 11 16 27 44 5 0 2 2 4
2009/10 Frankfurt Lions DEL 44 4 20 24 18 4 0 1 1 2
2010/11 HC Plzeň 1929 Extraliga 29 3 8 11 24 4 0 0 0 2
OHL gesamt 198 94 168 262 154 30 11 32 43 21
IHL gesamt 47 11 28 39 18
AHL gesamt 631 166 353 519 340 62 11 28 39 36
DEL gesamt 149 21 63 84 102 18 1 8 9 14
NHL gesamt 268 22 69 91 99 14 2 1 3 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. theahl.com, Helmer reaches milestone in Barons' win

Weblinks[Bearbeiten]